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Kommentare zu:
"Freispruch erster Klasse" für Amerell


#1 Katrin
  • 26.05.2010, 17:07h
  • Es ist schon traurig, dass man in Deutschland Menschen mit angeblicher Homosexualität verleumden kann und dass die Presse eine Schlammschlacht daraus macht. Wir sind also wieder im Kießling-Zeitalter angekommen. Jahrzehnte rechter Propaganda von CDU/CSU, FDP und SPD und den religiösen Eiferern beider Konfessionen haben ihre Wirkung nicht verfehlt.
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#2 SchiriAnonym
  • 26.05.2010, 17:21h
  • War doch klar, die 4 Schiedsrichter haben was mit dem Alten angefangen um sich einen Vorteil zu verschaffen und der war scharf auf Frischfleisch.
    Also war es eine gegenseitige Ausnutzung.
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#3 MarioAnonym
#4 Consummātum estAnonym
#5 brittaAnonym
  • 26.05.2010, 18:04h
  • Antwort auf #3 von Mario
  • Was für ein haarsträubender und absurder "Vergleich"!

    Du scheinst keine Ahnung davon zu haben, dass die (hetero)sexuelle Belästigung von Frauen in der Arbeitswelt nach wie vor gang und gäbe ist.

    Wenn Fußballmannschaften auf Ausfahrt sind, dann gehören sexistische und an Nötigung grenzende Anmachen gleichsam zum guten Ton.

    Aber wehe, irgendwo kommt eine homosexuelle Beziehung zwischen erwachsenen Männern zum Vorschein - dann kann es sich natürlich nur um die sexuelle Belästigung seitens einer notgeilen alten Schwuchtel handeln!
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#6 MarioAnonym
  • 26.05.2010, 18:44h
  • Antwort auf #5 von britta
  • Es deutet darauf hin das es beides war. Eine homosexuelle und einvernehmliche Beziehung zwischen zwei schwulen/bisexuellen Männern aber gleichzeitig eine Machtausnutzung.
    Und weil es um das Millionengeschäft Fußball geht ist es nunmal wichtig zu untersuchen ob Begünstigungen und Spielmanipulationen vorliegen könnten oder nicht!

    Das der DFB dabei sehr falsch agiert hat finde ich aber auch.
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#7 LorenProfil
  • 26.05.2010, 18:55hGreifswald
  • Verwirrendes Ergebnis der Staatsanwaltschaft:

    Vier Schiedsrichter verklagen Amerell wegen sexueller Nötigung. Dem war nicht so, stellt die Staatsanwaltschaft fest.

    Amerell verklagt die Schiedsrichter wegen Verleumdung. Dem war auch nicht so, stellt die Staatsanwaltschaft fest.

    Also hat Herr Amerell niemand sexuell genötigt, aber die, die dies Herrn Amerell vorwerfen, haben nicht vorsätzlich die Unwahrheit gesagt?

    Wie gesagt, verwirrend. Oder habe ich da etwas missverstanden?
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#8 antosProfil
  • 26.05.2010, 18:59hBonn
  • Antwort auf #5 von britta
  • "Aber wehe, irgendwo kommt eine homosexuelle Beziehung zwischen erwachsenen Männern zum Vorschein - dann kann es sich natürlich nur [usw.]"

    Ja, "natürlich". - Das Problem bei solchen moralistischen Interpretationen ist: Realität scheißegal. Aber wie soll man auch Wirklichkeitssinn einfordern, wenn man ihn doch leider meist nur dann erahnen kann, wenn er fehlt.

    Erinnern wir uns bitte kurz: Kempter - einer der 'erwachsenen Männer' - hatte diese schmierige Affäre ausgelöst und Amerell zunächst gegenüber DFB-Funktionären, später dann auch öffentlich der sexuellen Belästigung in drei Fällen bezichtigt.
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#9 EnyyoAnonym
  • 26.05.2010, 19:02h
  • "Die Vernehmungen und die Auswertung des SMS- und Email-Verkehrs zwischen den Verfahrensbeteiligten haben keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Beschuldigte bewusst einen Widerstand der vier Schiedsrichter gegen seine sexuellen Handlungen überwinden musste"

    Das heisst doch ganz klar, dass alle ihren Spass miteinander hatten! Also scheint's doch recht warm im Profifussball zu sein!?

    @5 (Britta): es mag sexuelle Belästigung von Frauen durch heterosexuelle Männer geben - die Frauen sind dann aber, zumindest wenn's keine Zeugen gibt, immer diejenigen, die am längeren Hebel sitzen.

    Und Rufmordkampagnen wegen angeblicher Belästigung sind sicher nicht so selten - der Mann hat so gut wie keine Chance.

    Sollte gar eine Frau die Situation ausnutzen, einem Mann zu nahe zu treten - wie groß sind dessen Chancen, das publik zu machen bzw. sich rechtlich dagegen zu wehren, z.B. wenn es eine Vorgesetzte ist, die Grenzen überschreitet?
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#10 Cui bono? Anonym
#11 eMANcipation*Anonym
  • 26.05.2010, 20:35h
  • Antwort auf #8 von antos
  • Lieber @antos,
    von einem Fußballverband erwarte ich, dass er keine vorschnellen Verurteilungen vornimmt, sondern Sachverhalte objektiv und genau sowie mit der gebotenen Sensibilität prüft.

    Eben dies war hier nicht der Fall - aber zumindest die üblichen homophoben Klischees wurden wirkungsvoll bedient.

    Wären die Verantwortlichen nur mal so übereifrig, wenn es darum geht, ein Ende der perversen und krankmachenden Verleugnung homosexueller Profi-Fußballer effektiv zu ermöglichen und zu unterstützen!
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#12 Liedel
  • 26.05.2010, 23:58h
  • "Dieser Fall lief nun komplett ins Leere."

    Und was bleibt davon hängen? Herr Amerell hat sich mehr oder weniger als bisexuell geoutet.
    Kerners "Übertritt" vom ZDF zu SAT1 ist damit nun auch dem dümmsten kommerzbenebelten Zuschauer bekannt geworden.
    Kempter hat die Chance verpasst, ein ehrliches, für andere Profisportler möglicherweise vorbildliches Coming- Out hinzulegen. So bleibt es bei "Geschichtchen" und ehemaligen Chatprofilen, die durchs Internet geistern...

    Nun denn. Gehaltsmäßig dürften beide so aufgestellt sein, dass sie heil aus der Sache rauskommen. So gesehen: who cares?
    Manch "kleiner" Fußballer in der Regionalliga, der permanenter Diskriminierung nicht nur durch Fans, schlimmstenfalls auch durch die eigene Mannschaft ausgesetzt ist, wird wie gehabt den Mund halten statt teure Anwälte zu engagieren ...

    Das alles ist Deutschland, das alles sind wir...
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#13 KommentarAnonym
  • 27.05.2010, 00:47h
  • Rosenkriege haben eigentlich keine Sieger. Manfred Amerell darf sich trotzdem als einer fühlen, nachdem das Verfahren gegen ihn eingestellt wurde. Monatelang haftete dem einstigen Schiedsrichterobmann der Ruf eines sexuellen Nötigers an. Sogar im TV hatte sein ehemaliger Zögling Michael Kempter berichtet, wie er von dem 63-Jährigen unsittlich berührt und unter Druck gesetzt worden war. Von diesem Vorwurf ist Amerell nun reingewaschen.

    Sexuelle Kontakte zu dem jungen Schiedsrichter hatte er nie geleugnet, doch einvernehmlich seien sie gewesen. Ein dicker Ordner voller SMS und Mails aus Kempters Tastatur hat die Staatsanwaltschaft von dieser Version überzeugt. Den gleichen Aktenberg hatte Amerell auch an den DFB geschickt - dort war er jedoch auf wenig Interesse gestoßen. Schon früh hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger sich auf die Seite von Kempter geschlagen. Ohne Zweifel hatte der Schiedsrichterobmann sich pflichtwidrig verhalten - sein Amt musste er abgeben, zum Täter macht es ihn nicht.

    Diesen Unterschied hätte der DFB erkennen müssen. Eine Liebesbeziehung aber zogen die hohen Fußball-Herren nie in Erwägung.
    Beim Thema Homosexualität in den eigenen Reigen verschließt offenbar auch der selbst ernannte "Tabubrecher" Zwanziger lieber die Augen. Früh knüpfte er seinen Verbleib im Amt an den Ausgang der Affäre. Im Rosenkrieg der Referees droht ihm neben Kempter nun die Rolle des Verlierers.

    www.presseportal.de/pm/58964/1620701/neue_osnabruecker_zeitu
    ng
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#14 DramolettenqueenAnonym
  • 27.05.2010, 10:38h
  • Da beweist sich einmal wieder der Titel eines von William Shakespeare verfaßten Schauspiels "Much ado about nothing" (Viel Lärm um Nichts)! Es war klar, daß die Staatsanwaltschaft Augsburg keine hinreichenden Anzeichen für sexuelle Nötigung gefunden hat. Und so kam die Behörde zu einem Ergebnis: Aussage gegen Aussage!
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