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  • 24. Juni 2010 19 2 Min.

Volker Beck bei einer Rede im Bundestag

Im vom Bundeskabinett am Mittwoch gebilligten Jahressteuergesetz sind ein paar Verbesserungen für Homo-Paare enthalten - die Gleichstellung ist aber noch lange nicht erreicht, kritisieren die Grünen.

Wie bereits im Mai angekündigt, hat die Bundes­regierung die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern mit Eheleuten im Grunderwerb- und Erbschaftssteuerrecht beschlossen. Allerdings kritisieren die Grünen, dass Schwarz-Gelb weiterhin "in zentralen Punkten" an Ungleichbehandlungen festhalten, insbesondere bei der Einkommensteuer: "Die Bundes­regierung bricht ein weiteres Versprechen gegenüber Schwulen und Lesben", erklärte der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck. "Die Einkommensteuer bleibt ausgespart. Obwohl Schwarz-Gelb die Gleichstellung in ihrem Koalitionsvertrag versprochen hat, will die Koalition eingetragene Lebenspartner bei der Einkommensteuer weiterhin wie Fremde behandeln. Dabei ist dies die größte bestehende Ungerechtigkeit, bei der Lesben und Schwule massiv benachteiligt werden". Die beschlossenen Gleichstellungen seien zwar richtig, aber lediglich "ein Placebo zur Beruhigung der FDP-Klientel".

In der Einkommensteuer erhalten heterosexuelle Paare alljährlich eine Subvention von mehr als 20 Milliarden Euro durch das "Ehe­gatten­splitting", das insbesondere hohe Einkommensunterschiede zwischen Ehepartnern belohnt. Dabei ist egal, ob in der Familie Kinder leben oder nicht. Wichtig ist lediglich die sexuelle Orientierung der Steuerzahler.

Schwarz-Gelb hat im Koalitionsvertrag 2009 die Gleichstellung versprochen, nachdem das Bundesverfassungsgericht kurz zuvor grundlose rechtliche Benachteiligungen aufgrund der sexuellen Orientierung untersagt hatte (queer.de berichtete). Der FDP-Abgeordnete Michael Kauch hat daraufhin angekündigt, die Gleichstellung werde "Schritt für Schritt" erfolgen. Einen Zeitpunkt für die Umsetzung nannte die Bundesregierung aber bislang nicht. (dk)

-w-

#1 TimonAnonym
  • 24.06.2010, 14:33h
  • Naja, dass wir von Schwarz-Gelb nichts zu erwarten haben, weiß doch jeder.
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#2 Linu86
  • 24.06.2010, 16:35hAachen
  • Ich hab keinen Bock mehr auf diese Kacknachrichten und diese "Politik der Trippelschritte". Egal ob noch 100 oder nur noch ein einziges Rechte fehlen, dahinter steckt immer der gleiche Gedanke: Uns zu zeigen, dass wir eben NICHT "gleich" sind. Unsere Beziehungen sind nunmal nicht die "gleichen", sondern minderwertiger Natur, wobei man den zweiten Teil nicht explizit ausspricht um keine "Waehler der Mitte" zu verschrecken. Die Ehe von Frau Merkel ist auch nicht "die gleiche" wie die von Frau von der Leyen, aber das haelt anscheinend niemand fuer erwahnenswert. Mir waere lieber, die CDU wuerde offen zu ihrer Haltung stehen: "Homosexualitaet ist Schuddelkram". Stattdessen dieses Getue:"Hilfe, schuetzt die Kinder! Es geht um die Kinder!" BULLSHIT! Wenn es wirklich um die Kinder ginge, wieso bekommen dann kinderlose heterosexuelle Paare volle Steuervorteile (Hallo Frau Merkel!), waehrend ein gleichgeschlechtliches Paar mit Kindern leer ausgeht. Wo ist da auf einmal das Kindeswohl?!? Wenn ich Politiker waere wurde ich Ihnen diese Heuchelei staendig unter die Nase reiben. Allein dieses dreiste Gesetz zur "gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft". Steriler gings wohl nicht, der Begriff "Autoversicherung" war leider schon an die Autos vergeben. Und SPD und FDP glauben, eine vollstaendige Gleichstellung Von Ehe und dem "Dingsdainstitut" seien das Endziel. Die glauben wohl auch, getrennte Trinkbrunnen fuer Afroamerikaner waeren "gleiches Recht" ("Kommt doch genauso viel Wasser aus euren Brunnen!") Aber leider sind die Gruenen auch viel zu unfaehig um die CDU mit harten Fakten zu konfrontieren (z.B. die zig vorliegenden Studien zum Wohl von Adoptivkindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften). Ich bewundere zwar das Engagement des Herrn Beck, aber auch er redet leider zu viel um den heissen Brei herum. Wenn er nach vorn ans Pult geht kann er einem Herrn Kauder vermutlich nicht mehr als ein muedes Laecheln und innerliche Schadenfreude entlocken (*aetschibaetsch*). Statt mit Vorwuerfen ("sie haben es doch versprochen..."), sollte er sie lieber mit ihren eigenen widerspruechlichen Aussagen konfrontieren. Eine Frau Kristina Schroeder glaubt vermutlich sogar, sie stehe fuer Homorechte, nur weil sie den Vergleich "Homos=Paedos" ablehnt und bisher erreichtes mit der CDU "nicht rueckgaengig" machen will. Da muss ne klare Ansage kommen: "Nein, Frau Schroeder, solange Sie ihre Meinung nicht aendern stehen sie nicht auf unserer Seite!" Und diese Tante faehrt sogar aufm CSD mit, wer kommt als naechstes: Milli Goerues?? Wahrscheinlich dachte sie das sei ne Partyveranstaltung, oder fuer welche Rechte hat sie da sonst protestiert?! Eine Farce! Wobei ich leider zugeben muss, dass der CSD wirklich immer mehr zur Partymeile verkommt. Kein Protest mehr, nur noch Party. Und was bei den Medien haengen bleibt sind die schrillen Kostueme, keine Inhalte. Wie waers denn mal mit einer richtigen "Demo", ohne Verkleidung und Lederklamotten, stattdessen mit Transparenten, Podiumsreden, und klaren Forderungen? So wie in den USA, als tausende nach dem Beschluss des "Prop. 8" auf die Strasse gingen, unter lautstarkem Protest und mit unbaendiger Wut im Bauch?? Wo ist beim CSD die Wut?!
    So, ich fange an abzuweichen, aber das lag mir alles iwie grad auf der Seele...
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#3 InsiderAnonym
  • 24.06.2010, 17:37h
  • Mein Gott, Volker. Du bist so peinlich! Anstatt die positive Entwicklung zu loben, haust Du aus purem Populismus einfach mal drauf. Sei doch froh, dass sich die Liberalen auch für Dich stark machen. Mehr durchgesetzt als die SPD hat die kleine FDP schon längst!
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