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Einzelkommentar zu:
Slowakei: Politiker will Schwule anspucken


#20 InternationalerAnonym
  • 02.05.2010, 16:26h
  • Antwort auf #19 von Deutscher
  • Als Lenin im Jahre 1920 das Vorwort zur französischen und deutschen Ausgabe seiner Abhandlungen über den Imperialismus schrieb, sprach er von den "zwei, drei, weltbeherrschenden, bis an die Zähne bewaffneten Räuber
    (Amerika, England, Japan), die die ganze Welt in ihrem krieg um die Teilung der Beute mit hineinreißen."
    Er sprach dort auch von Deutschland, dem in Versailles ein "weitaus bestialischerer und niederträchtigerer"
    Frieden diktiert wurde als den, den der deutsche Imperialismus Sowjetrussland in Brest-Litowsk aufgezwungen hatte.
    (LW, 22, 195)

    Mahatma Ghandi, 25.04.1941, über die britische Kolonialpolitik:
    "In Indien haben wir eine Hitlersche Regierung, selbst wenn sie milder verkleidet ist"
    Ghandi 1969-2001, Bd. 80, S. 200 (25.April 1941).

    Man kenn es auch klarer formulieren. Die besondere Barbarei des Dritten Reiches liegt in seinem Versuch, die kolonialistischen und rassistischen Traditionen des nordamerikanischen "Far West" gerade in dem Augen zu übernehmen und zu radikalisieren (und für Osteuropa geltend zu machen, Far East), in dem diese Tradition von der Oktoberrevolution in eine schwere Krise gestürzt wurde. Außerdem wird dieser Versuch, die koloniale Tradition in ihrem schlimmen Folgen zum Nachteil alter Kulturvölker wieder zu beleben, vom Dritten Reich nicht unter "friedlichen Bedingungen" durchgeführt, wie es bei der Eroberung des Far West geschah, sondern mitten in einem unbarmherzigen Weltkrieg. All das führte unausweichlich zu einem ungeheuerlichen Zuwachs an Grausamkeit.
    Auf den konkreten und internationalen Kontext der Entwicklung des weltweiten Kolonialismus und des Imperialismus muss man daher bezug nehmen und nicht auf die angebliche, mehr oder weniger immerwährende bösartige Natur der Deutschen.

    _________________________

    "...."Hitlers Imperium" ist die detailreiche Rekonstruktion der deutschen Großmachtträume, ihrer Veränderungen und praktischen Durchführung, sowie mancher Kontinuitäten zur Nachkriegszeit. Diese entdeckt Mazower in Politikern, Wirtschaftsmanagern und Beratern, die im Dritten Reich wichtige Positionen bekleidet hatten und nach dem Krieg beim Aufbau der grenzüberschreitenden Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft mitwirkten: Ludwig Erhard, Hermann Josef Abs oder der Bundesbankpräsident Karl Blessing. Telepolis sprach mit ihm.....

    ......Ich habe auch nicht den Eindruck, dass es direkte Einflüsse gab. Aber es muss eine Debatte in Bezug auf die Monroe-Doktrin gegeben haben. Das interessiert mich sehr. Denn zur gleichen Zeit gab es auch in den USA eine Debatte über die Monroe-Doktrin. Die Monroe-Doktrin wurde im Moment der Krise überarbeitet. Die historische Ironie liegt darin, dass der deutsche Nationalismus die Monroe-Doktrin in dem Augenblick entdeckte, in dem die Amerikaner gerade begannen, sich von ihr abzuwenden...."

    www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32395/1.html
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