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Einzelkommentar zu:
Entwicklungshilfe streichen, Herr Niebel?


#27 hwAnonym
  • 27.05.2010, 12:22h
  • Antwort auf #23 von seb1983
  • "..Wer die Bundesrepublik mit Weimar vergleicht hat meiner Meinung nach nichts verstanden und lebt in seiner ideologischen Traumwelt!..."

    Ja, da halte ich mich lieber auch an die Realitäten der CDU und an die DGAP.

    (eine grünliche Verpackung wird bestimmt folgen,
    Affine mögen der Sprachreglung harren)

    Niebel propagierte übrigens schon vor der Wahl für die Unterwerfung der Entwicklungspolitik unter die Federführung der Aussen-und Kriegspolitik (Guttenberg: Krieg)

    Der Resonanzboden für Köhlers Werbung zu Rohstoffraubzügen (s. # 25) wurde für diverse Funktionsträger/Multiplikatoren vorbereitet:

    Die maßgebliche außenpolitische Zeitschrift Deutschlands sagt "eine neue Ära des Imperialismus" voraus. Der "Kampf um Energie, Rohstoffe und Wasser" werde die Weltpolitik im 21. Jahrhundert dominieren, erklärt ein einst führender Außenpolitiker der heutigen Regierungspartei CDU in der Zeitschrift "Internationale Politik". "Nationalismus, Kolonialismus und Imperialismus des 19. Jahrhunderts kehren zurück", heißt es in dem Beitrag, der gut zwanzig Jahre nach dem Zusammenbruch der realsozialistischen Regierungssysteme in Osteuropa das Ende einer welthistorischen "Übergangsperiode" ausruft und eine neue Epoche anbrechen sieht. Dabei seien künftige "Energiekriege" nicht auszuschließen. Als Hauptrivalen gelten dem Verfasser, einem profunden Kenner des transatlantischen Establishments, die USA und die Volksrepublik China.

    Der ganzen Welt stehe "eine neue Ära des Energieimperialismus" bevor, heißt es in der soeben veröffentlichten aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Internationale Politik". Die Zeitschrift wird von der einflussreichen Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegeben und gilt als maßgebliche Fachpublikation der Berliner Außenpolitik. Autor des bemerkenswerten Beitrages ist Friedbert Pflüger, ein prominenter CDU-Politiker, der lange zu den führenden Außenpolitikern der heutigen Regierungspartei gehörte. Pflüger amtierte von 2002 bis 2005 als außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und war von 2005 bis 2006 als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium tätig. Er gilt als profunder Kenner der US-Außenpolitik und als Befürworter einer engen transatlantischen Kooperation.

    Erneuerbare Energieträger könnten den Bedarf selbst bei stetigem Wachstum nicht decken. Fossile Energieträger müssten rund 80 Prozent der zunehmenden Nachfrage bewältigen. Der "dominierende Konflikt der Weltpolitik im 21. Jahrhundert" werde daher "der Kampf um Energie, Rohstoffe und Wasser" sein. Dabei kehrten "Nationalismus, Kolonialismus und Imperialismus des 19. Jahrhunderts (...) zurück", urteilt Pflüger und sagt - "nach einer Periode des 'Kampfes der Ideologien'" bis 1990 sowie "einer zwei Jahrzehnte andauernden Übergangsperiode der Suche nach einer neuen Weltordnung" - den Beginn einer neuen imperialistischen Ära voraus. "Basiskonflikt" sei "der mit allen Mitteln ausgetragene Kampf um die knappen Ressourcen unserer Erde". "Unausweichlich" stünden "Energiekrisen und -konflikte", möglicherweise auch "Energiekriege" bevor.

    Zitate Friedbert Pflüger: Eine neue Ära des Energieimperialismus, Internationale Politik Mai/Juni 2010
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