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Kommentare zu:
Entwicklungshilfe streichen, Herr Niebel?


#1 DrittweltlerAnonym
  • 25.05.2010, 21:55h
  • Das Interview ist interessant und gut: ein Loba an Klaus Jetz; und das Thema ist sicherlich eines der allerwichtigsten Themen im Bereich der deutschen Homopolitik.

    ... "Auch die vom BMZ unterstützten privaten Träger der Entwicklungszusammenarbeit fördern menschenrechtsrelevante Zielsetzungen. Was den Bereich LGBT betrifft, so gibt es hier im Vergleich sicherlich Nachholbedarf. " ...

    ---> "Nachholbedarf" ?!?!

    Den gibt es sicherlich im Haus des Entwicklungsministeriums. In dem ganzen Jahrzehnt unter der roten Ministerin Wiecorek-Zeul konnte ich nicht erkennen, das es dieses Thema im Bereich der deutschen Entwicklungshilfe überhaupt gab. Viel zu wenig wird an Anstrengungen aus Deutschland und Europa unternommen, um die Legalisierung von Homosexualität in den 76 Drittweltstaaten durchzusetzen, wo immer noch Strafbarkeit homosexueller Handlungen besteht.

    Es wäre ganz schön, wenn zumindest nach Indien weitere Entwicklungsstaaten endlich homosexuelle Handlungen legalisieren. Da gehört viel mehr Druck auf das Entwicklungshilfeministerium bei diesem Thema.
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#2 eMANcipation*Anonym
  • 25.05.2010, 22:21h
  • Die entscheidende Frage lautet:

    Wie kann eine Regierung,

    - die im eigenen Land (einem Land mit einer einzigartigen Geschichte der Verfolgung und Unterdrückung von Homosexuellen ) Schwulen und Lesben noch nicht einmal verfassungsmäßig gleichen Schutz gewährt und Tag für Tag dafür sorgt, dass

    - der deutsche Staat Diskriminierungstäter Nummer eins bleibt,

    - im deutschen Bildungswesen neben gezielter sozialer Ausgrenzung passenderweise keinerlei wirksamer Diskriminierungsschutz stattfindet,

    - das AGG und seine Antidiskriminierungsstelle im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine wirkungslose Farce sind (siehe Diskriminierungsrecht der Kirchen, fehlendes Verbandsklagerecht usw.),

    - Antidiskriminierungspolitik europaweit sabotiert wird,

    - die immer wieder gegen die sozial Ausgegrenzten hetzt, Solidarität in unserer Gesellschaft zerstört und den Menschen ihre sozialen Rechte raubt,

    allen Ernstes glaubwürdig andere Länder in Sachen Menschenrechten belehren?
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#3 eMANcipation*Anonym
#4 seb1983
  • 25.05.2010, 22:51h
  • Antwort auf #2 von eMANcipation*
  • Sorry, deine Aufzählung ist eine Beleidigung der Schwulen und Lesben die dort um ihr tägliches Überleben kämpfen müssen.

    Was fällt dem deutschen Schwulen zum Thema Todesstrafe in Uganda ein?? Das schwache AGG und der fehlende Beamtenzuschlag. Toll!

    Nächstes mal mehr Realitätssinn.
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#5 PolitiXXXerAnonym
  • 25.05.2010, 23:10h
  • Staaten, die gegen die Manschenrechte verstoßen, sollte man die komplette Entwicklungshilfe kürzen bzw.streichen!
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#6 eMANcipation*Anonym
  • 25.05.2010, 23:28h
  • Antwort auf #4 von seb1983
  • #3 hast du offenbar überlesen.

    Ebenso den unbedeutenden Hinweis, dass Deutschland so seine Erfahrungen hat mit der gezielten Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen.

    Wer die schon lange überfälligen verfassungsrechtlichen Konsequenzen blockiert, sollte sogar dir bekannt sein.

    Solche Zusammenhänge und andere sollte man schon wahrnehmen, wenn man für das Überleben von Schwulen und Lesben in Uganda, Honduras und überall eintreten will.

    "Mehr Realitätssinn" - diese Forderung gebe ich daher mit Nachdruck an dich zurück!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#8 Julius KampmannAnonym
  • 26.05.2010, 06:17h
  • Die "Entwicklungshilfe" Deutschlands der vergangenen Jahrzehnte ist vollständig gescheitert. All die Hunderten von Milliarden die in solche Länder geflossen sind hätte man auch für die Entsalzung der Nordsee ausgeben können. Ob Sammlungen wie "Brot für die Welt" oder GTZ spielt dabei praktisch keine Rolle.

    Auch wenn in Uganda katastrophale Zustände herrschen, ist es dennoch ein ausgezeichnetes Reiseziel. Im täglichen Leben der Schwulen spielen alle Menschenrechtsverletzungen selbstredent eine bedeutende Rolle. Für einen begabten jungen Mann in Kampala ist der fehlende Zugang zu adäquater Bildung allerdings deutlich relevanter als der erschwerte Zugang zu gutem Sex.

    Anstatt der unsäglichen Pseudohilfe sollte sich Deutschland um seine eigenen Verantwortlichkeiten kümmern.

    Wie wäre es zum Beispiel mit Veröffentlichungspflichten im Zusammenhang mit Geschäften in Entwicklungsländern? Welches deutsche Unternehmen hat für wieviel, welche Waffen nach Uganda geliefert? Wieviel Kinderarbeit steckt in einem indischen Grabstein?

    Oder wie wäre es mit einem Asylrecht für sexuell verfolgte? Großzügige Stipendien für begabte für Studien in Deutschland bei der z.B. die sexuelle Orientierung als förderlich berücksichtigt wird?

    Anstatt das die Kulturinstitute langweilige Bachabende veranstaltet oder nervige Faßbinder Filme zeigt, könnte man auch eine heiße Disco veranstalten und dabei Begegnungsräume für Schwule bereitstellen. Es müßte ja nicht gleich ein Darkroom sein. Aber warum eigentlich nicht?

    Eine falsche Politik wird nicht dadurch besser, das man sie um LGBT Aspekte ausweitet. Eine falsche Politik gehört grundsätzlich geädert.

    www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,694057,00.html
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#9 seb1983
  • 26.05.2010, 10:49h
  • Antwort auf #6 von eMANcipation*
  • Kein einziger Staat auf der Welt hat was Menschenrechte angeht eine weiße Weste, egal ob USA, Neuseeland oder Burkina Faso. Von daher müssten eigentich alle die Klappe halten.

    Dass dir nur die ach so schlimme Situation in Deutschland einfällt und über die FDP zu lästern wenn dort Menschen sterben müssen lässt tief blicken.
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#10 genervtAnonym
#11 seb1983
  • 26.05.2010, 13:01h
  • Antwort auf #10 von genervt
  • Grundsätzlich passt das meiste ja. Es wäre naiv zu glauben dass in Europa oder Deutschland alles zum Besten steht.
    So ist das AGG halt ein zahnloser Tiger und es fehlt an Aufklärung an den Schulen und kompletter rechtlicher Gleichstellung und und und... Das alles läuft viel viel zu langsam.

    Wie bereits gesagt finde ich es aber völlig unpassend diese Probleme in einen Topf zu werfen mit den Schwulen in Uganda wo es mal eben zurück ins Mittelalter geht und Schwule um ihr Leben fürchten müssen!!!!
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#12 LorenProfil
  • 26.05.2010, 13:18hGreifswald
  • Das Interview zeigt m.E. das Dilemma, indem sich Entwicklungspolitik befindet, wenn sie einerseits Länder unterstützen will und andererseits mit gesellschaftlichen und kulturellen Realitäten konfrontiert wird, die von der des eigenen Landes doch sehr stark abweichen. Eine Lösung habe ich da auch nicht parat, hoffe aber, dass man sich darauf konzentriert, nicht über dortige Regierungen zu agieren (Stichwort: Korruption), sondern NGOs und die Menschen vor Ort zu unterstützen (Bildungs-und Ausbildungsmaßnahmen, Minikredite u.ä.).
  • Antworten » | Direktlink »
#13 chrollifan78Profil
  • 26.05.2010, 14:27hWetzlar
  • @eMANcipation

    Du nervst wirklich mit deinen Kommentaren.

    In allem und jedem siehst du einen
    Angriff.

    Du scheinst ein Problem zu haben.

    Ich finde die Aussagen von Herrn Niebel sehr gut.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 Katrin
  • 26.05.2010, 17:45h
  • Der Niebel hatte doch noch vor den Wahl den ausgezeichneten Vorschlag sein Ministerium abzuschaffen...ach so, war zu der Zeit ja noch gar nicht seines. Und jetzt saugt er am Steuertropf und lässt irgendwo in nirgendwo Brunnen und Strassen bauen, befördert also die Lokalelite in den Millionärshimmel, damit die dann Zeit und Geld haben den Katholizismus und Nazigut in ihrem Lande zu verbreiten. Herr Minister: Bitte machen Sie zuerst ihre Arbeit und lösen dieses Ministerium auf und dann können wir auch waffeln.
  • Antworten » | Direktlink »
#15 eMANcipation*Anonym
  • 26.05.2010, 17:56h
  • Antwort auf #11 von seb1983
  • Das "Mittelalter", von dem du sprichst, war in diesem unseren Lande noch bis 1969 bzw. was die gezielte Ermordung von Schwulen angeht, vor gerade einmal rund sieben Jahrzehnten an der Tagesordnung.

    Und bis zum heutigen Tage hat dafür weder eine Entschädigung stattgefunden noch wurden die minimalen verfassungsrechtlichen Konsequenzen gezogen. Schwarz-Gelb verhindert dies ebenso wie einen wirksamen Diskriminierungsschutz für Schwule und Lesben in der EU, was für den einen oder anderen nicht nur Osteuropa, sondern auch bei uns, durchaus auch tödlich enden kann.

    Wenn das also nicht in die Debatte um den Überlebenskampf von Schwulen und Lesben gehört, brauchen wir uns wahrlich nicht zu wundern, dass sich die Geschichte immer wiederholt.

    Ich nerve Geschichtsvergessene in diesem Forum übrigens gern noch länger mit unbequemen Zusammenhängen! Am besten bis zur Weißglut...
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#16 sylviafeeProfil
  • 26.05.2010, 19:07hBerlin
  • Antwort auf #12 von Loren
  • Probleme der Enticklungshilfe sind u.a. auch, willst du projekte fördern, welche den menschen vor ort helefen und mit der hilfe zur selbsthilfe sie auch im sinne von menschenrechtenmissionieren, brauchst du gutwill der dortigen regierung und die sind oft nut guten willens wenn du sie bestichst.
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#17 LorenProfil
  • 26.05.2010, 19:53hGreifswald
  • Antwort auf #16 von sylviafee
  • Wie geschrieben habe ich da auch keine Lösungen parat. Will man von den Menschenrechten her geradlinig sein und boykottiert einzelne Länder,
    hilft man den Normalmenschen vor Ort nicht weiter. Lässt man sich zu stark auf bestimmte Regime ein, zementiert man mit seinen Geldern gegebenenfalls deren Status. Muss man wohl jeweils im Einzelfall entscheiden und sich inoffiziell mit NGOs vor Ort über Strategien abstimmen, die für ein Land passend erscheinen.
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#18 seb1983
  • 26.05.2010, 20:38h
  • Antwort auf #15 von eMANcipation*
  • Bei uns ist es 70 Jahre her, und dauerte zum Glück auch nur 12 Jahre, davor und danach gab es viel Leid.
    Mehrere arabische Länder leben weiter in dieser Welt vor 70 Jahren, und einige Staaten wollen schnurstracks in diese Zeit zurück. Und wenn schon nicht das, dann doch wenigstens vor 1969. DAS nenne ich einen "Roll back"!
    In Deutschland und Europa heißt es seit Jahrzehnten nur weiter in der Gleichberechtigung und bei schwulen Rechten. DAS ist Geschichte.

    Gleiche Rechte, Aufklärung in Schulen, Sichtbarkeit auf der Straße, das sind die Themen die mich heute interessieren, keine Kammellen von vor 70 Jahren, die für viele Schwule trotzdem weiterhin bittere Realität sind!
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#19 Liedel
  • 26.05.2010, 21:27h
  • @#8

    "Großzügige Stipendien für begabte für Studien in Deutschland bei der z.B. die sexuelle Orientierung als förderlich berücksichtigt wird?"

    Das ist eine schöne Idee für die betroffenen AkademikerInnen.
    Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass deutsche Promovierende mit Bestnoten, die sich mit LGBT- Themen befassen, bei so ziemlich allen Parteistiftungen (oder besser: den Parteien, die sich zumindest auf dem Papier für LGBT- Rechte stark machen, "nahestehende" Stiftungen) auf Granit beißen werden (sogar bei Grünen und Linken, man glaubt es kaum).

    Im Falle einer Parteimitgleidschaft vergrößern sich die Chancen auf eine Förderung allerdings stark. So ist mir das Beispiel der Tochter einer FDP- Landtagsabgeordneten bekannt, die (natürlich zu einem anderen Thema) bei der Friedrich- Naumann-Stiftung sofort "drin" war.

    Sorry wenn das jetzt hinsichtlich der Verfolgung makaber klingt. Aber der Realität in der Bananenrepublik Deutschland angepasst: ihr Hochbegabten Ugandas, wenn es euch echt nach Deutschland verschlägt, nicht vergessen: in die FDP eintreten Dann klappts auch mit dem Stipendium
  • Antworten » | Direktlink »
#20 eMANcipation*Anonym
  • 26.05.2010, 21:28h
  • Antwort auf #18 von seb1983
  • Wer die historisch einzigartigen Verbrechen der Nazi-Diktatur nicht nur nicht als solche anerkennt, sondern sie als "Kamellen von vor 70 Jahren" verharmlost, mit dem ist aus meiner Sicht keine ernsthafte Diskussion über Leben und Überleben von Schwulen und Lesben und anderen diskriminierten Gruppen zu führen.
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#21 seb1983
  • 26.05.2010, 21:51h
  • Antwort auf #20 von eMANcipation*
  • Die Nazikeule ist inzwischen ziemlich abgenutzt.
    Das war sie schon vor 20 Jahren als meine Mutter in Israel war, und das ist sie auch bei zwei jüdischen Bekannten, die nicht verstehen warum bei allem immer wieder dieser Vergleich herangezogen wird in Deutschland.
    Ein Totschlagargument dass auch dank deiner immerwiederkehrenden Wiederholung nicht mehr zieht bei mir. Die deutsche Vergangenheit sollte jedem bewusst sein, aber sie taugt niemals als Argument.

    Auch durch seine Vergangenheit hätte Deutschland heute die Pflicht Länder vor einer Entwicklung die wir 70 Jahre hinter und haben abzuhalten, der Hinrichtung von Schwulen, die scheinbar in immer mehr Ländern Afrikas wieder in Mode kommt!
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#22 eMANcipation*Anonym
  • 26.05.2010, 23:58h
  • Antwort auf #21 von seb1983
  • Ich glaube, so langsam reicht es mit deiner widerlichen Verharmlosung der deutschen Geschichte und Gegenwart.

    Tausende ermordeter Schwuler in den Konzentrationslagern der Nazis und die NICHT gezogenen verfassungsrechtlichen und sonstigen gesellschaftlichen Konsequenzen sind keine "ollen Kamellen" und auch keine "Keule", sondern gehören in diese Debatte, wenn es tatsächlich um den Schutz des Lebensrechts von homosexuellen Menschen gehen soll!

    Unserer aktuellen Bundesregierung ist es scheißegal, wenn in Europa nicht einmal der minimale Diskriminierungsschutz, den die EU-Antidiskriminierungsrichtlinie von 2008 vorsieht, durchgesetzt werden kann, was gerade in osteuropäischen Ländern mit klar faschistischen Tendenzen ein absolutes Muss ist.

    Diese Regierung hat bisher auch nicht erkennen lassen, dass sie die 2006 von Frau von der Leyen verkündete Auffassung revidiert, ein viermal höheres Suizidrisiko bei jungen Homosexuellen sei kein Anlass für irgendeine Form des politisches Handelns (noch nicht einmal für eine längst überfällige Studie zur Lebenssituation junger Schwuler und Lesben, wie sie in anderen EU-Ländern als Basis für umfassende Maßnahmen im Bildungsbereich dienen).

    So kann man Homosexuellen freilich auch unter dem Deckmantel des Pseudo-Liberalismus ihr Lebensrecht streitig machen. Die betreffende Liste ist bekanntlich noch viel länger (siehe u.a. #2, #3 und #7).

    Wie soll eine solche Regierung allen Ernstes in der Welt glaubhaft für die Rechte von Homosexuellen eintreten, wenn sie in Europa für die weitere Straflosigkeit des real existierenden Terrors gegen Schwule und Lesben verantwortlich ist?

    Wenn sie in Deutschland dafür sorgt, dass einfache Mehrheitsverhältnisse ganz schnell wieder eine Situation herstellen können, wie sie sich in der Weimarer Republik mit ihrem "blühenden schwulen Leben" die sebs dieser Welt auch nie hätten träumen lassen?
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#23 seb1983
  • 27.05.2010, 09:08h
  • Antwort auf #22 von eMANcipation*
  • Ich verharmlose keinesfalls, ich sehe das nur nicht als Argument.
    Mehrere arabische Länder bestrafen Homosexualität mit dem Tod, dutzende weitere Länder verbieten sie. Ganz ohne Nazis, ganz ohne Kolonialismus, noch heute.
    Während bei uns praktisch nur über die Ausweitung der Rechte und Probleme von Homosexuellen gesprochen wird, führen andere die Todesstrafe ein.

    Es geht mir ehrlich gesagt völlig am Arsch vorbei ob Deutschland "glaubhaft" gegen die Todesstrafe in Uganda angehen kann, Hauptsache sie tun es. Immerhin ist das glaubhafter als wenn die USA für Menschenrechte eintreten.

    Wer die Bundesrepublik mit Weimar vergleicht hat meiner Meinung nach nichts verstanden und lebt in seiner ideologischen Traumwelt!
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#24 SinbölegAnonym
  • 27.05.2010, 10:42h
  • Antwort auf #23 von seb1983
  • Wer die Verfassungen Deutschlands seit 1871
    vergleicht und mehr noch die Verfassungswirklichkeit, kommt zu Ergebnissen.

    Die Interpretation ist eine andere Frage.

    So mögen manche Steingrau, manche Feldgrau.

    Zur Zeit verwendete Version:

    „Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.“

    Wurde bei deinem Gelöbnis ein bayrische oder preussischer Marsch gespielt ?

    Mit Weimar würde ich die Tendenzen auch nicht
    vergleichen.

    Da gab es keine Niebels in Afrika und Köhlers in Asien.

    i.ytimg.com/vi/H1WQO_BOm6E/0.jpg

    www.spiegelfechter.com/img/ratsel.jpg
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#25 eMANcipation*Anonym
#26 Heilsarmee ?Anonym
  • 27.05.2010, 11:54h
  • Antwort auf #23 von seb1983
  • Something is rotten in the state of Denmark

    Hamlet in Cannes:

    Jyllands-Posten/Dänische Karrikaturen:

    Denn der Film konterkariert das offizielle dänische Selbstbild von den Soldaten als eine Art bewaffneter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation. Die im Film zitierten Soldaten machen nämlich deutlich, dass sie nicht aus politischen Gründen, sondern wegen des persönlichen Kicks in Afghanistan sind.

    "Fuck, war das fett! Da lagen vier und röchelten. Taktaktaktak, wir halten drauf, 30, 40 Schuss in den einen. Da kriecht keiner mehr weg, wenn wir da waren. Fucking fett! Jetzt ist man im Krieg gewesen!", so äußert sich ein Soldat, der den Krieg als eine Art Computerspiel in Realität begreift.

    www.heise.de/tp/blogs/6/147703
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#27 hwAnonym
  • 27.05.2010, 12:22h
  • Antwort auf #23 von seb1983
  • "..Wer die Bundesrepublik mit Weimar vergleicht hat meiner Meinung nach nichts verstanden und lebt in seiner ideologischen Traumwelt!..."

    Ja, da halte ich mich lieber auch an die Realitäten der CDU und an die DGAP.

    (eine grünliche Verpackung wird bestimmt folgen,
    Affine mögen der Sprachreglung harren)

    Niebel propagierte übrigens schon vor der Wahl für die Unterwerfung der Entwicklungspolitik unter die Federführung der Aussen-und Kriegspolitik (Guttenberg: Krieg)

    Der Resonanzboden für Köhlers Werbung zu Rohstoffraubzügen (s. # 25) wurde für diverse Funktionsträger/Multiplikatoren vorbereitet:

    Die maßgebliche außenpolitische Zeitschrift Deutschlands sagt "eine neue Ära des Imperialismus" voraus. Der "Kampf um Energie, Rohstoffe und Wasser" werde die Weltpolitik im 21. Jahrhundert dominieren, erklärt ein einst führender Außenpolitiker der heutigen Regierungspartei CDU in der Zeitschrift "Internationale Politik". "Nationalismus, Kolonialismus und Imperialismus des 19. Jahrhunderts kehren zurück", heißt es in dem Beitrag, der gut zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch der realsozialistischen Regierungssysteme in Osteuropa das Ende einer welthistorischen "Übergangsperiode" ausruft und eine neue Epoche anbrechen sieht. Dabei seien künftige "Energiekriege" nicht auszuschließen. Als Hauptrivalen gelten dem Verfasser, einem profunden Kenner des transatlantischen Establishments, die USA und die Volksrepublik China.

    Der ganzen Welt stehe "eine neue Ära des Energieimperialismus" bevor, heißt es in der soeben veröffentlichten aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Internationale Politik". Die Zeitschrift wird von der einflussreichen Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegeben und gilt als maßgebliche Fachpublikation der Berliner Außenpolitik. Autor des bemerkenswerten Beitrages ist Friedbert Pflüger, ein prominenter CDU-Politiker, der lange zu den führenden Außenpolitikern der heutigen Regierungspartei gehörte. Pflüger amtierte von 2002 bis 2005 als außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und war von 2005 bis 2006 als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium tätig. Er gilt als profunder Kenner der US-Außenpolitik und als Befürworter einer engen transatlantischen Kooperation.

    Erneuerbare Energieträger könnten den Bedarf selbst bei stetigem Wachstum nicht decken. Fossile Energieträger müssten rund 80 Prozent der zunehmenden Nachfrage bewältigen. Der "dominierende Konflikt der Weltpolitik im 21. Jahrhundert" werde daher "der Kampf um Energie, Rohstoffe und Wasser" sein. Dabei kehrten "Nationalismus, Kolonialismus und Imperialismus des 19. Jahrhunderts (...) zurück", urteilt Pflüger und sagt - "nach einer Periode des 'Kampfes der Ideologien'" bis 1990 sowie "einer zwei Jahrzehnte andauernden Übergangsperiode der Suche nach einer neuen Weltordnung" - den Beginn einer neuen imperialistischen Ära voraus. "Basiskonflikt" sei "der mit allen Mitteln ausgetragene Kampf um die knappen Ressourcen unserer Erde". "Unausweichlich" stünden "Energiekrisen und -konflikte", möglicherweise auch "Energiekriege" bevor.

    Zitate Friedbert Pflüger: Eine neue Ära des Energieimperialismus, Internationale Politik Mai/Juni 2010
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#28 seb1983
  • 27.05.2010, 12:43h
  • Der Schwule im gesamtsozialistischen Weltgefüge... Naja. Deutschland hält also besser die Klappe, Uganda führt die Todesstrafe ein, und alle sind zufrieden.
  • Antworten » | Direktlink »
#29 WeckerAnonym
#30 seb1983
#31 FloAnonym
  • 27.05.2010, 15:21h
  • "Die Entwicklungszusammenarbeit einzustellen, würde an dieser Situation nichts ändern."

    Aha! Was hat die FDP (auch Herr Niebel und Spaßkanzler Guido) nicht vor der Wahl gewettert, dass es mit ihnen keine Entwicklungshilfe für Homohassser geben wird und das Ermorden von Schwulen nicht auch noch mit deutschem Geld unterstützt wird. Auf jede Kritik, dass das nur die ärmsten trifft, wurde entgegnet, dass sich ohne die Finanzhilfen auch die Hass-Regierungen nicht halten könnten.

    Ein weiteres gebrochendes Versprechen... (auch wenn man über die Streichung deutscher Gelder für solche Staaten eh unterschiedlicher Meinung sein kann)

    FDP bleibt was sie immer war:
    die schwachsinnigste Partei Deutschlands, die sich irgendeinen Scheiß zusammenlabert, aber nicht wirklich handelt!!
  • Antworten » | Direktlink »
#32 msrAnonym

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