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- 07. Juli 2010 2 Min.

Hinrichtung im Iran
Der oberste britische Gerichtshof hat entschieden, dass zwei schwule Männer aus dem Iran und Kamerun Asyl erhalten, weil sie auch gefährdet seien, wenn sie sich "diskret" verhielten.
Zuvor hatte das Innenministerium argumentiert, dass sie sich in ihren Heimatländern nicht in Gefahr brächten, sofern sie ihre Homosexualität heimlich oder gar nicht auslebten. Der UN-Flüchtlingskommissar unterstützte den juristischen Kampf der Männer. Der klagende Kameruner hatte Asyl in Großbritannien beantragt, weil er von einer Gruppe aufgebrachter Menschen auf offener Straße angegriffen wurde, nachdem er bei einem gleichgeschlechtlichen Kuss beobachtet worden war. Zudem droht Schwulen und Lesben bis zu fünf Jahre Haft. Im Iran steht auf Homosexualität sogar die Todesstrafe.
Der erst vor knapp einem Jahr gegründete "Supreme Court of the United Kingdom" entschied einstimmig, dass beiden Männern das Recht auf Asyl gewährt werden müsse. Richter David Hope erklärte: "Man verweigert einem Homosexuellen sein Grundrecht darauf, der zu sein, der er ist, wenn man ihn dazu nötigt, vorzugeben, seine Sexualität existiere nicht oder sei zu unterdrücken."
Die neue konservativ-liberaldemokratische Regierung in London begrüßte die Entscheidung der Höchstrichter: "Wir haben bereits versprochen, die Auslieferung von Asylbewerbern an bestimmte Länder zu unterbinden, wenn deren sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität dazu führen kann, dass diese Menschen ins Gefängnis gesteckt, gefoltert oder hingerichtet werden", erklärte Innenministerin Theresa May von den Tories.
Bereits 2008 sorgte der Fall eines 20-jährigen schwulen Iraners für Aufsehen, der aus England abgeschoben werden sollte. Nach internationalen Protesten hat die damalige Labour-Regierung dem Mann Asyl gewährt (queer.de berichtete). Zuvor hatte London argumentiert, dass dem Mann nichts passieren könne, wenn er sich "diskret" verhalte. (dk)















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