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Einzelkommentar zu:
Rot-Grün


#9 jürgen sörupAnonym
  • 26.07.2004, 01:46h
  • Es erfüllt eigentlich den Tatbestand der Untreue, wenn Rot-Grün sich hier der Verwirklichung der Stiftung in den Weg stellt. Schliesslich verdanken sie ihre Wahlerfolge in der Vergangenheit den Stimmen zu einem nicht unerheblichen Prozentsatz gerade der Menschen, die einerseits selbst Naziverfolgte waren oder angehörige sind, oder wie in meinem Fall, Opfer der weiter bestehenden Naziparagraphen waren, auch wenn direkt keine Bestrafung erfolgte. In diesem Zusammenhang müsste stärker in den Blickwinkel deer öffentlichen Diskussion geraten, dass nicht nur direkt Angeklagte nach §175 als Opfer zu bezeichnen sind, sondern alle, die unter der Drohung dieses Schandparagraphen zu leiden hatten. Man stelle sich nur den Aufschrei unter den jungen Menschen heute vor, wenn man ihre ersten zarten Bemühungen um Liebe und Beziehung mit gefängnis bedrohte. HIer wurde in den Jahren von 1945 bis zumindet 1973 einer ganzen Generation die eigene Kindheit und Jugend systematisch verdorben. Die damalige Bundesregierung und ihre Entscheidungsträger handelten durchaus schuldhaft, denn sie irnorierten geradezu bösartig die aktuellen, damals überall zugänglichen, modernen Forschungsergebnisse und hätten es besser wissen müssen. Daraus resultiert, dass auch die Opfergruppe der Nachkriegsgeborenen mit Fug und Recht eine entschädigung erhalten müsste. eine Verjährung für Nazigreueltaten kann es nie geben. Einen durch die Nazis verschärften Unsinnsparagraphen böswillig am Leben zu erhalten, ist ebenfalls eine gemeinschaftlich begangene Greueltat. Die heutige Bundesregierung steht als Nachfolgerin in der Schuld, diese Angelegenheit aufzuarbeiten. Da die Väter unserer Verfassung ja durchaus in der Lage waren, richtig nachzudenken und auch in vielerlei Hinsicht erfolgreich bewirkt haben, dass die Vergangenheit von 1933-1945 nicht mehr aufleben kann, war es ihnen auch zuzumuten, in Hinblick auf den Homosexuellenparagraphen den Nazimist auszuräumen. Heutzutage, wo endlich eine gewisse Aufklärung um sich gegriffen hat, ist es allerdings Pflicht, sich diesen Fehlern der Vergangenheit zu stellen. Hier wurden jahrzehntelang die elementaren Menschenrechte mit Füssen getreten und die Rehabilitierung aller Betroffener ist eine absolute moralische Pflicht aller politisch Verantwortlichen. Keine Regierung auf der Welt wird auf Dauer mit einem solchen Makel davonkommen. Der rotgrünen Bundesregierung sei geraten, nicht parteipolitisch zu taktieren, sondern zub den Überzeugungen zurückzukehren, für die sie mal eingetreten ist und für die sie schliesslich gewählt wurde.
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