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Der 32. Christopher Street Day in Berlin bietet dieses Jahr eine Premiere: Erstmals endet die Parade am Brandenburger Tor – er steht unter dem Motto "Normal ist anders".

"Der CSD hätte sich keinen besseren Ort für seine politischen Forderungen aussuchen können", frohlocken die Veranstalter. Im vergangenen Jahr sind die Teilnehmer noch zur Siegessäule gezogen. Dabei beschäftigt sich der CSD mit dem Motto "Normal ist anders" mit dem Leitthema Normalität/Normativität und der Frage, ob Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität in die Kategorien normal oder abnormal passen oder passen sollten.

"Immer wieder wird von der Mehrheitsgesellschaft diese Unterscheidung vorgenommen und damit auch Diskriminierungen gegenüber schwulen, lesbischen, bi-, intersexuellen und trans Menschen begründet", erklärten die Veranstalter vom Berliner CSD e.V. am Mittwoch. Als Beispiele nannten sie etwa, dass eingetragene Lebenspartner nach wie vor höhere Erbschaftssteuern zahlen müssen als Ehepartner.

Youtube | Bereits vor 20 Jahren wurde beim schwulsten Musikfestival der Welt das Brandenburger Tor geehrt.

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Diskriminierung von Bisexuellen beklagt

Aber auch innerhalb der Szene gebe es "Vorurteilen und normativen Druck". Auch Schwule und Lesben müssten sie "ganz normal" schwul oder lesbisch verhalten, um nicht links liegen gelassen zu werden. Als Feindbild hätten viele in der Community Bisexuelle ausgemacht: "Bisexuelle gelten vielen als unentschlossen oder verkappt homosexuell", so die Veranstalter. Zudem gebe es noch mehr Diskriminierung in der Szene: "Trans- und Intersexuelle werden auch innerhalb der Community oft rundum als "abnormal" abgelehnt". Daher soll der CSD dafür eintreten, wirklich jeden Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen so zu akzeptieren, wie er (oder sie) ist.

Für die Parade am 19. Juni werden insgesamt eine halbe Million Menschen erwartet. Bereits am 1. Juni startet das dreiwöchige "Berlin Pride Festival", das größte schwul-lesbische Kulturfestival Europas.

Im vergangenen Jahr kam es zu einem Zwischenfall mit dem homophoben Rapper Bushido, der in Interviews Homosexualität als "nicht normal" bezeichnet hatte. Er saß zufällig mit Freunden in einem Café auf der Route des transgenialen CSDs – und soll Teilnehmer beschimpft und eine Rangelei begonnen haben. Schließlich musste die Polizei eingreifen. Niemand wurde verletzt. (dk)

-w-

#1 alexander
  • 29.04.2010, 19:29h
  • das wurde aber auch zeit !
    die siegessäule war als endpunkt nie geeignet, wer da ankam war völlig geschafft und der abschluss ging in der erschöpfung unter.
    bleibt zu hoffen, dass dieses jahr mehr engagiertes schwules volk unterwegs ist (die unter 49j.) und ausser party auch mal figur zeigen !!!

    leute kauft die wochenendtomaten der discounter und nehmt die alten ostereier und füttert damit die wagen der fdp, cdu und lsu !!!
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#3 Gayway to HeavenAnonym
  • 29.04.2010, 20:48h
  • Warum endet die CSD-Parade am Brandenburger Tor erst in diesem Jahr? Wenn die Organisatoren mutiger gewesen wären, dann hätten sie das auch schon 1990 bei der Wiedervereinigung gehabt!
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