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  • 19. Juli 2010 34 2 Min.

Kai Gehring

Die Grünen werfen Familienministerin Kristina Schröder (CDU) vor, sich zu wenig für junge Lesben und Schwule einzusetzen.

"Die Bundes­regierung vernachlässigt und ignoriert die Belange homo­sexueller Jugendlicher", sagte der Grünen-Abgeordnete Kai Gehring der "WAZ" (Dienstagsausgabe) mit Blick auf eine Anfrage (PDF) der grünen Bundestagsfraktion an die Bundes­regierung. Sie wurde gestellt, weil der "13. Kinder- und Jugendbericht" auf die spezielle Lebenssitiation von schwulen und lesbischen Jugendlichen kaum eingegangen sei.

Die Antwort der schwarz-gelben Regierungskoalition ist noch nicht öffentlich. Aus ihr gehe aber hervor, dass der Bund "keine Maßnahmen ergreift, um der Gewalt gegen lesbische, schwule und bisexuelle Jugendliche entgegenzuwirken", sagt Gehring.

Auch stelle sich die Regierung unwissend: So lägen dem Bund der Antwort zufolge angeblich "keine statistischen Daten zur Rate der Suizidversuche bei lesbischen und schwulen Jugendlichen vor." Die Grünen verweisen aber auf eine ältere Antwort der Regierung, die solche Zahlen enthält.

2007 hatte die Bundesregierung noch geantwortet: "Einer Studie der Berliner Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport von 1999 zufolge hatten 18 Prozent der schwulen oder lesbischen Jugendlichen bereits einen oder mehrere Suizidversuche hinter sich, mehr als die Hälfte hatte bereits an Selbst- mord gedacht. Damit ist das Suizidrisiko bei gleichgeschlechtlich orientierten Jugendlichen viermal höher als bei Jugendlichen mit heterosexueller Orientierung." (PDF)

"Das Desinteresse und die Ignoranz gegenüber fünf bis zehn Prozent der Jugendlichen ist beschämend und nicht hinnehmbar", sagte der 33-jährige Gehring, der seit 2005 im Bundestag sitzt und offen schwul lebt. Er fordert einen nationalen Aktionsplan gegen Homophobie und Präventionsstrategien gegen Mobbing. (nb/pm)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.07.2010, 19:46h
  • Da gebe ich Herrn Gehring uneingeschränkt Recht! Warum wurde diese Gruppe Jugendlicher aus dem Bericht immer herausgehalten? Da bleibt für Frau Köhler noch viel Arbeit!
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#2 MichaelAS
  • 19.07.2010, 19:59h
  • Naja, warum sollte die Regierung in dieser Hinsicht auch irgendetwas tun - sonst tut sie doch auch nichts für Schwule!

    Eher gegen schwule.

    Es gibt eben wichtigere Dinge in diesem Land, als die paar schwuchteln da... (wahrscheinlicher Gedankengang eines CDUCSUFDPlers).

    Die Wirtschaft ist eben wichtiger als Bürger- & Menschenrechte, denn dieses Land wird von Lobbyisten - nicht von Parteien regiert.
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#3 Julek89
  • 19.07.2010, 21:15h
  • "Der offen schwul lebt" Hört sich etwas nach "Lebensstil" an, aber naja...Kleinigkeit gegenüber dem, was sonst dem Artikel zu vernehmen ist.

    Das größte Problem ist, dass solche Nachrichten IMMER nur hier stehen. Die Bevölkerung wird dumm gehalten. Würde das ganze Land mal aufgeklärt, wie die Politiker mit Minderheiten-Bürger- und Menschenrechten agieren, würden viele noch viel eher Finger von solchen Machtgeilen Leuten lassen.

    Die mit ihren Anzügen, mit riesigen Diäten, alt und ausgelut*s*c*h*t. Hauptsache das Geld stimmt. Alte (OFT falsche) nicht mehr (bzw. nie geltene) Floskeln von sich gebend stellen sie selbstverständlich fest (dar): Alle Menschen in unserem Land sind gleich, die Einen eben etwas gleicher als die anderen. Und WIE gleich der Mensch ist, das entscheiden wir....

    Da kommt mir extremst die Galle hoch *WÜRG*
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