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Der Sieger Tyler McCormick (vorne links)

Tyler McCormick aus dem US-Bundesstaat New Mexico hat am Sonntag den 31. International-Mr.-Leather-Wettbewerb in Chicago gewonnen.

Nie zuvor hat ein trans­sexueller oder gehbehinderter Mann den IMF-Wettbewerb gewonnen. Er stach dabei 51 Konkurrenten aus aller Welt aus, unter ihnen auch den German Mr. Leather David Schneider aus Hamburg, der chancenlos blieb. Die weiteren Plätze sicherten sich ebenfalls Lederkerle aus den USA: Platz zwei belegte Lance Holman aus San Francisco, Dritter wurde Jake Andrew Duke, der Mr. Texas Leather.

Die Kandidaten mussten wie bei vergleichbaren Wettbewerben eine Reihe von Aufgaben erfüllen, die Titel wie "Pecs & Personality" (Brustmuskeln und Persönlichkeit) oder "Leather Image" trugen. Dabei erklärten die Veranstalter aber vom Beginn an, dass sie die Veranstaltung nicht als "Schönheitswettbewerb" ansehen; vielmehr soll ein zuverlässiger Vertreter für die Community gefunden werden, der auch für Toleranz wirbt und die Lederkerle bei über 300 Auftritten weltweit repräsentieren soll.

Youtube | Die Preisverleihung in Chicago

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Bareback-Verbot

Erstmals gab es beim zu dem dreitägigen Event gehörenden Leather Mart ein Barebackverbot. Die insgesamt 110 Aussteller, die hauptäschlich Fetischkleidung anboten, mussten sich im Vorfeld dazu verpflichtet, auf "jegliches Marketing, das für ungeschützten Sex wirbt", zu verzichten. "Das hat insgesamt drei unserer Aussteller betroffen, aber die meisten unterstützten die Maßnahme", erklärte IMF-Veranstalter RJ Chaffin. "Wir können ja nicht die ganze Zeit sagen, wie wichtig Safer Sex ist, und dann in unserem Markt Bareback-Videos verkaufen."

Der International Mr. Leather wird seit 1979 jährlich in Chicago gewählt. Dieses Jahr hat das Event der städtischen Wirtschaft nach Information der Veranstalter mehr als 14 Millionen Dollar zusätzliche Einnahmen eingebracht. Die meisten Kandidaten kommen Jahr für Jahr aus den USA. Insgesamt gewannen die Amerikaner den Wettbewerb 25 Mal, nur 1987 und 2001 konnte die Krone nach Deutschland geholt werden. (dk)

-w-

#1 KameliendameEhemaliges Profil
  • 01.06.2010, 12:53h
  • Glückwunsch dem Gewinner!
    Ob es in Deutschland möglich wäre das ein transexueller Mensch im Rollstuhl einen derartigen Wettbewerb gewinnt?
    Ich hab da so meine Zweifel...
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#2 predigerAnonym
  • 01.06.2010, 13:02h
  • super sache. dass er die wahl gewonnen hat, ist für mich ein hoffnungsvolles zeichen für die amerikanische lederszene. ich finde es klasse, dass damit ein mann den titel trägt, der schon als person zum prüfstein der toleranz wird.

    schade, dass wir in europa vermutlich nicht so besonders viel von seiner amtszeit mitbekommen werden, aber vielleicht taucht er ja z.b. bei folsom europe auf. ich fände es spannend, von seinen erfahrungen zu hören!
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#3 HandoAnonym
  • 01.06.2010, 16:38h
  • Was Bareback und sicheren Sex betrifft, sind die Amis mal wieder Vorbild. In Berlin ist es ja inzwischen so weit, dass jemand, der ein Kondom benutzen will, sich als Touri outet...
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