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- 03. Mai 2010 2 Min.
Mit der Sonderbriefmarke "15 Jahre Regenbogenparade" in Wien ist Österreich das erste Land der Welt, das mit einem Postwertzeichen an CSD-Demonstrationen erinnert.
Die Marke (Wert: 55 Eurocent) soll am 3. Juli erscheinen – am selben Tag, an dem die 15. Regenbogenparade in der Hauptstadt ausgetragen wird. Die Auflage wird 250.000 Exemplare betragen. Gestaltet wurde die Briefmarke von Christian Högl von der Homo-Gruppe HOSI Wien. Beruflich arbeitet er als als Grafiker und hat in den letzten acht Jahren die verschiedenen Paradendesigns entworfen.
HOSI-Wien-Chefin Jona Solomon spricht im Zusammenhang mit der Sondermarke von einer "Weltsensation": "Unseres Wissens ist es überhaupt das erste Mal weltweit, dass eine Postverwaltung eine Sonderbriefmarke zu einem schwul-lesbischen Anlass herausgibt." Sie wird eine von 60 jährlich in Österreich veröffentlichten Marken sein.
Ab 25. Juni kann die Briefmarke bezogen werden, allerdings nur in ausgewählten Postfilialen und auf Bestellung. Eine Liste dieser Postämter steht als PDF zum Herunterladen auf der Website der Post bereit. Frankiergültigkeit wird die Sondermarke erst ab dem Tag der Parade, dem 3. Juli haben.
Zudem wird die Österreichische Post an diesem Tag ein Sonderpostamt einrichten am Schwarzenbergplatz, wo nach der Parade wieder die Schlusskundgebung Celebration stattfindet. Hier können dem Briefmarkensammler und die Paradenteilnehmer die Sonderbriefmarke - auch auf Ersttagsbriefen - erwerben bzw. ihre Postsendungen mit dem entsprechenden Ersttagsstempel abstempeln lassen können.
Die HOSI Wien wird eigene Postkarten drucken lassen, damit die CSD-Aktivisten gleich an Ort und Stelle Paradengrüße an Freunde und Bekannte schreiben und - mit der Regenbogenmarke frankiert - im Postmobil aufgeben können. Die 55 Cent-Wertmarke reicht aus für einen inländischen Standardbrief. Briefe ins europäische Ausland – etwa nach Deutschland – kosten zehn Cent mehr. (dk/pm)














