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- 18. Mai 2010 1 Min.
Ein Richter im ostafrikanischen Malawi hat ein schwules Paar am Dienstag in einem aufsehenerregenden Prozess für schuldig befunden - den beiden Männern drohen nun bis zu 14 Jahre Gefängnis.
Der 26-jährige Steven Monjeza und der 20-jährige Tiwonge Chimbalanga haben dem Gericht zufolge "schwere Unzucht" begangen. Das Strafmaß soll am Donnerstag verkündet werden.
Die Beiden sind Ende Dezember 2009 verhaftet worden, nachdem sie sich in einer symbolischen Hochzeitsfeier vor 500 Zuschauern in der Stadt Blantyre das Ja-Wort gegeben hatten. In Malawi begann daraufhin eine Medienkampagne gegen das Paar. Internationale Menschenrechtsorganisationen zeigten sich über die Verhaftung entrüstet. So bezeichnete Amnesty International Monjeza und Chimbalanga als "politische Gefangene" (queer.de berichtete).
Das Gericht berief sich dagegen auf die Paragrafen 153 und 156, die "unnatürliche Taten" sowie die Erregung öffentlichen Ärgernisses verbieten. Die Gesetze stammen noch aus der Kolonialzeit - Malawi erlangte erst 1964 seine Unabhängigkeit von Großbritannien. Während das Königreich das Homo-Verbot allerdings vier Jahre nach der Unabhängigkeit der Ex-Kolonie abschaffte, ist die gleichgeschlechtliche Liebe in Malawi - wie auch im größten Teil Afrikas - nach wie vor verboten. (dk)














