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- 29. Juli 2010 2 Min.

Stadtrat Ralf Berti (Bild: www.berti-online.de)
Der Filderstädter Stadtrat Ralf Berti hat sein CDU-Parteibuch zurückgegeben, weil er eigenen Angaben zufolge die Homo-Feindlichkeit der Südwest-Christdemokraten nicht mehr ertragen würde.
"Ich kann kein Mitglied einer Partei sein, die Probleme mit Schwulen und Lesben hat", erklärte der Lokalpolitiker aus dem Mittleren Neckarraum nach Angaben der "Stuttgarter Zeitung". Er reagierte damit auf die "Eislinger Erklärung" der Jungen Union Göppingen, in der eine konservativere CDU gefordert wird, die sich insbesondere gegen Schwule und Lesben positioniert (queer.de berichtete).
Der Nachwuchs der süddeutschen Christdemokraten hat das Papier zwar letzten Monat kleinlaut zurückgezogen. Berti forderte aber schriftlich, dass sich Ministerpräsident Stefan Mappus und CDU-Generalsekretär Thomas Strobl klar vom rechten Gedankengut distanzieren. Zwar sei er mit der CDU-Spitze in Kontakt gewesen, die Antworten aus Stuttgart waren seiner Ansicht nach jedoch "nicht ausreichend", insbesondere in der Frage der Homo-Ehe.
Sein Mandat in der 44.000 Einwohner zählenden Großen Kreisstadt will Berti behalten. "Ich bin als Stadtrat für alle Bürger da. Dazu benötige ich kein Parteibuch", so der Lokalpolitiker. Es ist allerdings fraglich, ob er auch bei der nächsten Kommunalwahl einen Listenplatz erhält. Derzeit gehört er noch der CDU-Fraktion an.
Die 34-seitige "Eislinger Erklärung" hat im Frühling für Aufregung in der baden-württembergischen Union gesorgt. Darin wird die politische Welt in Freund und Feind aufgeteilt - auf der einen Seiten stehen die Verfechter der 68er "Kulturrevolution", auf der anderen die der "christlichen Werte". Die Anerkennung von Homo-Partnerschaften wird als "falsch und unsinnig" bezeichnet. Sie stehe im Widerspruch zu "christlichen Grundsätzen", erklärten die jungen CDU-Mitglieder. (dk)















Bravo! Endlich ist in dieser Partei mal jemand mit Rückgrat und Vernunft. Nur ist er leider einer der wenigen, weshalb er ja auch ausgetreten ist.
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"(...) "Eislinger Erklärung" der Jungen Union Göppingen, (...) Die Anerkennung von Homo-Partnerschaften wird als "falsch und unsinnig" bezeichnet. Sie stehe im Widerspruch zu "christlichen Grundsätzen", erklärten die jungen CDU-Mitglieder. "
Und genau das belegt, dass sich die CDU eben NICHT ändert! Manche behaupten je gerne, dass die alten Betonköpfe in der Union Probleme mit uns haben, aber dass sich das alles ändert, wenn erst mal junge moderne Leute von unten nachrücken.
Aber wenn selbst schon die jungen Mitglieder in der Union so drauf sind (übrigens nicht nur dort, auch hier in NRW habe ich schon Aussagen der Jungen Union gehört, die an Volksverhetzung grenzen), dann wissen wir, was wir auch in Zukunft von der CDU/CSU zu erwarten haben!!