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Kommentare zu:
Das Ehe-Verbot für Schwule ist rechtens


#21 Timm JohannesAnonym
  • 24.06.2010, 21:41h
  • Das Urteil ist sehr bedauerlich...

    Es muss also weiterhin in JEDEM einzelnen EU-Land die Eheöffnung erkämpft werden....da brauchen die Schwulen und Lesben in Europa noch einen langen Atem, bis dies dann irgendwann auch in Bulgarien oder Litauen durchgesetzt ist. Gerade in Osteuropa sieht es da echt noch finster aus.
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#22 iceman927Profil
  • 24.06.2010, 21:42hBerlin
  • Reicht es denn nicht, die völlige Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft ggü. der Ehe zu erreichen?

    In jedem 2ten Fall endet doch das Modell der Heteros vor dem Richter, satt dass die Tod sie scheidet...

    Die Anerkennung des Systems, welches die gleichgeschlechtlich Liebenden und Lebenden ablehnt, verdammt, in die Hölle beschwört, insbesondere der Herrscher des Vatikans, der einst Kommandat des Todessterns war/ist, wird man auch mit dem Urteil nicht kriegen.

    Im Beitrag "Berlin beschließt Programm gegen Homophobie" wurden leidenschaftliche Plädoyers über
    "Ich bin stolz darauf, daß ich schwul bin und das ist auch gut so!",
    "Der Zwang zum faschistoiden Religionsunterricht bleibt ihnen nach dem Scheitern von "Pro Reli" glücklicherweise erspart." (#13)
    "schwule Identität"

    gehalten. Also soll die Exegese der Bibel nun über Gesetz und Gericht erfolgen statt innerer Bewegungen und echter Toleranz?

    Im Grunde hieße das auch, der Begriff der homosexuellen Ehe wird auf alle Religionen übertragen - inkl. Muslime und Juden.

    Anstatt mal etwas Eigenes, Neues, Gleichwertiges zu schaffen?

    Demokratie, Pluralismus, gewisses nachvollziehbares, änderbares Recht sowie erlaubte, angesehende homsexuelle Verbindungen (nicht perfekt) sind Errungenschaften der Antike (Griechenland, Rom) - dafür ein ineffizienteres, intoleranteres System stützen?

    Lieber sollte man die Privilegien der kinderlosen Ehe abschaffen und sie für Familien stärken und diese für alle öffnen.

    So muss man nicht lügen, warum Schwule keine Kinder adoptieren dürfen (gefährend), aber diese später Schwule zu achten haben.
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#23 TimmometerProfil
  • 24.06.2010, 21:57hNordeifel
  • "Da erst sieben der 47 Mitgliedsstaaten die gleichgeschlechtliche Ehe eingeführt haben..."

    Es sind wohl 27 statt 47, oder?

    Dennoch war ich über das Verhältnis 3:4 überrascht. Hätte leider gedacht, dass es noch schlechter ausfällt. Hätte doch nur einer mehr für das Paar abgestimmt...

    Aber wie jemand schon sagte. Was hatten die für einen Anwalt? Die Nachteile darzulegen, ist doch die Pflicht dieses Anwaltes gewesen.

    Oder hat das Queer.de falsch berichtet?
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#24 felix bAnonym
  • 24.06.2010, 22:53h
  • auch wenn dieses urteil natürlich sehr bedauerlich ist, zeigt es doch überduetlich, dass wir noch lange nicht bei einer wirklichen gleichstellung angekommen sind.
    bei gleichbleibend hohen scheidungsraten zwischen 30 und 40 % sollte jedoch auch die tradierte institution der hetero-ehe mal unter die lupe genommen werden. was an einer kinderlosen "ehe" schützenswert sein soll, ist mir sowieso nicht ganz klar.
    ich glaube, dass die gesellschaft mit ihren mittlerweile sehr bunten lebens- und liebensformen den gesetzgebern eh weit voraus ist - die gesetzgebeung hinkt da immer nur den liebenden hinterher und versucht krampfhaft, an überkommenen und de facto nicht mehr zeitgemäßen formen festzuhalten. das ist krank und stinkt ziemlich vermodert...
    dann hatte frau butler hatte wohl auf dem csd doch nicht so ganz unrecht, als sie das "unpolitische" der csd's anprangerte?
    der kampf gegen die diskriminierung ist offensichtlich noch lange nicht vorbei und es bleibt nur zu hoffen, dass dieses urteil nicht im medialen blätterrauschen untergeht, sondern vermehrt klagen vor den eu-gerichten nach sich zieht.
    der kampf geht weiter!
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#25 stephan
  • 24.06.2010, 23:13h
  • Antwort auf #23 von Timmometer
  • Es sind tatsächlich 47 Staaten. Offensichtlich verwechselst Du das mit der EU, aber schon die Tatsache, dass einer der Richter aus Russland, ein anderer aus der Schweiz kam, sollte Dich stutzen lassen ...

    Ich finde es sehr bedauerlich, dass uns die Einführung der Ehe-Light nun so auf die Füße fällt. Wahrscheinlich hätte man nie halbe Rechte akzeptieren dürfen!

    Ich habe die Urteilsbegründung noch nicht gelesen, aber es klingt doch ganz danach, als sollten sich diejenigen, die sich nicht der Mehrheit fügen und eine 'ordentliche Ehe' führen, dann auch mit weniger Rechten zufrieden geben. Begründung: Die Ehe zwischen Mann und Frau bleibt - wegen der tiefsitzenden sozialen und kulturellen Bedeutung dieser Verbindung - doch das einzig Wahre. Und wer sich jetzt noch diskriminiert fühlt, hat eben Pech gehabt ... Toller Diskriminierungsschutz!
    Vielleicht sollten wir manchen Juristen einmal ein paar Rechte absprechen, nur damit sie begreifen, wie sich das anfühlt!
    Ja genau: Wer nur Jurist und nicht wie im MA auch Kirchenrechtler ist, ist ab sofort für juristische Ämter nicht mehr zugelassen. Das hatte ja auch einmal eine tiefsitzende soziale und kulturelle Bedeutung und außerdem gibt es ja genügend Hilfsjobs beim Akten abstauben.

    Fühlt sich da jemand diskriminiert? Aber nicht doch! Denkt an die tiefsitzende soziale und kulturelle Bedeutung!

    Auch für dunkelhäutige Menschen, Frauen, Behinderte, Blonde, Juden und jede andere Minderheit wird den Juristen schon eine gute Begründung einfallen, weshalb es keine Diskriminierung ist, wenn sie qua Gericht auf 'halbe Rechte' gesetzt werden! ... Ach, bei denen trauen sie sich das nicht!?!
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#26 MichaelAS
  • 25.06.2010, 05:44h
  • Soviel zum Thema "Menschenrechte". Sicher würden die selben Richter auch tolerieren, das sich reiche Westeuropäer in Russland Kinder kaufen, das Menschen aus Nordafrika als so genannte "Illegale" unter unmenschlichen Bedingungen auf den Tomatenplantagen in Spanien schuften.

    Aber sicher bleibt das so, denn man muss ja von vornherein bestimmte "Rassen" und "Gruppen" ausschließen und am besten noch gegeneinander ausspielen.
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#27 alexander
#28 ninjatoon72Profil
  • 25.06.2010, 12:11hOldenburg
  • Ich würde mir wünschen, dass man die Ehe nach christlichen Normen im allgemeinen abschafft, schließlich sind wir ja kein Gottesstaat und ein Staat sollte nicht manchen Menschen Vorteile verschaffen aufgrund von Aberglaube.

    Vielmehr würde ich mir wünschen, dass man die "Eingetragene Lebenspartnerschaft" weiter ausbaut und eben auch für Heteros öffnet. Auf diese weise würde die Kirche auch wieder ein bisschen Macht verlieren. Und irgendwann hätten wir dann eine Gesellschaft, wo sich zwei Menschen dazu bekennen für einander da zu sein mit allen Rechten und Pflichten. Aber so lange sich manche Menschen ihre Verklemptheit noch hinter Moral verstecken können, wird es wohl eine sehr, sehr lange Reise.
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#29 EduardProfil
#30 FloAnonym
  • 25.06.2010, 14:37h
  • Tja, ein Gericht würde wohl kaum sowas machen, was soviele Mitgliedsländer vor den Kopf stoßen würde. Dafür sind Richter dann doch noch zu konservativ und feige (und offenbar nicht unabhängig genug oder selbst homophob).

    Das bestärkt uns aber nur noch mehr, in den einzelnen Staaten den Druck weiter zu erhöhen und weiter für unser Ziel zu kämpfen.

    Niemand hat gesagt, dass es leicht werden würde, aber wir können es schaffen... Wir dürfen nicht aufgeben.
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