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Der Märchenonkel-Blick trügt: Bryan Fischer gehört zu den radikalsten Homohassern der amerikanischen Rechten.

Wenn Schwule in Amerika kopulieren, ist das eine Form von "Inlandsterrorismus". Das behauptet die einflussreiche American Family Organisation.

AFA-Chefanalytiker Bryan Fischer hat auf der Website der christlich-konservativen Lobbygruppe als "Beweis" für diese These auf einen englischen Boulevardzeitungsartikel hingewiesen: Die "Sun" hatte berichtet, dass die Taliban mit HIV-infizierte "schmutzige Nadeln" in ihre Bomben einbauen würden - und dadurch britische Truppen dem Virus aussetzten. Die Zeitung beruft sich bei dieser albernen Geschichte auf Patrick Mercer, einen konservativen Unterhausabgeordneten, der diesen "schmutzigen Krieg" der Taliban "aufgedeckt" habe. Weitere Quellen oder Beweise für die Behauptungen werden nicht genannt.

Für Bryan Fischer ein gefundenes Fressen: "Wenn wir diese Geschichte im Zusammenhang sehen, kann man nur eine Schlussfolgerung ziehen: dass Homo-Sex eine Form von Inlandsterrorismus ist", erklärte der Eiferer. "Jedes Mal, wenn ein HIV-infizierter Mann Sex mit einem anderen Mann hat, rammt er ihm praktisch eine infizierte Heroinnadel in den Arm. Er gibt eine potenzielle Todesstrafe weiter."

Fischer: Schwule übernehmen Taliban-Aufgaben

Aus diesem Grund müsse verhindert werden, dass offen schwule Soldaten in der Armee dienen dürfen: "Wenn offen Homosexuelle ins US-Militär dürfen, werden die Taliban keine schmutzigen Nadeln mehr brauchen, um unsere Soldaten mit HIV zu infizieren. Unsere eigenen Soldaten werden das erledigen", ist sich Fischer sicher - obwohl die USA die einzige der großen sieben großen NATO-Staaten mit über 2.000 Soldaten in Afghanistan ist, die offen lebenden Schwulen und Lesben den Kampfeinsatz verbietet.

Die AFA ist eine als gemeinnützig eingestufte Organisation, die als ihr Ziel die "Verteidigung der christlichen Werte" angibt. Als Hauptthemen haben sich die Aktivisten den Kampf gegen Abtreibung, Pornografie und Homosexualität auf die Fahnen geschrieben. Dabei übt die 150.000 Mitglieder zählende Gruppe einen großen Einfluss auf die öffentliche Debatte aus: Sie betreibt knapp 200 Radiostationen in den USA und wird von den drei landesweiten Nachrichtensendern oft bei "moralischen Themen" zitiert.

In der Vergangenheit ist Fischer wiederholt durch seine kruden Thesen aufgefallen. So forderte er die Todesstrafe für "sexuelle Unsittlichkeit". Vergangenen Monat hat er in seiner Radiosendung behauptet, Hitler (der auch homosexuell war) habe Schwule für schmutzige Jobs angeheuert, da dieser Menschenschlag unzivilisierter und brutaler sei als heterosexuelle Männer (queer.de berichtete). (dk)

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#1 FloAnonym
  • 11.06.2010, 14:08h
  • Irgendwo müssen diese dummen Menschen ja ihre Verschwörungstheorien los werden.

    Schlimm ist nur, dass die soviel Macht haben und es genug andere Deppen gibt, die denen glauben.
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#2 Wahn & WahrheitAnonym
  • 11.06.2010, 14:44h
  • 'n

    Die Zeitung beruft sich bei dieser albernen Geschichte auf Patrick Mercer, einen konservativen Unterhausabgeordneten, der diesen "schmutzigen Krieg" der Taliban "aufgedeckt" habe.

    'rheit

    Russland entdeckt in USA
    Bosse afghanischer Drogenschmuggler

    de.rian.ru/world/20100610/126659753.html
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#3 stromboli