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Kommentare zu:
Helmut Schmidt will kein Homo-Feind sein


#41 alexander
#42 jojoAnonym
#43 Rosa_von_ZehnleProfil
  • 14.04.2010, 23:25hLeipzig - Zentrum
  • Antwort auf #42 von jojo
  • Guido ist bereits der 2. deutsche schwule Außenminister!

    Schätzchen, in der Regel antworte ich nicht auf
    namen- und gesichtslose Typen und damit meine ich
    !!! unangemeldete User !!!
    Und da Du ja auch nicht zwischen den Zeilen lesen kannst und Dir aus meinem Text nur das heraus pickst, was Dir nicht zusagt, hier also eine generelle kleine Bemerkung, die sicher auch andere Leser interessieren könnte:
    Ich befasse mich überwiegend mit der Emanzipation
    der Schwulenbewegung und da geht mir in politischen, aber auch in manch anderen Fragen und Themen nicht um Personen oder deren Namen, denn die sind oft wie Schall und Rauch.

    Mir ging es in meinem Beitrag (# 32) allein um die historisch für die Szene sehr wertvolle Tatsache,
    daß fast 80 % der deutschen Bevölkerung einen schwulen Bundeskanzler akzeptieren würden!

    Übrigens ist Guido bereits der
    2. SCHWULE AUßENMINISTER der Bundesrepublik,
    denn Heinrich von Brentano war der Erste und leitete damals „Guidos Ministerium“ von 1955 bis 1961.
    Es spricht mehr für als gegen Brentanos Homosexualität, die damals ja nicht nur das Ende seiner Karriere bedeutet hätte, sondern im härtesten Falle Knast.
    Es wird ja nicht mehr lange dauern, dann sind die Schutzfristen abgelaufen und man kann über den ersten deutschen schwulen Außenminister endlich Recherchen zu heute noch nicht zugänglichen Materialien anstellen.

    Vielleicht kommt neben der allgemeinen kölschen Gelassenheit und Toleranz daher auch Adenauers recht „liberale“ Einstellung, zumindest seinem Außenminister (und somit indirekt auch der Thematik) gegenüber,
    denn als er das Thema wieder einmal zu öffentlich zu beschwichtigen versuchte, antworte er in seiner humorvollen Art: „Was wollen Sie denn, meine Damen und Herren, bei mir hat er es noch nicht versucht.“

    Übrigens sehr empfehlenswert, das Buch (die Affäre um den Bundeswehrgeneral Kießling ist ebenfalls darin behandelt), aus dem ich Adenauers Spruch zitierte: Thomas Ramge „Die grossen Polit-Skandale: eine andere Geschichte der Bundesrepublik“, Campus 2003.

    Schwule Geschichte und Geschichten zur Kenntnis gebracht von:
    www.rosa-archiv.de
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#44 jojoAnonym
#45 FaktensammlerAnonym
  • 26.04.2010, 18:17h
  • Volkmar Sigusch führt in einem jetzt veröffentlichten Essay im April auf Seite 5 aus:
    >Verhindert haben die Streichung des „ab-
    scheulichen Homosexuellenparagraphen“
    [...] in den damaligen Koalitionsver-
    handlungen die Sozialdemokraten Helmut
    Schmidt und Hans-Jochen Vogel, streichen
    wollte ihn der Liberale Hans-Dietrich Gen-
    scher, öffentlich unterstützt von seinen da-
    maligen Parteifreunden Andreas von Schoe-
    ler und Günter Verheugen. [...]<

    www.bpb.de/files/J32BRH.pdf

    Dass hier in den Kommentaren Westerwelle Erwähnung findet, wundert mich schon, der hat für uns Schwule noch nie einen Handschlag getan, der kennt doch nur den Mittelstand und hetzt mit seiner römischen Dekadenz gegen Hart IV Empfänger...
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#46 marley
#47 AlexAnonym
  • 20.09.2011, 05:05h
  • Tja, was ist dran an der Sache und was nicht?

    Die Antwort liegt doch auf der Hand: GAR NICHTS!

    Wir alle sind sehr gut durch das Internet darüber informiert, dass 1980 Genscher seine Enttäuschung nach den Koalitionsverhandlungen im Spiegel mit den unmissverständlichen Worten ausdrückte: "Ich verstehe den Mann nicht". Es bezog sich eindeutig auf die Abschaffung des § 175, die Schmidt abgelehnt hatte.

    Warum sollte Genscher uns belogen haben? Konnte man etwa 1980 damit renommieren, eine Lanze für Schwulenrechte gebrochen zu haben? Hätte Genscher Schmidt damit diffamieren wollen, hätte er wohl etwas Volksnäheres gefunden.

    Ich denke, er hat die Wahrheit gesagt.

    Wenn Genscher aber die Wahrheit gesprochen hat, wer ist es denn dann wohl, der lügt?

    Mann kann darüber auch beim besten Willen nicht verwundert sein.
    Schmidt war nicht nur Gegner der 1968er, sondern auch ihrer progressiven Ziele. Hans Apel, war bei Schmidt und seiner ebenso rechten Loki (, die nebenbei bemerkt, erotisch wie ein Bügelbrett war - was uns darüber spekulieren lassen könnte, dass Rosa von Praunheims Vermutungen vielleicht doch wahr gewesen sein könnten und er mit ihr zur Tarnung....?!) ein gerne gesehener Gast, und ein altes Sprichwort sagt: "Sage mir mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist".

    Bedarf es noch irgendwelcher Beweise?

    Schmidt kann erzählen, was er will: Wenn er sich angeblich mit dem § 175 nicht beschäftigt hat, dann hat er wohl die Ohren runtergeklappt, als Genscher und Scheel und ein paar andere ihm damit in den Ohren lagen.

    Seit 30 Jahren geistert der Spruch "Kein Kanzler der Schwulen" durch die deutsche Presse, aber erst im Jahr 2011 fällt ihm auf einmal ein, dass er da was korrigieren müsse?

    Im Übrigen, lässt uns Schmidt außerdem wissen, sei Homosexualität "Privatsache". Wenn dem so ist, was veranlasste ihn darauf zu verzichten, es 1980 endlich zu einer LEGALEN Privatsache zu machen?

    Wie es Schmidt zu den Beliebtheitswerten in Deutschland schafft, weiß ich nicht.

    Es stellt der deutschen Bevölkerung aber ein übles Zeugnis aus.
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#48 AndreasAnonym
  • 09.10.2012, 19:15h
  • Antwort auf #37 von holliwup
  • Wehner? Der war gut. Und Bastian war Politiker? Echt? Ist Oberleutnant Schmidt nicht immer ein ausführendes Organ gewesen, ein pflichtbewusster Vollstrecker der Herrschenden, auch bereits vor `49? Rechnen kann er natürlich, na klar, sonst wird man schließlich nicht Finanzminister. Man sieht sich an und weiss Bescheid. Entscheidend ist schließlich, was unterm Strich rauskommt. Man erinnert´s eben stets so, wie es für das eigene Ohr wohlklingend und bekömmlich ist, richtig?
    Wer Weltpolitik machen will, lässt sich nicht von irgendwelchen alten Hamburger Klappengängern nachträglich ans stilsichere Hosenbein pinkeln und dadurch eklige gelbe Flecken ins historische Poesiealbum machen. Beinfreiheit bleibt Beinfreiheit, Schnaps ist Schnaps und Eid bleibt Eid. Wer hat wen wann genau verraten? Das wäre auch mal eine spannende Frage zum Abschluss.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »

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