https://queer.de/?12303
- 11. Juni 2010 1 Min.

Premierministerin Jóhanna Sigurðardóttir
Ohne Gegenstimmen haben die Abgeordneten des Althing am Freitag für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben votiert.
49 der 63 Abgeordneten nahmen an der Abstimmung teil und ergänzten die gesetzliche Definition der Ehe um die Worte "Mann und Mann" sowie "Frau und Frau". Präsident Ólafur Ragnar Grímsson muss das Gesetz noch unterschreiben, seine Zustimmung gilt als sicher. Eine große Mehrheit der isländischen Bevölkerung unterstützt die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht.
Nach dem Gesetz dürfen gleichgeschlechtliche Paare den Bund fürs Leben auch in der lutherischen Staatskirche schließen. Allerdings steht es den Pfarrern frei, ob sie Schwule und Lesben vermählen wollen.
Island ist das neunte Land, das die Ehe öffnet - und das siebte in Europa. Erstmals wurde eine solche Gesetzesänderung unter einer offen homosexuellen Regierungschefin durchgeführt. Jóhanna Sigurðardóttir wurde im vergangenen Jahr zur isländischen Premierministerin gewählt (queer.de berichtete).
Das nur 320.000 Einwohner zählende Land zählt zu den Vorreitern in Sachen Homo-Rechte. Homosexualität wurde bereits 1940 legalisiert. Seit 1996 gibt es eingetragene Partnerschaften. (dk)















Herzlichen Glückwunsch Island!
Es werden immer mehr Staaten, die in der Moderne ankommen und Vernunft statt Hass regieren lassen.
Aber gleichzeitig gerät Deutschland unter der schwarz-gelben Lachnummer immer mehr ins Hintertreffen. Und das nicht nur bei Homorechten, sondern auch in allen anderen Bereichen...