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- 19. August 2010 2 Min.

Bisexueller Vampir: Eric Northman (Alexander Skarsgård) hat Interesse an Sookie (Anna Paquin), treibt es aber auch manchmal mit männlichen Vampiren (Bild: HBO)
Der schwedische Schauspieler (Vampir "Eric" aus "True Blood") erklärte in einem Interview, dass er bei Nacktszenen nicht wie seine Kollegen einen Strumpf um sein Glied tragen will.
Wie die Zeitschrift "Rolling Stone" berichtet, verbergen die Hauptdarsteller der US-Vampir-Serie "True Blood" gerne ihr Geschlecht. So tragen der Brite Stephen Moyer ("Bill Compton") und die neuseeländische Oscar-Preisträgerin Anna Paquin ("Sookie Stackhouse") gerne eine Socke bzw. ein "Pflaster" über ihrer Intimzone. Skarsgård, der den 1.000 Jahre jungen Vampir Eric Northman spielt, lehnt das ab: "Ich war nackt in anderen Rollen im Theater und im Film", so der 34-Jährige. "Hier [bei 'True Blood'] wollen sie immer alles testen, vom Strumpf bis zur hautfarbenen Unterwäsche. Aber ich fühle mich darin eigenartig, ich bin lieber nackt". Das habe auch die anderen Schauspieler auf dem Set nie gestört.
(Erwachsene) Vampire als Sex-Symbole

Skarsgård & Kollegen auf dem aktuellen Cover des Rolling Stone
"True Blood" wird im amerikanischen Pay-TV-Sender HBO ausgestrahlt und unterliegt daher nicht der Zensur durch die US-Medienaufsicht. Dabei werden fast so viele homoerotische Sex-Szenen gezeigt wie "traditionelle". Autor der Serie, die auf der Buchreihe "The Southern Vampire Mysteries" basiert, ist der offen schwule Alan Ball ("American Beauty", "Six Feet Under"). Für ihn sind Vampire die neuen Sex-Symbole: "Vampire sind Sex. I verstehe Vampir-Geschichten über Enthaltsamkeit nicht", erklärte er mit Blick auf die "Twilight"-Filmserie. Für ihn ist das Genre kein Kinderkram: "Ich bin 53. Mich interessieren High-School-Schüler nicht. Meiner Meinung nach sind die irritierend und unwissend."
"True Blood" handelt davon, wie die Vampire an die Öffentlichkeit treten, nachdem Blut synthetisch hergestellt werden kann und sie nicht mehr auf Menschenblut als Nahrungsquelle angewiesen sind. Ein Aspekt handelt davon, wie Vampire in der Gesellschaft diskriminiert werden und zieht Parallelen zur Schwulenverfolgung. So wird im Vorspann eine Kirche gezeigt, vor der ein Schild mit der Aufschrift "God Hates Fangs" ("Gott hasst Reißzähne") steht. In der echten Welt tragen manche US-Kirchen die Aufschrift "God Hates Fags" ("Gott hasst Schwuchteln"). Im deutschsprachigen Raum haben der Pay-TV-Kanal 13th Street und der schweizerische Sender SF2 "True Blood" die ersten Folgen ausgestrahlt. In den USA läuft derzeit die dritte Staffel. (dk)
Links zum Thema:
» "True Blood" bei HBO















Ja, aber auf den Covern der "Lifestyle-Magazine" darf es üblicherweise immer nur und immer nur noch pentranter der ewig gleiche heterosexistische Müll sein.
So erhält man "Mehrheitsverhältnisse" aufrecht, die nichts anderes als das Produkt von Herrschaftsverhältnissen sind und deren "natürliche" Existenz spätestens seit Kinsey widerlegt ist.