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  • 30. August 2010 30 2 Min.

Zu viel Eis am Stiel für die Amtskriche: Das Werbebild wird von einem Ex-Bischof zur "Gefahr für unsere Kultur" hochstilisiert. (Bild: Antonio Federici Gelato Italiano)

In England gibt es Proteste gegen die Werbung eines Eiscreme-Herstellers, der seine Produkte von schwulen katholischen Pfarrern anpreisen lässt.

"We believe in salivation" (Wir glauben an Speichelfluss), verkündet das in Arbeitsbekleidung dargestellte katholische Pfarrerspaar auf ganzseitigen Anzeigen in Lifestyle-Magazinen. Dabei halten die beiden Männer Eiscreme vom Londoner Hersteller "Antonio Federici Gelato Italiano" in den Händen. Der Werbespruch spielt auf das englische Wort "salvation" (Erlösung) an.

Die britische Selbstkontrolle für Werbung, die Advertising Standard Agency (ASA), hat nun nach Beschwerden aus der Bevölkerung die Ermittlungen gegen den Eishersteller begonnen. Falls die Werbekampagne für aufrührerisch befunden wird, kann sie verboten werden. Eine weitere Anzeige dieser Kampagne zeigt eine schwangere Nonne, die Eis löffelt.

Der frühere katholische Bischof John Jukes hat in der "Daily Mail" die Kampagne bereits scharf kritisiert: "Das fügt sich ein in die heftiger werdenden Angriffe auf religiöse Meinungen und religiöse Menschen und ist eine Gefahr für unsere Kultur".

Eine "verbotene italienische Verführung"


Auch die eiskalte Nonne erzürnte Katholiken. (Bild: Antonio Federici Gelato Italiano)

Matt O'Connor, der Werbeleiter für den Eis-Hersteller, glaubt dagegen, dass eine kleine "bornierte Minderheit" die freie Meinungsäußerung der Mehrheit unterdrücken will: "Die Werbung feiert Homosexualität und bezieht sich auf aktuelle Nachrichten - nämlich als Priester in Rom gefilmt wurden, als sie schwule Clubs besucht haben", erklärte O'Connor gegenüber dem Homo-Magazin "Pink Paper". Die Eiscreme sei eben eine "verbotene italienische Verführung", daher passe das Thema Priester hervorragend zum Produkt. Falls die Werbung untersagt werden würde, drohte er damit, gegen das Verbot zu klagen und Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

"Antonio Federici Gelato Italiano" hat bereits vor einem Jahr in England für Aufsehen gesorgt: Damals wurden in einer Anzeige ein Pfarrer und eine Nonne gezeigt, die sich - mit Eiscreme in der Hand - gerade küssen wollten. Auf dem Bild erschienen die Worte "Kiss Temptation" (Kuss, Verführung). Die ASA hat damals die Werbung wegen eines Verstoßes gegen die guten Sitten verboten. Die Begründung: "Wir haben festgestellt, dass die sexualisierte Darstellung eines Priesters und einer Nonne - und deren Überlegung, der Verführung nachzugeben - wahrscheinlich beleidigend für manche Leser ist." (dk)

#1 Thom_ass1973
  • 30.08.2010, 16:30h
  • Hehe keine Ahnung ob das Eis schmeckt
    ABER die Werbung ist gut!!!
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#2 dummfugAnonym
  • 30.08.2010, 16:41h
  • Super Werbung! Die Nonne schwanger und die Priester können auch nicht wiederstehen, mit Ihrer Zunge die Versuchung zu erkunden...

    Spitze! Ich weiß gar nicht, was die Kirche hat. Sie ist doch rein, alles andere ist doch nur Verunglimpfung. Das weiß doch ein jeder!

    Eine Gefahr für UNSERE Kultur ist die Menschen verachtende Unterdrückung Schwuler die die Kirche verbreitet; und die wird nicht verboten. Warum dann so eine Werbung?
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#3 Katrin
  • 30.08.2010, 16:53h
  • Die Werbewirtschaft hat begonnen sich über die Kirche und ihre verkrustete Selbstdarstellung lusting zu machen. Da dies offenbar ein Blickfänger ist, egal für was man wirbt, werden Andere folgen und der Anspruch der Kirche ernst genommen werden zu wollen, wird nicht mehr zu halten sein, außer vielleicht in Deutschland und Österreich.
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