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- 17. Juni 2010 2 Min.

Die Katholiken sind nicht so keusch und schwulenfeindlich, wie es die Kirchenspitze gerne hätte.
Nur einer von sechs Katholiken in Deutschland unterstützt die ablehnende Haltung seiner Kirche gegenüber Schwulen und Lesben.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Institus für Demoskopie in Allensbach. Demnach sind nur 17 Prozent zufrieden mit der Homo-Politik des Vatikans. Noch weniger Zustimmung äußern die Katholiken bei den Themen Sexualität und Zölibat (je 13 Prozent) sowie der Empfängnisverhütung (9 Prozent). Auch mit der eingeschränkten Rolle der Frau in der Kirche sind lediglich 19 Prozent einverstanden.
"Vorschriften, die die persönliche Lebensführung betreffen, sind nicht erwünscht", kommentiert Rüdiger Schulz vom Allensbach-Institut die Ergebnisse. Populär ist dagegen das Engagement der Kirche für die Schwachen der Gesellschaft: 86 Prozent unterstützen die karikative Arbeit, 77 Prozent das Engagement für den Frieden und 68 Prozent den Einsatz für Menschenrechte.
70 Prozent der westdeutschen und 81 Prozent der (wenigen) ostdeutschen Katholiken bezeichnen sich der Studie zufolge als religiös. "Kirchennah" sind aber nur 37 Prozent der Befragten. Eine "Renaissance des Religiösen" konnte das Alensbach-Institut nicht feststellen, so Schulz. Auch ein Ende der Kirchenaustritte sei nicht abzusehen.
Die Studie wurde von einer kircheneigenen GmbH in Auftrag gegeben. Im November 2009 - noch bevor das Ausmaß des Missbrauchsskandals bekannt war - wurden insgesamt 2.000 Katholiken über 16 Jahre befragt.
In den letzten Monaten haben katholische Würdenträger immer wieder gegen Homo-Rechte protestiert. So bezeichnete etwa Papst Benedikt XVI. die Homo-Ehe als eine von "heimtückischen und gefährlichen Herausforderungen", der sich die Katholiken entgegenstellen müssen (queer.de berichtete). Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck behauptete bei "Anne Will" sogar, Homosexualität widerspreche der Natur (queer.de berichtete). (dk)















Meiner Meinung nach ist es unmenschlich und auch auch unchristlich, Menschen zu verachten und zu diskriminieren, nur weil sie lieben...