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- 06. September 2010 2 Min.

Die in Kerpen aufgefundene Leiche ist bislang noch nicht identifiziert. (Bild: Polizei Köln)
Drei Mordfälle nahe Cruising-Gegenden - zuletzt in Kerpen bei Köln - sollen von ein und demselben Täter verübt worden sein, der seine Opfer offenbar im Internet findet.
Wie ein Ermittler gegenüber der "Bild"-Zeitung mitteilte, sollen alle drei Opfer mit der selben Waffe regelrecht hingerichtet worden sein. Zunächst war im Mai ein 30-Jähriger in einer Cruising-Gegend um Magstadt (Landkreis Böblingen) getötet worden, im Juli wurde ein 70-Jähriger auf dem Autobahnparkplatz der A5 bei Mörfelden-Walldorf (Landkreis Groß-Gerau) tot aufgefunden (queer.de berichtete). Das letzte Opfer ist am 30. August in einem Waldgebiet in Kerpen-Buir nahe des Rastplatzes "Im Bahnert" mit mehreren Schüssen, darunter in den Kopf, ermordet worden. Der 25 bis 35 Jahre alte Mann konnte bislang nicht identifiziert werden (queer.de berichtete). Er wurde mit nur einem T-Shirt bekleidet aufgefunden.
Hunderte Polizisten durchsuchten am Freitag das Waldgebiet in Buir, wie die Polizei des Rhein-Erft-Kreises meldete. Es seien allerdings keine Gegenstände gefunden worden, die mit dem Getöteten in Zusammenhang gebracht werden konnten. Der Mörder soll aber nach Angaben der Polizei nach jeder Tat Kleider, Papiere und andere persönliche Gegenstände seiner Opfer mitgenommen haben.
BKA schaltet sich ein

Fahndungsplakat zu den ersten beiden Morden
Das Bundeskriminalamt hat sich ebenfalls in die Ermittlungen eingeschaltet. Die Behörde geht nach dem "Bild"-Bericht offenbar davon aus, dass der Täter seine Opfer in Internetforen findet. Nähere Informationen dazu liegen derzeit noch nicht vor. Auch für den "Bild"-Bericht über die gleiche Tatwaffe auch beim dritten Mordfall gibt es keine offizielle Bestätigung.
Die Mordkommission Kerpen-Buir bittet nach wie vor um Hinweise über die Identität des Getöteten. Er ist 1,82 Meter groß, 85 Kilo schwer und hat braune Augen. Auf dem linken Oberschenkel des eher sportlichen Körpers befindet sich eine zehn Zentimeter lange alte Narbe.
Hinweise nimmt die Mordkommission unter der Telefonnummer (0221) 229-0 entgegen. Seit dem Wochenende hängt die Kölner Polizei auch die Fahndungsplakate der Kollegen aus Süddeutschland aus. (dk)
Nachtrag (7.9., 17:35 Uhr): Die Polizei Köln hat am Dienstag mitgeteilt, dass beim Mord in Kerpen eine andere Waffe verwendet wurde als bei den zwei Tötungen zuvor. Man werde aber prüfen, ob die drei Fälle zusammen hängen, teilte eine Polizeisprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mit. Es sei möglich, dass der selbe Täter lediglich eine andere Waffe benutzt habe.
Links zum Thema:
» Polizei-Fahndungsseite Mord bei Kerpen
» Polizei-Fahndungsseite Mord an der A5
» Polizei-Fahndungsseite Mord bei Böblingen
Mehr zum Thema:
» Schlug der Cruising-Mörder zum dritten Mal zu? (03.09.10)
» Doppelmord an Cruisern: Polizei bittet um Mithilfe (27.07.10)
» Doppelmord in Süddeutschland: Gezielte Jagd auf Cruiser? (16.07.10)














Ich denke - für das BKA wäre es ein Kinderspiel auf den Rechnern der Opfer den "Nachrichtenverlauf" nachzuvollziehen, und die "Chatpartner" ausfindig zu machen !? Zumindest auf den "Blauen Seiten" ... Wer löscht schon regelmässig seine "Message History" !? Eben !! Sicher können auch "Pseudo User" aufgrund ihrer ID "(nach)rekonstruiert" werden ?!
Was mir nicht aus dem Sinn geht, ist die Tatsache, das es wohl bei allen drei Mordfällen laut den Presseberichten keine konkreten Zeugen gibt , die etwas gesehen oder gehört haben wollen !?
Kaum zu glauben ...