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  • 10. Juli 2010 21 2 Min.

Muskulöse Machos, die die Fantasie anregen

Durchgestylte Portraits stattlicher Sportlerkörper: Pedro Virgils Bestseller "Gods of Sport" jetzt in neuem Format.

Von Carsten Weidemann

Pedro Virgils durchgestylte Portraits stattlicher Sportlerkörper zelebrieren testosterongeladene Männlichkeit. Mit statisch‐eleganten Posen und überaus plastischer Farbgebung vermag Virgil Spannung zu erzeugen, wobei er es erfrischenderweise auch an augenzwinkerndem Pathos nicht mangeln lässt. Muskulöse Machos, die die Fantasie anregen und subtil schwule Motive ergeben eine Mischung, die beim Betrachter ganz unzweifelhaft Eindruck hinterlassen wird.

"Gods of Sport" war im Frühjahr 2008 Virgils erstes Fotobuch - und kleine Brötchen zu backen lag ihm schon damals nicht! Zu sehen bekommen wir Australiens Top‐Spieler, u. a. Jonathan Thurston, Todd Carney, Paul Whatuira, Chris Knights und Luke O'Donnell. Ob mit Nebelmaschine im Heizungskeller oder im Scheinwerferlicht auf dem Spielfeld ‐ die konsequent inszenierte Bildsprache lässt eine artifizielle Welt vor dem Auge des Betrachters entstehen, die letztlich nicht mehr, aber eben auch keinen Augenblick lang weniger ist, als eine wunderschöne Illusion.

Das neue Format ist kompakter, setzt nicht auf Opulenz, sondern auf knackige Griffigkeit; dadurch ist die Wirkung der Bilder unvermittelter und intensiver.

Der australische Fotograf Pedro Virgil erregt seit Jahren Aufsehen mit seiner Arbeit für Magazine wie "Bent" oder "DNA". Seinem Bildband "Gods of Sport" folgte im Frühjahr 2009 das nicht minder erfolgreiche Zweitwerk "Gods of Football". Er fotografierte u.a. bereits für Rolex und Diesel. In jedem seiner Bilder steckt enorm viel Arbeit, das Ergebnis ist professionelle Hochglanzfotografie der Superlative

Pedro Virgil: Gods of Sport, Fotobuch, 224 Seiten, Farbe, Hardcover mit Schutzumschlag, 21,5 x 28,5 cm, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2010, 39,95 €

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-w-

#1 vingtans
#2 carolo
  • 11.07.2010, 11:40h
  • Ich frage mich immer noch, was schlimmer ist: die Bücher oder die Texte zu ihrer Lobpreisung.
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#3 Heterror-NormAnonym
  • 11.07.2010, 13:50h
  • Antwort auf #1 von vingtans
  • Flach ist allenfalls die zwanghafte heterosexistische Selbstinszenierung

    (die üblichen Schwabbelweiber in immer noch knapperen Höschen oder Röckchen als angeblich unwiderstehliche "Sexsymbole" in Szene gesetzt, während Männer ihre geilen Ärsche, Muskeln und ihren Körper immer mehr verhüllen und nicht ein einziges Mal aus vergleichbarer Perspektive gezeigt werden),

    die wir immer aggressiverer Manier auf allen Kanälen und Plätzen über uns ergehen lassen müssen.

    Und natürlich die Kommentare von Leuten, die das immer noch nicht begriffen haben.
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