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Kommentare zu:
Castro übernimmt Verantwortung für Schwulenverfolgung


#51 Mister_Jackpot
  • 02.09.2010, 12:48h
  • Also das heutige Kuba noch zu vergleichen mit den Zeiten der Revolution, die auch die USA meiner Ansicht mit provoziert haben (was die Verbrechen hinterher natürlich nicht entschuldigt), ist ziemlich daneben. Es herrscht zwar keine wirkliche Meinungsfreiheit, aber das heisst nicht, dass die Kubaner sich heutzutage nicht mehr mit ihrem Land identifizieren.
    Es gibt ausserdem einen eklatanten Unterschied von Castro zu anderen "Diktatoren"...andere Diktatoren waren bis zu ihrem Tode nicht einsichtig..sind im Gegenteil sogar noch extremer geworden (Stalin, Hitler, Mao etc.).
    Es ist äusserst untypisch für einen Diktator, dass dieser noch zu Lebzeiten seine eigenen Fehler zugibt und das zeigt mir, dass er das anscheinend ernst nimmt. Es kann auch sein, dass seine Nichte ihn im Bezug auf Homosexuelle aufgeklärt hat. Von ihr halte ich sowieso sehr viel! Wir dürfen nicht vergessen, dass selbst in Deutschland Homosexuelle in dne 50er und 60er Jahren noch in den Bau gewandert sind. Aber davon spricht hier von den Castro Gegnern keiner. Man sollte da also sehr vorsichtig sein und auch sehen zu welcher Zeit diese massive Schwulenverfolgung in Kuba passierte.
    Ich hoffe für die kubanischen Schwulen und alle Schwulen in Lateinamerika auf noch mehr Rechte. Obwohl man leider feststellen muss, dass die Entwicklung grad in Lateinamerika zur Zeit viel schneller voranschreitet als in Europa beispielsweise..auch wenn das aufgeklärte europäische Schwule wohl sicher nicht gern hören.
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#52 seb1983
  • 02.09.2010, 13:43h
  • Antwort auf #51 von Mister_Jackpot
  • Viele Systeme wandeln sich halt über die Jahrzehnte. Spanien unter Franco hat nach einem blutigen Start gegen Ende auch in einen "nur noch" sehr autokratischen Stil umgeschwenkt, ohne freilich an demokratische und rechtstaatliche Länder heranzureichen. China ist heute weiterhin ein sehr repressives System, lässt aber auch mehr zu als zu Zeiten der Kulturrevolution.

    Entschuldigungen sind ja schön, tatsächlich hat die deutsche Regierung so etwas noch nciht fertiggebracht, nur leider werden Schwule auf Kuba weiterhin massiv diskriminiert während Fidel sich entschuldigt, nicht nur in den 50er und 60er Jahren sondern heute 2010, ich verweise nochmals auf die Infos bei Wikipedia

    de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Kuba

    Daher ist "noch mehr" Rechte für Schwule auf Kuba der falsche Ausdruck, so müssen überhaupt erstmal welche bekommen.

    Für mich halt ein reines Lippenbekenntnis und praktische Bedeutung.
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#53 LorenProfil
  • 02.09.2010, 13:57hGreifswald
  • Antwort auf #46 von stromboli
  • Angenehm zu lesen, wie du dich im von mir angedeuteten Spannungsfeld zu bewegen weißt. Die Länge deines Kommentars verdeutlicht auch, wie schwierig es dann wird, differenziert und fair geschichtlich und gesellschaftspolitisch Wahrgenommenes intellektuell "in den Griff" zu bekommen, darzustellen und einzuordnen. Daher schreibe ich hier auch zunehmend weniger, weils sonst immer mehr würde (ich bleibe wohl weiterhin kein Freund von Phrasen, Schlagwörtern etc. als dahingeworfene Nebelkerzen oder verbale Schleiertänze - nicht mal meinen eigenen). Beschäftige ich mich aus unterschiedlichen Perspektiven und mit teils sich widersprechenden Quellen z.B. mit Kuba (allerdings z.Zt. mehr mit Nachkriegsdeutschland, mit BRD und DDR), werden die Antworten, die ich mir abringe als vorläufige Einschätzungen, nur weniger eindeutig, differenzierter, schwerer konsumierbar (weil sich bewegend zwischen den "Fronten", die vielen so wichtig erscheinen als letzte Strohhalme, Sinnstifter, Identitätsspender). Also demnächst ein Buch? Liest ja eh keiner. Wie Christoph Dieckmann, in der DDR aufgewachsener Journalist (und so musikverrückt wie ich) in "My Generation. Cocker, Dylan, Honecker und die bleibende Zeit" sinngemäß so treffend schreibt: Im Staatsozialismus ließ man unliebsame Literatur durch Verbot austrocknen, im Deutschland unserer Tage lässt man sie in der Flut der täglichen Veröffentlicheungen ersaufen (umso interessanter ists aus diesem Blickwinkel zu beobachten, welche Veröffentlichungen man dann nicht ersaufen lässt -siehe Sarazzin-, und es lohnte sich zu fragen aus welchem Interesse).

    "Und für freiräume kämpf ich seit mir mein schwulsein bewusst wurde!"
    Da haben wir auf jeden Fall was gemeinsam, mögen wir auch von Zeit zu Zeit zu unterschiedlichen Sichtweisen neigen.

    Zu Castro: Er hat einen richtigen Schritt getan, an dem sich manch anderer ein Beispiel nehmen sollte. Der Weg zur Aufarbeitung, Wiedergutmachung, zur Absicherung und zum Schutz der Menschen dort vor einer Wiederholung des von ihm eingeräumten Unrechts in der Zukunft sowie der Abbau von Diskriminierung in der Gegenwart ist aber ein so langer, dass er mit einem Schritt nicht zu vollziehen ist. Als Altrevolutionär wird er wissen, dass sich Geschichte nicht in einem Schritt gestaltet, schon gar nicht dann, wenn sie evolutionär verläuft. Als Alterswerk mit seinem Einfluss hinter den Kulissen an der Schaffung und Gestaltung von oben angesprochenen Freiräumen mitzuwirken, das könnte seine Biographie um ein lohnendes Kapitel erweitern.
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#54 DorfbolschewikAnonym
  • 02.09.2010, 14:20h
  • Hab so kleine Hände.....

    de.wikipedia.org/wiki/Die_schmutzigen_H%C3%A4nde

    ".. Andere Länder und ihr "ideen"geschichtlich verursachtes Unrecht sind m.E. an anderer Stelle abzuhandeln, wozu es hier im Forum eben an anderen Stellen Raum gibt, ob diese Länder nun Deutschland, USA, Jamaika, China, Simbabwe, Iran oder anders heißen. Aus menschenrechtspolitischer wie emanzipationspolitischer Sicht gibt es leider überall viel zu tun..."

    ....Er denkt zu viel vor und zu viel nach der Tat. Ein richtiger Intellektueller ist eben nicht als Mörder zu gebrauchen, sondern nur zum Schreiben.
    Erst als Hugo Hoederer dabei ertappt, dass er seine Frau Jessica küsst, kann er ihn im Affekt umbringen. Hugo ist aber auch Intellektueller, weil er die Theorie – die revolutionäre Partei ergreift die Macht mit Waffengewalt und nicht durch einen politischen Kuhhandel – über die politische Machbarkeit stellt. Für Hugo ist der Sieg der Ideen wichtiger als die Ergreifung der Macht. Machtergreifung mittels Lügen und Taktik kommt für Hugo als typischen Intellektuellen nicht in Frage...

    de.wikipedia.org/wiki/Die_schmutzigen_H%C3%A4nde

    „Mittelfristig bricht das globale Wirtschaftssystem und jede marktwirtschaftlich organisierte Volkswirtschaft zusammen.“

    Immerhin liefert die Bundeswehr einen Vorschlag, wie sich die deutsche Sicherheitspolitik entwickeln muss, damit es nicht ganz so schlimm kommt. Der seit Jahrzehnten offene Ölmarkt werde sich wieder stärker in Richtung bilateraler Geschäfte entwickeln – Schwellenländer, vor allem China, seien Vorreiter bei dieser Entwicklung. Tatsächlich mischt China immer eifriger bei Rohstoffbeteiligungen in Afrika und Lateinamerika mit. Deutschland solle sich besonders darum bemühen, Russland als Hauptöllieferanten enger an sich zu binden. Und Europa insgesamt müsse sich stärker um Förderländer im Nahen Osten bemühen – trotz einer Belastung für das Verhältnis zu Israel.

    www.fr-online.de/wirtschaft/bundeswehr-schlaegt-alarm-/-/147
    2780/4608462/-/index.html


    Daher auch nur vorläufig.

    Durch Zentralismus bald:

    "Die Regierung in Peking hat das Ziel ausgegeben, dass bis zum Jahr 2030 rund 80 Prozent aller Elektroautos weltweit in China produziert werden sollen", sagt Christian Kleinhans, Autoexperte und Partner bei der Managementberatung Oliver Wyman. Der Ankündigung folgte nun eine Tat: Unter staatlicher Führung schlossen insgesamt 16 chinesische Großunternehmen aus der Auto-, Batterie-, Strom- und Ölbranche eine Allianz, aus der marktreife Elektroautos und die für ihren Betrieb nötige Infrastruktur hervorgehen sollen. Und das möglichst schnell.

    www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,713699,00.html

    Bewegung braucht Bewegung !
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#55 Mister_Jackpot
  • 02.09.2010, 14:54h
  • Antwort auf #52 von seb1983
  • Also ersteinmal steht in dem Wikipedia Bericht lediglic, dass Homosexuelle auch heute noch Diskrminierungen im "Alltagsleben" erfahren...mehr nicht...also nicht von gesetzes wegen. und nun kommen wir zu Deutschland..auch hier werden immer noch, im Jahre 2010, Schwule und Lesben im Alltag diskriminiert. Also findet da in Kuba insofern nichts besonderes statt, was hierzulande heutzutage nicht auch noch stattfinden würde. Und erzähl mir nicht es gäbe hierzulande keine Diskrimnierung...selbst bei der deutschen Polizei wird man als Schwuler nicht ernst genommen sondern belächelt, wenn man eine Anzeige erstattet (selbst erlebt!!!). Ausserdem steht dort auch nichts von einer "massiven" Diskriminierung.
    Auch sollte man Wikipedia Berichte nicht als wissenschaftliche Erkenntnisse ernsthaft betrachten, da die Artikel meist von Laien geschrieben wurden.
    Ich verhramlose nicht die Diskriminierung ansich (die findet mehr oder weniger weltweit statt!)...ich sage nur, dass sie nicht mehr oder weniger stattfindet als auch in Mitteleuropa heutzutage. Ich finde es sowieso sehr arrogant von manch europäischem Schwulen, der denkt Europa wäre die einzige "Insel der Glückseligkeit" für Homosexuelle. Ich denk mal dass russische Schwule beispielsweise sicher nicht freier leben können als kubanische Schwule, wobei es sich ja bei Russland angeblich um eine "Demokratie" handelt.
    Ob es sich um ein Lippenbekenntnis handelt kannst weder du noch ich sagen...aber mit einem Lippenbekenntnis will man doch meist einen Vorteil erlangen...welchen Vorteil hat Castro aber davon, dass er das jetzt gesagt hat? Mir fällt da nichts ein....
    Es geht hier niemals um die Rechtfertigung von Verbrechen, aber schon darum auch Wandel in einer Gesellschaft wie der kubanischen anzuerkennen. Mir ist es dabei relativ wurscht, ob es sich um rechte oder linke "Politiker" handelt, die hier eigene ehemalige politische Positionen kritisch sehen. Ich finde es auch ziemlich dämlich hier eine links vs. rechts Diskussion draus zu machen. Es geht doch um die Situation der Schwulen und Lesben in Kuba und die hat sich nunmal sehr stark zum besseren verändert, was ich begrüsse. Hier muss ich allerdings nochmals das Wirken der Castro Nichte hervorheben, der ich dies als Verdienst hoch anrechne. Man kann sie ja nicht in Sippenhaft nehmen nur weil sie mit Fidel verwandt ist wie ich finde. Schliesslich hat sie sich niemals etwas zu Schulden kommen lassen.
    Mich erfreut diese Entwicklung in Kuba insgesamt sehr und hoffe, dass Länder wie Russland, die sich Demokratie schimpfen auch endlich mal soweit kommen.
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#56 lolloAnonym
  • 02.09.2010, 15:09h
  • Out of Cuba

    Family charged with kidnapping, threatening son for gay lifestyle
    Family of gay man who grew up in Tamra indicted for kidnapping, assaulting, falsely imprisoning him over his cross-dressing lifestyle, pictures he posted on Facebook. His mother threatened him: Either erase pictures or it will be end of you...

    www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3948098,00.html
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#57 stromboliProfil
#58 xapplexAnonym
  • 02.09.2010, 16:29h
  • 2 Dinge werden von den Castro-Fans immer wieder ins Feld geführt: 1.das "totale Handelsembargo der USA". Dazu die DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld:

    "Seit 2000 ist das Embargo für Lebensmittel und Medikamente vollkommen aufgehoben. Trotz des Embargos stehen die USA an 6. Stelle aller Handelspartner von Kuba. Es kann frei Handel treiben. Es liegt an der Ineffizienz seiner Industrieproduktion und der am Boden liegenden Landwirtschaft, dass es nicht viel zu bieten hat."

    2. Die "tolle medizinische Versorgung".
    "Nach der ärztlichen Diagnose beginnt das eigentliche Problem. Arznei muss gekauft werden und ist oft unerschwinglich. Wenn jedem Kubaner die kostenfreie Sanierung seines Gebisses garantiert ist, warum laufen so viele Menschen mit ruinierten Zähnen herum? Wirklich nur, weil sie zu träge sind, zum Zahnarzt zu gehen?"

    Wohl einer der Gründe warum Kuba das Land "mit der höchsten Nuttendichte in Lateinamerika ist. In der Hotelanlage sah ich als erstes einen faltigen Endsiebziger am Pool das Knie einer höchstens siebzehnjährigen Farbigen umklammert halten, die stundenlang wortlos neben ihm ausharren musste, bevor sie ihm aufs Zimmer folgte. Aber auch Frauen haben keine Probleme, Liebesdienste von ganz jungen Männern in Anspruch nehmen zu können. Sie werden auf der Straße auf Schritt und Tritt angeboten, sobald man ohne einen Mann in der Nähe zu haben, unterwegs ist."

    www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wie_der_sozial
    ismus_das_paradies_auf_erden_ruiniert_6_die_trotzstarre_der_
    r/
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#59 xlenovoxAnonym
#60 LorenProfil

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