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  • 10. Juni 2010 17 2 Min.

Kiffen macht rattig - wenn Grundgefühl und Umgebung stimmen

Manche Schwule nehmen - außer einem Partner - einen Joint mit ins Bett. Cannabis kann die sexuelle Lust steigern, aber auch unangenehme Erinnerungen an frühere Dates hervorrufen.

Von Carsten Weidemann

Seit über 8.000 Jahren wird Cannabis in verschiedenen Kulturen als Aphrodisiakum genutzt. Aus den getrockneten Blättern und Blüten der Cannabis-Pflanze wird das Marihuana ("Gras") gewonnen, während aus dem Harz der weiblichen Pflanze das Haschisch hergestellt wird. Über die luststeigernde Wirkung eines Joints wurden sogar schon Bücher geschrieben.

Der Grund: Sowohl Marihuana als auch Haschisch enthalten die psychoaktiv wirksame Substanz Tetrahydrocannabinol (THC). Diese ist für das alberne Gekicher verantwortlich, das man von bekifften Leuten kennt. THC wirkt sowohl entspannend und beruhigend und macht gleichzeitig euphorisch (zumindest bei einigen Leuten, bei anderen sorgt Kiffen schlicht für Kopfschmerzen). Oft werden die positiven Sinneseindrücke verstärkt, es verändern sich die Wahrnehmungen von Farben und Klängen wie auch das Zeitempfinden.


In deutschen Schlafzimmern offiziell verboten: Hanfplanze

Stimmen Grundgefühl und Umgebung, erhöht diese Steigerung der sinnlichen Empfindungen auch die sexuelle Lust. Vor allem Paare fallen nach dem Kiffen wie in einem Rausch übereinander her und haben Sex wie in den ersten Monaten ihres Verliebtseins. Sie vergessen Zeit und Raum und lassen sich komplett auf den Augenblick und ihre Lustgefühle ein. Berührungen werden viel intensiver wahrgenommen, manche sehen sogar Lichter, wenn sie die Augen schließen. Dieser Rauscheffekt kann beim ersten Erleben beängstigend erscheinen.

Cannabis ist in diesem Sinne eine öffnende und anregende Substanz, aber kein Aphrodisiakum im engeren Sinne, das zu einer direkten Erregung führt. Wer beim Kiffen wie eine Schildkröte auf dem Rücken liegt und auf einen Ständer wartet, wird dagegen enttäuscht werden. Die Liaison von Hanf und Lust wirkt sich nicht primär nicht zwischen den Beinen, sondern im Bewusstsein aus.

Wie bei allen psychedelisch wirkenden Substanzen kann ein Joint jedoch nicht nur angenehme Empfindungen verstärken, sondern auch Angstgefühle oder unangenehme Erinnerungen an frühere Sexerlebnisse hervorrufen.

Bedenken muss man auch: Der Besitz, nicht jedoch der Konsum, von Cannabis ist in Deutschland strafbar. Zudem besteht die Gefahr der psychischen Abhängigkeit. Manche schwulen Paare sind nur noch in der Lage, guten Sex zu haben, wenn Cannabis im Spiel ist.

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-w-

#1 EnyyoAnonym
  • 10.06.2010, 14:13h
  • "Vor allem Paare fallen nach dem Kiffen wie in einem Rausch übereinander her "

    ... heisst das, man kann sich den Alten schön kiffen, anstatt ihn schön saufen zu müssen?
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#2 schwulenaktivist
  • 10.06.2010, 17:08h
  • Wer sich von der Heterosexualität gelöst hat, sollte sich nicht in neue Abhängigkeiten begeben (müssen)! Aber heute macht wohl eher das Risiko unkontrollierter Handlungen im Bett, als der Sex überhaupt geil!
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#3 Nashville PussyAnonym
  • 10.06.2010, 17:47h
  • Antwort auf #2 von schwulenaktivist
  • Tütchen rauchen muss doch nicht zwangsweise in Unkontrolliertheit enden. Ich rauch gerne eins und nicht unbedingt um geil zu werden, da reicht mir schon der richtige Typ für ^^

    Kontrollverlust entsteht doch viel mehr durch Alkohol und diverse chemische Substanzen, sog "Partydrogen"

    Rauchen hat für mich auch eher was mit Kultur zu tun als Saufen. Das sieht man schon an den Folgen für das Umfeld.

    Ich wills auch nicht propagieren, wers nicht mag solls einfach sein lassen. Aber ewig dieses bigotte Gerede von Cannabis als gefährliche Droge, während man über all harten Alkohol für viel weniger Geld und mit viel verheerender Wirkung kaufen kann, finde ich völlig verlogen.

    Noch sind Nikotin und Alkohol die grössten Einstiegsdrogen, denn an diese gelangt man als Erstes und wird ja auch von der Gesellschaft schön vorgelebt.

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