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- 30. Juli 2010

Rund 12.000 Medaillen wurden während der Spiele verteilt
Die internationale Spiele von Schwulen, Lesben und Freunden in Köln mit rund 10.000 TeilnehmerInnen aus 70 Nationen sind Geschichte. In rund 35 Disziplinen, darunter Fuß- und Volleyball, Eiskunstlaufen und Schwimmen sowie Golf und sogar Schach konnten Amateure wie Profisportler mitmachen und damit das Motto der Spiele, "Be Part of it", mit Leben erfüllen. Dazu gab es ein breites Kultur- und Partyprogramm.
Queer.de begleitete das Mega-Event mit einem Liveblog vom Anfang bis zum Ende der Gay Games. Aus Köln berichteten Norbert Blech, Dennis Klein und Christian Scheuß, zusätzliche Bilder stammen von Bernd Rosenbaum. Daneben bieten wir euch aktuelle Berichte, Galerien und Termine.
Live-Ticker (abgeschlossen, )
Abschied II: Wir haben für euch mehr als hundert Bilder vom letzten Tag der Gay Games zusammengetragen: Fußball, Volleyball, ein Empfang und ein Abschied.
Abschied: Impressionen und Interviews von der Closing Ceremony am Kölner Tanzbrunnen. Wir erfahren, in welcher Disziplin Hella von Sinnen gewonnen hat, wundern uns, warum Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes ausschließlich in deutsch zu den ausländischen TeilnehmerInnen spricht und staunen über sieben schwere Medaillen an einem zarten Hals. (Youtube-Direktlink)
Nachgereicht: Das Interview mit den Tänzern von Agnes, die auch bei der US-Serie "Glee" mitmachen und mit Olivia Newton John tanzen durften. Wir trafen sie während der Games. (Youtube-Direktlink)
Das wars. Zum passenden Klassiker "Time of my life" (aus "Dirty Dancing") wurden am Samstag um 22 Uhr die Teilnehmer aus aller Welt offiziell verabschiedet. Im Kölner Tanzbrunnen hatte zuvor Elfi Scho-Antwerpes eine lange Rede auf Deutsch gehalten, auch wurde die "olympische" Flamme gelöscht und die Flagge der Federation of Gay Games an Cleveland übergeben. Zu Beginn der Veranstaltung waren wie bei der Eröffnungszeremonie die Spieler einmarschiert, jedoch nicht mehr getrennt nach Nationen, sondern teilweise bunt gemischt - ein Bild für den Charakter der Spiele.
Es wäre eine Beleidung der Sportler, zu sagen, dass es nicht auf das Gewinnen ankommt (29 Weltrekorde sprechen für sich). Doch Teilnehmer der Gay Games kommen auch wegen dem Spaß, wegen dem Austausch, wegen der Freundschaft. Ein Beispiel von gestern: Gerade erst haben die Colonians im Volleyball das spannende und von Spielern und Fans hart umkämpfte Finalspiel gegen die Marsupiloupettes, eine Auswahl aus Frankreich, verloren - und dann schießt man dieses Bild von zwei Siegerteams (die Kölnerinnen tragen Grün):

Gefeiert wurde dann noch die ganze Nacht auf diversen Partys oder auf der Schaafenstraße, um es den Nachbarn (und den grummelnden Altstadtwirten) noch mal zu zeigen.
Eine Bildergalerie vom gestrigen Tag und weitere Video-Eindrücke folgen im Laufe des Sonntags.
Die letzten Wettkämpfe der Gay Games haben begonnen: Im Männer-Volleyball spielt jetzt London gegen Lima. Publikumsliebling ist ein süßer peruanischer Emo-Boy im Kleidchen. Leider haben wir von ihm (noch) kein Foto, dafür eines vom letzten Frauen-Volleyballspiel: In der überfüllten Halle haben die Colonians gegen ein französisches Team verloren.
Im Fußball hat übrigens Stonewall FC aus London den Meistertitel errungen. United FC wurde Zweiter, das Kölner Cream Team belegte am Freitag den dritten Platz.
"Tschö, Schwulympia!", schreibt heute die Bild-Zeitung. Nette Überschrift, Kollegen!
Zum Abschluss der Gay Games gab es heute Mittag einen offiziellen Empfang der Stadt Köln im Hansasaal des Historischen Rathauses. Dort bekam Bürgermeisterin Angela Spizig - wie solllte es auch anders sein? - von der Gay-Games-Präsidentin eine selbst erkämpfte Medaille umgehängt (siehe Foto). Die Grünen-Politikerin freute sich über den Erfolg der Spiele und meinte, die Teilnehmer seien als Gäste gekommen und gingen nun als Freunde. Tatsächlich sind viele Sportler und Journalisten allerdings bereits am Donnerstag abgereist - zum nächsten Event: dem Canal Pride in Amsterdam.
Bei Youtube gibt es eine Menge Videos zu den Gay Games - und wenn die Sportler aus aller Welt in den nächsten Tagen zu Hause ankommen und ihre Kameras auspacken, werden es sicher mehr werden. Wir werden dann eine Videogalerie mit den schönsten und spannendsten Videos erstellen.
Die Gay Games haben selbst einen Youtube-Kanal und in ihrem neuesten Video stellen sie Paul vor, den 93-jährigen Bodybuilder.
Während die Gay Games gerade ihre verrückteste Veranstaltung erleben - "Pink Flamingo", bei der Teilnehmer aus aller Welt am Pool eine musikalische Show darbieten sollen, die sich sowohl um das Thema Schwimmen als auch um das Thema "Kölner Karneval" dreht - neigen sich die Spiele dem Ende zu. Am Samstag folgen noch einige Finals (etwa im Fußball und, präsentiert von queer.de, Volleyball), dann beginnt bereits die Abschlussveranstaltung (im Tanzbrunnen im Deutzer Rheinpark, Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr).
Tickets für die Show und Party mit Feuerartisten, Cheerleadern und Chor und der Löschung des Gay-Games-Feuer sind noch über die Homepage der Spiele oder an der Abendkasse für 20 Euro erhältlich.
Hektisches Treiben rund ums Müngersdorfer Stadion: Die Finals in vielen Disziplinen entscheiden am Freitag über Gold, Silber und Bronze. Aktuelle Bilder in unserer neuesten Galerie.

Gay Games in 3D Um dem Motto der Spiele, "Be part of it", auch in unserer Berichterstattung möglichst nah zu kommen, bieten wir hier gegen Ende August, wenn einer Boulevardzeitung 3D-Brillen aus Papier beiliegen, viele Bilder der Gay Games (sowie von den CSDs in Düsseldorf und Köln) in 3D. Für die wenigen, glücklichen Menschen, die einen 3D-Monitor oder -Fernseher haben und MPO-Dateien abspielen können, bieten wir die Bilder sogar ohne Farb- und Doppelbilderprobleme.

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