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In der Vergangenheit haben Aktivisten schon auf mehreren CSDs gegen den Staat Israel protestiert.

Der Stadtrat in Toronto diskutiert über ein Ende den städtischen CSD-Zuschusses in Höhe von umgerechnet 200.000 Euro, weil eine israelfeindliche Gruppe an der Parade teilnimmt.

Die CSD-Organisatoren hatten die Gruppe "Queers Against Israeli Apartheid" Anfang Juni noch vom CSD ausgeschlossen, da sie als antisemitisch eingestuft wurde (queer.de berichtete). Nach Protesten und mehreren Absagen prominenter Musiker und Aktivisten wurde diese Entscheidung nun aber wieder rückgängig gemacht, um die Durchführung des CSDs nicht zu gefährden.

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Anstieg der Hassverbrechen gegen Juden


Stadtrat Giorgio Mammoliti will die Zuschüsse für den CSD streichen.

Deswegen will Stadtrat Giorgio Mammoliti den städtischen Zuschuss für dieses Jahr zurückverlangen und in Zukunft CSD-Unterstützung durch die Stadt verbieten: "Ich bin geschockt, dass eine von Torontos besten Sommerfestivals von einer Randgruppe politisiert wird, die nur Hass verbreiten will", erklärte der 48-Jährige. Mammoliti ist Mitglied der sozialdemokratischen New Democratic Party, der homofreundlichsten großen Partei in Kanada. Er befürchtet, dass antiisraelische Gruppen in Kanada zu einem Anstieg der Gewalt gegen Juden führen könnte. Laut den neusten Zahlen sind die antijüdischen Hass­verbrechen in Kanada innerhalb eines Jahres um rund 50 Prozent gestiegen.

Der Antrag Mammolitis soll bei der nächsten Stadtratsitzung am 6. Juli behandelt werden, also zwei Tage nach der Parade. Er erklärte, dass er bereits mit mehreren Abgeordneten gesprochen habe, die sein Anliegen unterstützten.


Auch israelfreundliche Gruppen nehmen am CSD in Toronto teil.

Für die CSD-Organisatoren bedeutete der Antrag von "Queers Against Israeli Apartheid" eine Zerreißprobe: Schließen sie die Gruppe aus, werden sie der Zensur bezichtigt; erlauben sie den Auftritt, lautet der Vorwurf Antisemitismus. Die antiisraelischen Aktivisten selbst behaupten, ihr Protest richte sich nicht generell gegen Juden, sondern gegen die israelische Besatzungspolitik in Palästina. Dabei geht es auch viel um linguistische Feinheiten: Die Regierung der Provinz Ontario hat im vergangenen Jahr beschlossen, dass der Begriff "israelische Apartheid" zum Rassenhass aufrufe und nicht verwendet werden sollte. "Queers Against Israeli Apartheid" behauptet jedoch, Israel betreibe eine rassistische Politik gegenüber den Palästinensern, die der Apartheidspolitik in Südafrika gleicht. Den Vorwurf, für die steigende Anzahl an Hass­verbrechen gegen Juden mitverantwortlich zu sein, weisen die Aktivisten zurück. (dk)

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-w-

#1 Carsten-ACAnonym
  • 30.06.2010, 13:56h
  • Es ist traurig, dass man sich jetzt selbst auf CSDs offenbar nicht mehr kritisch über Dinge äußern darf...
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#2 UrsAnonym
#3 alexander
  • 30.06.2010, 14:22h
  • was hat der csd mit dem nahostproblem zu tun ?
    egal wie man dazu steht, der csd darf sich nicht von politischen gruppierungen missbrauchen lassen !
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