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Beck´s unterstützte auch schwul-lesbische Veranstaltungen - so war das Unternehmen Sponsor des Cologne Pride 2010.

Der Lesben- und Schwulenverband hat die Brauerei Beck's und die Deutsche Bahn kritisiert, weil die Unternehmen ein Festival unterstützen, in dem der Homo-Hasser Sizzla auftritt.

Der jamaikanische Sänger, der in mehreren Liedern zur Ermordung von Homo­sexuellen aufruft, soll am 29. August beim Chiemsee Reggae Summer in Oberbayern auftreten. Die Hauptsponsoren des Festivals sind Beck's und die Bahn. Der LSVD fordert die bislang als eher homofreundlich geltenden Firmen auf, Druck auf die Veranstalter auszuüben, um Hasssängern kein Forum zu bieten.

Dabei reiche es nicht aus, Sizzla lediglich in Deutschland zu verbieten, zum Mord aufzurufen: "Es kann nicht angehen, dass auf hiesigen Bühnen Interpreten auftreten und Geld verdienen, die in ihren Herkunftsländern für Mord und Totschlag geistig mitverantwortlich sind", erklärte LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz. "Von Dancehall-Bühnen herab hetzen Interpreten wie Sizzla mit ihren Hatesongs die Menge auf und sorgen für eine regelrechte Schwulenhatz, der immer wieder (vermeintlich) schwule Männer zum Opfer fallen".

Veranstalter: Auch Sizzla darf seine Meinung frei äußern

Einen Tag vor dem Auftritt in Oberbayern soll Sizzla auch noch beim Sunsplash Festival im österreichischen Burgenland seine Message verbreiten. Forderungen nach einer Konzertabsage weisen die Veranstalter aber als "Zensur" zurück. Mit den Mordaufrufen haben aber etwa die Chiemsee-Organisatoren keine Probleme - sofern sie nur im Ausland artikuliert werden: "Selbstverständlich achten wir und alle auftretenden Künstler darauf, dass beim Chiemsee Reggae Summer die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland eingehalten werden", heißt es auf der Website des Chiemsee Reggae Summer.

Sizzla hat erst vor einem halben Jahr bekräftigt, weiter Hass gegen Homosexuelle predigen zu wollen. Leute müssten die "Wahrheit" hören, erklärte er im Interview mit einer simbabwischen Zeitung (queer.de berichtete). Die "Wahrheit" sieht laut einem Sizzla-Song so aus: "Lesben und Schwule, ich sage, tot sollen sie sein. Ich traue Babylon für keine Sekunde. Ich gehe und erschieße Schwule mit einer Waffe". (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FloAnonym
  • 12.07.2010, 18:31h
  • "Veranstalter: Auch Sizzla darf seine Meinung frei äußern"

    Würde er das auch so sagen (bzw. würde solch eine Rechtfertigung so akzeptiert), wenn es nicht um Schwule, sondern um Farbige, Juden, Behinderte, o.ä. ginge?

    "Mit den Mordaufrufen haben aber etwa die Chiemsee-Organisatoren keine Probleme - sofern sie nur im Ausland artikuliert werden"

    Aha, dann können die ja auch Nazibands aus dem Ausland einladen, solange die hier nicht ihre Nazipropaganda aus dem Ausland verbreiten.

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    Ganz ehrlich:
    wir sind es leid, immer mit geldgeilen, rükgratlosen Veranstaltern zu diskutieren, die irgendwelche Pseudo-Argumente vorbringen, nur um ihre Einnahmen nicht zu gefährden.

    Wir brauchen endlich klar gesetzliche Regelungen, dass Personen, die zu Gewalt und Mord aufrufen in Europa nichts zu suchen haben und erst recht nicht hier auftreten dürfen, selbst wenn sie sich hier (auch aus Geldgeilheit) zurückhalten.
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#3 MarekAnonym
  • 12.07.2010, 19:16h
  • Würden Beck's Bier und die Deutsche Bahn auch Konzerte von Nazis unterstützen? Oder von irgendwelchen Leuten, die zum Mord an Farbigen oder anderen aufrufen?

    Wohl kaum, egal ob sie das nur anderswo oder auch dort machen.

    Aber hier geht es ja wieder mal "nur" um Schwule, da ist eh so mancher konservative Firmenchef derselben Meinung und freut sich insgeheim noch.

    Das zeigt, dass noch viel Arbeit vor uns ist und wir endlich volle rechtliche Gleichstellung brauchen, auch wenn Union und FDP das gerne negieren.
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