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- 29. April 2010 2 Min.
Als ihr Mann US-Präsident war, spielte Laura Bush die stille, züchtige Hausfrau; jetzt kritisiert sie seinen homophoben Wahlkampf aus dem Jahr 2004.
Bei dieser Präsidentschaftswahl gewann George Bush relativ knapp mit 50,7 Prozent gegen seinen Herausforderer John Kerry, der 48,3 Prozent auf sich vereinigte. Den Vorsprung von drei Millionen Stimmen hat er vor allem der Gruppe der 28 Millionen evangelikalen Christen zu verdanken, die sich zu 80 Prozent für den Republikaner entschieden. Bei der Wahl 2000 war er noch als "mitfühlender Konservativer" ins Rennen gezogen und galt vielen Evangelikalen als zu liberal. Dieses Image legte er aber dank seiner Kriegs- und Anti-Homo-Rhetorik ab. Seinen demokratischen Gegner griff Bush daher 2004 an, weil dieser kein Verbot der Homo-Ehe in der US-Verfassung verankern wollte (queer.de berichtete).
Laura Bush schreibt nun in ihrer im Mai erscheinenden Autobiografie "Spoken from the Heart", dass sie eigentlich die dumpfen Parolen ihres Mannes verhindern wollte: "Bevor der Wahlkampf begann, habe ich George gebeten, die Homo-Ehe nicht zu einem großen Thema zu machen", so die 63-Jährige. "Ich habe ihn daran erinnert, dass einige unserer Freunde schwul oder lesbisch sind oder schwule oder lesbische Kinder haben. Aber damals hätte ich mir nie vorstellen können, wie wichtig dieses Thema wird."
Bei den Kongresswahlen zwei Jahre später versuchte Bush wieder, mit der Verteidigung der "heiligen Institution" Ehe Stimmen zu erlangen (queer.de berichtete). Allerdings wurden die Republikaner für Fehler beim Irak-Krieg und der Reaktion auf Hurrikan Katrina abgestraft (queer.de berichtete). Bei der Präsidentschaftswahl 2008 spielte die Homo-Ehe dann wieder nur eine untergeordnete Rolle.
2009 erklärte Bushs erzkonservativer Vizepräsident Dick Cheney schließlich, dass er für eine Ehe-Öffnung stimmen würde (queer.de berichtete) - und das, obwohl er noch wenige Jahre zuvor mit Bush davor warnte, dass der Ehe ein Todesschlag versetzt wird, dürften Schwule und Lesben heiraten. (dk)
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Uganda droht Homosexuellen mit der Todesstrafe, auch anderswo in Afrika ist Homophobie auf dem Vormarsch - mit Unterstützung durch evangelikale Gruppen aus den USA.
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