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https://queer.de/?12118
  • 03. Mai 2010 7 1 Min.

Gleichstellung in Trippelschritten: Beim BAföG werden künftig eingetragene Lebenspartner mit Eheleuten gleichgestellt – was allerdings für die Betroffenen auch Nachteile haben kann.

Die Bundesregierung hat das Gesetzgebungsverfahren zur Reform des Bundesausbildungs- förderungsgesetzes (BAföG) eingeleitet. Neben der Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben sieht die Bundesregierung vor, die BAföG-Sätze um zwei Prozent und die Freibeträge um drei Prozent anzupassen.

Die Gleichstellung hat für die Betroffenen allerdings zwei Seiten, nämlich bei Rechten und Pflichten. Einerseits werden künftig die Partnereinkommen bei der Berechnung der BAföG-Leistungen angerechnet, andererseits werden dem Paar auch die gleichen Freibeträge bei Einkommensberechnung, Darlehensrückzahlung und sonstigen Abzugsmöglichkeiten wie bei Ehegatten eingeräumt. Zudem – und das ist ein bedeutsamer Fortschritt – werden auch ausländische Lebenspartner künftig förderberechtigt sein.

Allerdings werden eingetragene Lebenspartner in vielen anderen Bereichen – etwa im Einkommenssteuer- oder Erbschaftssteuerrecht – immer noch wie Fremde behandelt. Zwar erkennt auch die Bundesregierung nach einem Bundesverfassungsgerichtsurteil an, dass Benachteiligungen von Schwulen und Lesben nur mit einem "hinreichend gewichtigen Sachgrund" gerechtfertigt werden können (queer.de berichtete). Dennoch gibt es derzeit keine Anzeichen, die größten Ungerechtigkeiten – insbesondere im Steuerrecht - zu beseitigen. (dk)

-w-

#1 Timm JohannesAnonym
  • 03.05.2010, 14:58h
  • Die Gleichstellung der Lebenspartner erfasst übrigens nicht nur die Förderung beim BAföG, sondern ebenso die Gleichstellung der Lebenspartner im Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz ("Meister-BAföG") erfolgt.

    Das ist in der Sache gut und richtig und konsequent bei der Forderung nach Gleichstellung. Ein Lob dafür auch an Ministerin Schavan.

    ---
    Vielmehr erwarte ich aber jetzt in (!!!) diesem Jahr die Gleichstellung der verpartnerten Bundesbeamten und Soldaten.

    Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Gleichstellung der Bundesbeamten und Soldaten muss jetzt endlich in den Bundestag, Herr Kauch !!! Das ist zwingend im Interesse der Glaubwürdigkeit der FDP Pflicht.

    ---
    UND natürlich muss endlich die Gleichstellung in der Einkommenssteuer durchgesetzt werden. Die FDP steht und fällt mit dem Thema der Einkommenssteuerreform in dieser Legislaturperiode.
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#2 alexander
  • 03.05.2010, 16:51h
  • immer wieder das gleiche dumme geschwätz wenn es um die finanzielle gleichstellung geht !
    hat doch unser staat die nächste falle aufgestellt, es ist das gleiche wie bei partnern, auch ohne eintrag, jeder betroffene findet sich sofort in einer "bedarfsgemeinschaft" wieder und der partner darf berappen ohne ende, bis hin zur krankenversicherung !!!
    die übliche cdu/fdp verarsche : seht doch wir tun was !!! und jede timmosine fühlt sich gepudert !
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#3 Timm JohannesAnonym
  • 03.05.2010, 18:05h
  • @Alexander

    Deine Grundsatzkritik teile ich nicht. Ehe und Lebenspartnerschaft bedeutet das Eingehen von Rechten und Pflichten: keiner zwingt dich zu heiraten; du kannst es auch lassen.

    Wichtig aber ist, dass die Ehe und Lebenspartnerschaft gleich an Rechten und Pflichten ausgestattet ist, denn nur das ist fair.

    Daher es wird Zeit, das nunmehr die Gleichstellung bei den verpartnerten Bundesbeamten und Soldaten endlich erfolgt.

    UND es wird Zeit, dass endlich die Gleichstellung in der Einkommenssteuer erfolgt, denn hier geht es um das Geld homosexueller Paare, die zum Standesamt gehen.
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