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  • 21. Juni 2010 16 2 Min.

Harald Fassanelli verbirgt in diesem Bild sein Gebiss... (Bild: RTL II)

Noch ein Skandal beim Hauptstadt-CSD: Der HIV-positive "Big Brother"-Teilnehmer Harald Fassanelli soll mehrere Menschen gebissen haben. Während ihm die Polizei vorwirft, grundlos gehandelt zu haben, beruft sich Fassanelli auf Notwehr.

Der 43-jährige war am Samstag auf einem Paradewagen beim CSD unterwegs. Während der Fahrt soll er sich mit einem 36-Jährigen gestritten haben, dem er dann ohne Vorwarnung in den Oberarm gebissen haben soll. Bei der darauf folgenden Rangelei soll er noch weitere "sechs bis acht Personen verletzt haben". Er wurde umgehend von Polizisten verhaftet und nach der Aufnahme der Personalien wieder entlassen. Gegen den "Big Brother"-Star läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körper­ver­letzung.

Fassanelli selbst beschreibt die Tat anders: "Ich wurde von hinten gewürgt und habe keine Luft mehr bekommen", erklärte er gegenüber queer.de. Darum habe er in Panik reagiert: "In dem Moment habe ich nicht an HIV gedacht", beteuert Fassanelli. "Ich wäre ja niemals zum CSD gegangen, um jemanden zu beißen". Der Auseinandersetzung war ein Streit mit dem Verantwortlichen des Wagens vorausgegangen, auf dem Fassanelli gefeiert hat. Er habe aber nicht gesehen, wer ihn von hinten angegriffen hat. Bei dem Streit wurde er so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Unter anderem sei ihm mit dem Fuß ins Gesicht getreten worden.

Keine HIV-Übertragunsgefahr


Harald und sein Lebenspartner Carlos beim Fotoshooting für "Big Brother" (Bild: RTL II)

Die HIV-Übertragungsgefahr bei einem Biss ist extrem gering, selbst wenn der das Opfer blutet. Bei diesem Fall am Samstag gab es aber nur äußerliche Wunden. Damit ist eine Übertragung ausgeschlossen. Die Bissopfer wurden nach Angaben der Polizei auch nicht behandelt.

Am Montag haben allerdings mehrere Boulevardzeitungen die Übertragungsweise von HIV irreführend dargestellt. "Bild" schrieb etwa: "Der Big-Brother-Star biss wild um sich. Schlimmer noch: Er ist HIV-positiv". Die "B.Z." druckte sogar in großen Lettern auf ihre Titelseite: "Der Amok-Beißer vom CSD".

Harald Fassanelli wurde erstmals deutschlandweit bekannt, als sein eingetragener Lebenspartner Carlos 2008 an der RTL-Castingshow "Das Supertalent" teilnahm. Das Paar berichtete offen über seine Beziehung und das Leben mit HIV. Anfang diesen Jahres zogen beide in den "Big Brother"-Container. Harald wurde jedoch nach einem Monat von den Zuschauern herausgewählt (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 HannibaalAnonym
  • 21.06.2010, 16:52h
  • Sorry, bei allem was Recht ist .... Der Typ geht einfach gar nicht !
    ...und diese ewige Pressegeilheit nervt ohne ENDE !
    Haben die Herren Fassanelli ein Aufmerksamkeit Defizit ?
    Die haben uns Schwulen und vor allem HIV positiven Menschen nun schon genug geschadet durch Ihr dummes Auftreten im TV und nun auch noch so ne Schlagzeile ....
    GANZ TOLL JUNX !
    meine Empfehlung ....zieht zurück nach Wessiland und haltet Eure Gesichter aus der Presse ....Das würde uns allen gut tun !!!
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#2 Lars3110
  • 21.06.2010, 17:03h
  • Also, wieviele hat er denn gebissen?

    BILD schreibt 8.
    Tagesspiegel schreibt 2
    queer.de sagt 6

    Wenn sowas schon hier thematisiert wird, will ich auch die richtige Zahl wissen :-)

    Interessiert jemanden, wie oft ich am Samstag pinkeln war? :-)
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#3 eMANcipation*Anonym
  • 21.06.2010, 17:04h
  • Bezeichnend und erschreckend, wie verantwortungslose, effekthaschende Boulevard-Medien in Zeiten zunehmender Schwulenfeindlichkeit wieder einmal das dümmste Stereotyp des bösartigen, wild um sich beißenden, andere in Gefahr bringenden HIV-Positiven UND Schwulen bedienen.
    Entspricht in etwa dem Stereotyp des homohassenden, gewalttätigen bis terroristischen Moslem, das von Teilen unserer Community ja auch gern bedient wird.

    Indem die allgemein unter Jugendlichen massiv zunehmende Homophobie und sexuelle Unfreiheit gerade unter jungen Männern zum "Migrantenproblem" (v)erklärt und damit freilich in keiner Weise jemals gelöst wird. Ganz im Gegenteil!

    Höchste Zeit, gemeinsam etwas daran zu ändern - siehe auch J. Butler!
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