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  • 10. August 2010 35 2 Min.

Auch auf Wahlplakaten macht die NPD aus ihrer Abneigung gegen Schwule und Lesben kein Geheimnis.

Die NPD will am Samstag in Ludwigshafen eine Gegendemonstration zum CSD in der Nachbarstadt Mannheim organisieren.

Die Polizei rechnet beim Aufmarsch der Rechtsradikalen mit 60 Teilnehmern, berichtet "Die Rheinpfalz". Der zuständige Dezernent Wilheim Zeiser (SPD) erklärte, dass die Stadt den NPD-Mitgliedern Auflagen erteilt habe. Details nannte er aber nicht: "Meinungsäußerungen sind okay, aber das Ganze muss sich in einem vertretbaren Rahmen abspielen", so Zeiser.

Die Demo steht unter dem Motto "Normal ist anders. Für die traditionelle deutsche Familie. Gegen Gender Mainstreaming". Die Extremisten werden voraussichtlich am Hauptbahnhof demonstrieren, wo sie von einem großen Polizeiaufgebot von außen abgetrennt werden sollen. Über die Laufstrecke wird derzeit noch verhandelt.

Organisiert wird die Protestaktion vom 41-jährigen NPD-Fuktionär Christian Hehl aus Mannheim. Hehl ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körper­ver­letzung und Volks­verhetzung.

Gegen-Aktionen geplant

Der Arbeitskreis Antifa in Mannheim hat bereits eine Gegendemonstration unter dem Motto "Auf die Straße gegen die Nazis!" angekündigt. Die Aktivisten wollen sich ab 10 Uhr in Ludwigshafen versammeln. Das "Bündnis gegen Rechts" in Ludwigshafen berät derzeit noch über eine passende Reaktion.

Auf Facebook wird zudem der Flashmob "Ein Foto für Toleranz" organisiert, zu dem Vertreter des Bundestages und des Landtages erwartet werden. "Lasst uns zusammmen mit Eurer Famile , Freunden und Bekannten ein klares Zeichen setzen und die ewig Gestrigen auf ihre Plätze verweisen", heißt es im Aufruf. Treffpunkt ist am 14. August um 14:30 Uhr in der Mannheimer Kurpfalzstraße (Höhe T1-J1).

Die CSD-Veranstalter in Mannheim erklärten, der geplante Protest zeige, wie wichtig es auch heute noch für Schwule und Lesben ist, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen. Die NPD-Demo ist bereits die zweite Aktion gegen einen CSD in Baden-Württemberg: Erst Ende Juli demonstrierte die katholische Pius-Bruderschaft gegen die Parade in der Landeshauptstadt Stuttgart (queer.de berichtete). Die christlichen Extremisten trugen Transparente mit Aufschriften wie "Sünde macht nicht glücklich" und "Aids - Geißel der Unzucht".

Die Mannheimer Parade wird am Samstag ab 15 Uhr in der Innnenstadt abgehalten. Das Motto lautet: "Die Zukunft ist bunt". (dk)

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-w-

#1 TobiasAnonym
  • 10.08.2010, 14:17h
  • ich glaube das die rechten nazis (schweine) Von den pios brüdern dafür bezahlt werden damit die auf die strasse gehen. mich fragt warum man das nicht vür verfassungs widrig erklärt und beide organisationen gans verbietet

    wir leben im 21 jahunder und nicht im 15.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.08.2010, 14:29h
  • Ach ja, die NPD hat ja seit neuestem umfirmiert, die Abkürzung heißt nämlich

    N ichtsnutze
    P alavern
    D umm

    und daran wird sich auch nichts ändern. Am besten wäre es, die Demonstranten auf die Rheindampfer verfrachten und diese dann versenken. Dann wird auch niemand um sie trauern!
  • Direktlink »
#3 eMANcipation*Anonym
  • 10.08.2010, 14:49h
  • Antwort auf #1 von Tobias
  • Auf solche widerlichen Verbrechen gegen die Menschenwürde, auf dieses Klima des Hasses und der Gewalt und der Diskriminierung, gibt es nur eine demokratisch und rechtsstaatlich akzeptable Reaktion:

    www.queer.de/detail.php?article_id=5537

    Es ist unfassbar, dass die deutsche Politik weiterhin dabei zusieht, wie Hassrede und -verbreitung in dieser Gesellschaft ohne jede strafrechtliche Konsequenz für die Gewalttäter bleiben.

    Die Opfer, unter anderem junge, homosexuell empfindende Menschen, die in Folge dieser allgegenwärtigen verbalen und psychischen Gewalt einem viermal höheren Selbstmordrisiko ausgesetzt sind, werden einfach ihrem gesellschaftlich und politisch bewusst in Kauf genommenen "Schicksal" überlassen.

    Gibt es eigentlich ein anderes Thema, das so existenziell und lebenswichtig im wahrsten Sinne des Wortes ist?

    Und weshalb setzen wir es dann nicht endlich ganz oben auf unsere Agenda?

    Menschenfeindliche Sprache und Hassrede muss endlich umfassend und EINKLAGBAR geächtet werden - vom Kindergarten an!
  • Direktlink »