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  • 28. Juli 2010 19 2 Min.

Ian Bernardo bei seinem Casting-Auftritt 2007

Ein Ex-Kandidat der US-Casting-Show "American Idol" klagt auf die Zahlung von 300 Millionen Dollar, weil die Show seine Homosexualität "ausgebeutet" habe.

Ian Bernardo trat ursprünglich 2007 bei der US-Version von DSDS auf. Seine Interpretation des Laura-Brannigan-Songs "Gloria" stieß bei der Jury allerdings eher auf Belustigung als auf Anerkennung. Beim diesjährigen live ausgestrahlten Finale im Mai stürmte er - ähnlich wie Witz-Kandidat Menderes Bagci in der deutschen Version - kurz vor einer Werbeunterbrechung die Bühne und erzählte in atemlosen Sätzen, dass er Chefjuror Simon Cowell ersetzen wolle.

Bei diesem "spontanen" Auftritt sei es zu dem 300-Millionen-Dollar-Schaden gekommen, erklärte Bernardo nach Angaben der Tageszeitung "Atlanta Journal-Constitution". Die "Idol"-Produzenten hätten demnach "meine Nichtkonformität und sexuelle Orientierung ausgenutzt. Sie haben mir gesagt, ich müsste vor der Kamera überschwul wirken." Für den Auftritt sei er von "American Idol" bezahlt worden, so Bernardo weiter.

Gegenüber TMZ sagte Bernardo, er wolle gegen die "ungezügelte Homophobie" bei "American Idol" vorgehen und würde nicht aufhören, bis er die Show "in die Knie gezwungen" habe. Die Produzenten der Show gaben keine Stellungnahme ab.

Youtube | Das Casting 2007: "Das ist alles Müll"

Homo-Kandidaten in den USA kontroverser als in Deutschland


"Idol"-Kandidat Adam Lambert

In Deutschland haben in sieben Staffeln zwei Mal offen homo­sexuelle das Rennen gemacht, 2004 Elli Erl und 2007 Mark Medlock. In den USA gab es noch keinen schwulen oder lesbischen Sieger, dafür aber viele Kontroversen. So belegte der extrovertierte Clay Aiken bei der 2. Staffel 2003 den zweiten Platz - seine Homosexualität, über die es in der Presse gleich nach seinem ersten Auftritt Gerüchte gab, wollte er aber erst fünf Jahre später eingestehen. 2008 schaffte es mit Adam Lambert der erste offen schwule Kandidat ins Finale - in der 8. Staffel der Show. Dort musste er gegen den gläubigen Christen Kris Allen antreten, für den sich auch evangelikale Aktivisten begeistern konnten. Den von Medien hochgejubelten Kampf Schwuler gegen Gläubiger entschied Allen für sich. Lambert erhielt aber als erster offen schwuler Mainstream-Sänger in den USA einen Vertrag mit einem "Major Label".

Seit 2010 ist die lesbische Komikerin Ellen DeGeneres in der Jury von "American Idol" vertreten. Ihr wurde zuletzt von Konservativen vorgeworfen, durch ihre offene Homosexualität die Einschaltquote der Sendung nach unten zu drücken.

Auch in der deutschen Fassung gab es Kontroversen um die mögliche Homosexualität von Kandidaten: So wurde 2008 die "Bild"-Zeitung wegen des Outings des Kandidaten Fady Maalouf kritisiert (queer.de berichtete). Zudem geriet Chef-Juror Dieter Bohlen in die Kritik, als er einen Kandidaten abwertend als "Vollschwuchtel" bezeichnete (queer.de berichtete). (dk)

#1 Not AmusedAnonym
  • 28.07.2010, 17:33h
  • Auch Schwule dürfen sich mal reich klagen, noch dazu, wenn es um die übliche diskriminierende und diffamierende Masche der Massenmedien geht, die da lautet: Schwule immer nur als "schrille" Clowns und Witzfiguren in Szene setzen und jungen Männern ja keine möglichen schwulen Identifikationsfiguren bieten!
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#2 seb1983
  • 28.07.2010, 18:29h
  • USA, das LAnd der unbegrenzen Dummheiten.
    Anleitung:
    - Sich mediengeil bei einer Trash show anmelden
    - Bei unterirdischem Talent immerhin seine Homosexualität in die Runde werfen
    - Wenn es dann noch nicht reicht sinnlose Klagen über Fantasiesummen einreichen
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#3 bananasEhemaliges Profil