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  • 16. Juni 2010 31 2 Min.

Mr. Thompson erwartet heterosexuelle Werbefiguren - zumindest in den christlichen USA

Der Geschäftsführer von McDonald's hat es abgelehnt, in den USA Werbung mit schwulen Themen zu machen, da dies nicht der (christlichen) Firmenphilosophie entspreche.

In Frankreich war zuvor ein Werbefilm für die Fastfoodkette ausgestrahlt worden, der einen jungen Schwulen bei einer Mahlzeit mit seinem Vater in dem amerikanischen Schnellrestaurant zeigt. "Diese Werbung wird in den Vereinigten Staaten nicht gezeigt werden", erklärte nun Donald Thompson, Präsident und Geschäftsführer des Konzerns gegenüber der "Chicago Tribune".

Thompson erklärte, dass sich seine Firma an verschiedene Teile der Welt anpasse: "Ich habe immer gesagt, dass ich Christ bin. Meinen Glauben zwinge ich aber niemandem auf. Ich war in Ländern, in denen die Mehrheit der Bevölkerung an nichts glaubt oder atheistisch eingestellt ist. Oder die Mehrheit sind Muslime", so Thompson. Er könne nicht entscheiden, was falsch und richtig sei. "Aber es gibt doch eine Firmenphilosophie, für die wir einstehen, und die Welt bewegt sich ja immer weiter aufeinander zu". Zu dieser weltweiten Philosophie gehört allerdings offenbar nicht die positive Darstellung von Schwulen.

Youtube | Der französiche Werbespot

Keine negativen Reaktionen in Frankreich


Noch lächelt Ronald...

Im weniger christlichen Frankreich ist der Spot dennoch gut gelaufen, freut sich Thompson: "Es ist interessant, dass dort nichts Negatives gesagt wurde", erklärte er, schränkte aber sogleich ein: "Wir müssen aber versuchen zu verstehen, welche Auswirkungen eine Aktion auf einen anderen Teil der Welt hat."

Damit spielte er offenbar auf die Kritik von amerikanischen Homo-Gegnern am Werbespot an. So beklagte die American Decency Association, dass der Konzern "das gottlose Verhalten einzelner" unterstütze. Fox-News-Starkommentator Bill O'Reilly erklärte irritiert, dass die Werbung "ein politisches Statement" sei, mit dem Burger verkauft werden sollten. O'Reilly fragte McDonald's daraufhin, ob der Konzern auch einen Werbespot für die Terrorgruppe Al Kaida produzieren wolle.

Aber auch unter Homo-Gruppen ist man sauer auf McDonald's: Die amerikanische schwul-lesbische Handelskammer hat bereits Anfang Juni die Beziehungen zu McDonald's USA eingestellt, weil dem Konzern die Belange von Schwulen und Lesben egal sei. So würden etwa wichtige Diversity-Programme nicht umgesetzt. Vor wenigen Jahren hatte der Konzern noch CSDs und andere schwul-lesbische Festivals unterstützt, gab aber nach einem Boykott der christlich-konservativen American Family Association die homofreundliche Haltung auf (queer.de berichtete).

McDonald's ist mit einem Umsatz von rund 23 Milliarden Dollar und über 31.000 Restaurants das größte Systemgastronie-Unternehmen der Welt. (dk)

-w-

#1 HandoAnonym
  • 16.06.2010, 16:19h
  • Die Schwulenfeindschaft von McDonald's hat eine gewisse Tradition. So hat die Witwe des Firmengründers der evangelikalen Heilsarmee ein Vermögen von 1 Milliarde Dollar hinterlassen, die größte jemals erfolgte Spende. Die Heilsarmee, die extrem homophob ist, geht im Weißen Haus ein und aus. Die Sekte hat damit die finanziellen Möglichkeiten, massiv Lobbyarbeit zu betreiben.
    Es kommt hinzu, dass die Zukunft von McDonald's vor allem in den wirtschaftlich aufstrebenden moslemischen Lädern Afrikas und Asiens liegt, wo eine zu große Homofreundlichkeit zum Kaufboykott führen könnte. Und der Geschäftsführer bleibt nur solange Geschäftsführer wie seine Umsätze weltweit steigen....
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#2 schwulenaktivist
  • 16.06.2010, 16:25h
  • Sind Schwule und Lesben eigentlich auf McD angewiesen??
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#3 FranziAnonym
  • 16.06.2010, 16:26h
  • Gut das es ja noch BURGER-KING gibt :-) Die Hamburger und Pommes sind dort eh viiiiiel leckerer und knuspriger !! :-)
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