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- 13. August 2010 2 Min.

Schwule und Lesben sind immer wieder Opfer von Gewalt - selbst bei Gay-Megaevents
Bei der schwul-lesbischen Olympiade in Köln kam es auch zu Übergriffen, Diskriminierungen und Hetz-Kampagnen.
Von Carsten Weidemann
Ein junger Niederländer wurde vor seinem Hotel darauf angesprochen, ob er schwul sei, und dann unmittelbar darauf mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Diesen und andere Fälle homopober Gewalt dokumentierte die Anti-Gewalt-Hotline während der Gay Games in Köln.
Weitere Beispiele: Am 26. und 27. Juli wurden um den Rudolf- und Marienplatz Hetz-Flugblätter verteilt. Mittlerweile haben sich neun schwule Männer beim Kölner Überfalltelefon 19228 und dem Rubicon-Beratungszentrum gemeldet, die einen solchen Zettel in ihrem Briefkasten vorfanden. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete ferner von einer schwarzen Lesbe, die von einem Hotelbesitzer diskriminiert wurde. Auch die bei einem solchen Großereignis zu erwartenden Diebstähle blieben laut Polizeibericht nicht aus.
Die Gay Games fanden vom 31. Juli bis zum 7. August in Köln statt. Insgesamt nahmen mehr als 10.000 Sportler aus 70 Ländern an der erstmals in Deutschland stattfindenden Homo-Olympiade teil. Die nächsten Gay Games sollen 2014 im amerikanischen Cleveland stattfinden. (cw)
Aus Sicht von Almut Dietrich, Landeskoordinatorin der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW, spiegeln die genannten Vorfälle das "vorhandene Ausmaß an Diskriminierung und Gewalt" wider, das es trotz gewachsener Normalität und einer größeren Sichtbarkeit von Homosexuellen in der Gesellschaft gebe. "Es äußert sich in Beschimpfungen, Drohungen und Angriffen auf der Straße aber auch in Ausgrenzung und Gewalt in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Nachbarschaft."
Im Jahr 2009 wurden insgesamt 132 Vorfälle durch Anlauf- und Beratungsstellen in NRW dokumentiert und von der Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit ausgewertet.
Links zum Thema:
» Infos zu Anti-Gewalt-Projekten in NRW















"Wenn eine solche Behauptung aufgestellt und homosexuelles Tun folglich als gut akzeptiert wird oder wenn eine staatliche Gesetzgebung eingeführt wird, welche ein Verhalten schützt, für das niemand ein irgendwie geartetes Recht in Anspruch nehmen kann, dann sollten weder die Kirche noch die Gesellschaft als ganze überrascht sein, wenn andere verkehrte Vorstellungen und Praktiken an Boden gewinnen sowie irrationale und gewaltsame Verhaltensweisen zunehmen." (Ratzinger 1986)
Auch dieser gut vernetzte Westentaschen-Savonarola aus der Refaktionsstube der angeblich liberalen SZ ist nicht ohne:
de.new.gloria.tv/?media=83269
Siehe 16:00 in seinem Vortrag...