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Einzelkommentar zu:
Gayromeo-Profil beendet Priester-Karrieren


#5 stephan
  • 13.08.2010, 16:49h
  • 'Betroffener Vater' kann ja wohl nur als Witz gemeint sein oder mischt man sich in konservativen / CDU-Kreisen sonst auch in das Sexualverhalten von 34-jährigen Stiefkindern ein?

    So schlimm die ganze Einstellung der röm.-kath. Kirche zur Homosexualität für die betroffenen Priester und sonstigen Kirchenmitarbeiter ist, man hat ja nach einem Theologiestudium nicht wirklich einen Beruf, der für viel anderes als das Priesteramt 'qualifiziert', so denke ist doch, dass es für die von dieser Diskriminierung betroffenen Personen ein wichtiger Schritt sein kann, sich von der Kirche zu distanzieren.

    Ich selber habe in meinem Bekanntenkreis etliche schwule Priester und ich finde, dass das ständige Verstecken kein guter Weg ist. Viele werden daran krank und die Schuld liegt natürlich bei der Kirche. Da es aber naiv wäre, auf deren Änderung zu warten, sollten man vielleicht überlegen, was man mit seinem Leben außerhalb der Kirche noch anfangen kann.

    Vier Beispiel:

    1. Eine Freundin (Dipl.-Theol. und Dipl.-Rel.-Päd.) leidet sehr darunter, als Frau immer nur der Fußabstreifer in der kath. Kirche zu sein. In der Kirche ist der geweihte Priester - egal wie jung - gleich ihr vorgesetzt. Sie erwägt nun den Übertritt zur ev. Kirche und möchte dort Pfarrerin werden.

    2. Ein Freund (ehemals bereits Dechant) hat sich zu seiner schwangeren Partnerin (ebenfalls bei der Kirche tätig) bekannt und alle Ämter hingeworfen, obwohl der zuständige Bischof das Ganze gerne unter den Tisch gekehrt und ihn in seinem Amt belassen hätte. Sie sind heute mit zwei Kindern sehr glücklich und es gab dann auch qual. Arbeit außerhalb der Kirche.

    3. Ein Bekannter hat sein Priesteramt hingeschmissen, da die hierarchische Struktur der Kirche für ihn unerträglich war. "Ich hab einen Taxi-Schein und kann mich selber versorgen!" Auch er hat heute einen anderen Job und es geht ihm viel besser als zu der Zeit, als er Priester war!

    4. Ein schwuler Freund war nur kurze Zeit Priester, lernte dann seine große Liebe kennen und hat die vermeintliche Karriere an den Nagel gehängt! Er hat Psychologie studiert und arbeitet heute glücklich in diesem Beruf, betreut gelegentlich Ex-Kollegen, die den Absprung nicht geschafft haben.

    Auch mein Lebenspartner ist schon sehr früh zur ev. Kirche konvertiert und arbeitet als Pfarrer und Schulseelsorger. Und ich habe nach fast vier Jahren die 'Mönchskutte' abgelegt. Das war allerdings überhaupt nicht dramatisch, da ich kein Theologe bin, sondern einen Beruf habe, der im 'zivilen' Leben viel besser einsetzbar ist.

    Es gibt ein Leben außerhalb der Kirche - und nach meiner Einschätzung ist es sogar das besser - auch wenn man vielleicht mit sehr geringen Gaben in der Kirche sehr leicht Karriere machen könnte. Aber was nützt es, wenn man krank daran wird, ein solches System vertreten zu müssen!

    Für mich ist das System der röm.-kath. Kirche absolut krank und krankmachend!





    Viel besser finde ich es, wenn man dazu
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