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https://queer.de/?12087
  • 26. April 2010 42 2 Min.

Der Türkische Bund und der LSVD warnen die Bundesregierung davor, die homosexuelle und die muslimische Minderheit in Deutschland gegeneinander aufzuhetzen.

Die Verbände reagieren damit auf eine Bundestagsanhörung am vergangenen Mittwoch, in der ein von der CDU bestellter Experte erklärte, dass ein im Grundgesetz verankterter Diskriminierungsschutz die Verfassungstreue von Muslimen in Frage stelle (queer.de berichtete). Professor Winfried Kluth von der Universität Halle-Wittenberg erklärte, es sei wichtiger, Muslimen die "Identifikation mit der Verfassung" zu ermöglichen als Schwule und Lesben vor Diskriminierung zu schützen. "Professor Kluth und die Union versuchen durch eine missbräuchliche Instrumentalisierung der Muslime, eigene Vorbehalte gegenüber Homosexuellen zu verschleiern. Das ist eine durchsichtige Strategie, die nicht aufgehen wird."

CDU "instrumentalisiert Muslime"

"Der Versuch, Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen ist menschlich verwerflich", erklärten Safter Çýnar, Vorstandssprecher des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg (TBB) und Gülhan Reifers, Leiterin des Berliner Zentrums für Migranten, Lesben und Schwule, das vom LSVD organisiert wird. "Professor Kluth und die Union versuchen durch eine missbräuchliche Instrumentalisierung der Muslime, eigene Vorbehalte gegenüber Homosexuellen zu verschleiern. Das ist eine durchsichtige Strategie, die nicht aufgehen wird."

Der TBB und der LSVD haben in der Vergangenheit wiederholt Aktivitäten gegen Homophobie unterstützt, wie etwa die Kampagne "Kai ist schwul, Murat auch".

Im Streit geht es um eine von SPD, Linkspartei und Grünen geforderte Verfassungsänderung. So soll neben dem Verbot der Diskriminierung wegen des Geschlechtes, der Abstammung, der Rasse, der Sprache, der Heimat und Herkunft, des Glaubens, der religiösen oder politischen Anschauungen sowie der Behinderung das Merkmal "sexuelle Identität" hinzugefügt werden. Union und FDP lehnen das allerdings kategorisch ab, obgleich sie noch 1994 der Aufnahme des Merkmals "Behinderung" zustimmten. (dk)

-w-

#1 XDAAnonym
  • 26.04.2010, 15:59h
  • Hier versucht eben die CDU/CSU konservative Wähler aus den Reihen der Moslems für sich zu gewinnen, in dem sie offen gegen Schwule sich äußert und damit auf ein in konservativen türkischen Haushalten brisantes Thema eingeht. Gleichermaßen möchte natürlich die CDU/CSU auch ihre konservativ-christlichen Wähler nicht vergraulen, indem man hier die türk. Haushalte kritisiert.

    Dennoch hat sich eine Reform der CDU [nicht CSU] abgezeichnet, sicher auch weil die angestaubten, konservativen Wählerschichten zusammengebröckelt sind und man sich eben deshalb mehr in die Mitte begeben muss; was nicht zwingend die Meinung der CDU Repräsentanten ändert, nach Außen hin jedoch eine andere Meinung vertreten werden muss.
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#2 SvenAnonym
#3 SideFX23
  • 26.04.2010, 16:18h
  • Naja. Ist ja nicht mehr lange bis zu den nächsten Wahlen... Dann kriegen diese homophoben Konservativen ihre Abreibung...
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