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  • 06. September 2010 30 2 Min.

Die Teilnehmer zogen durch Amsterdam.

Rund 1.000 Menschen haben am Sonntag in Amsterdam gegen homofeindliche Gewalt demonstriert - während der Demo wurde wieder ein Mann angegriffen, weil er für schwul gehalten wurde.

Zu dem Protest hatte die Homo-Gruppe Right to Feel Safe eingeladen. Viele der Demonstranten liefen Hand in Hand durch die Straßen, viele kamen im Drag-Queen-Outfit. Eine kleinere Demonstration hatte bereits Mitte Juni stattgefunden.

Die Aktivisten erklärten, dass die Stadtverwaltung bislang noch nichts unternommen habe und sich weitere Übergriffe zugetragen haben. So sei ein Pizza-Lieferant am 11. Juli mit seinem Mofa in eine Menschengruppe gefahren, die vor einer Schwulenbar stand. Mehrere Personen hätten die Wartenden dann als "schmutzige Schwuchteln" beschimpft und mit Biergläsern beworfen. Ein Mann musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ende Juli wurde dann ein britischer Tourist in einem Schwulenviertel verprügelt. Für Unmut unter Schwulen sorgte, dass der mutmaßliche Täter noch am selben Abend wieder freigelassen wurde.

Youtube | Video von der Demo

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Mehr Sicherheitsmaßnahmen gefordert

Die Demonstranten forderten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. So sei bereits Ende 2008 die Installation von Überwachungskameras in der Reguliersdwarsstraat angekündigt worden. In der Straße, in der sich viele schwule Kneipen und Clubs befinden, hatten sich in den letzten Jahren mehrere schwulenfeindliche Übergriffe zugetragen.

Selbst am Tag der Demonstration soll es zu einem Übegriff gekommen sein: Ein Mann soll Augenzeugenberichten zufolge von zwei jungen Frauen marokkanischer Herkunft beschimpft und verprügelt worden sein. Die Täterinnen sind verhaftet worden.

Die Universität Amsterdam forderte die Politik bereits 2008 in einer Studie auf, mehr gegen homofeindliche Übergriffe zu tun. Haupttäter sind Jugendliche aus bildungsfernen Schichten, die Schwule als "Raubtiere" ansehen, die sie verführen wollen (queer.de berichtete). Obgleich die Mehrheit der Übergriffe von gebürtigen Niederländern begangen werde, sei eine überdurchschnittliche Anzahl der Täter marokkanischen Ursprungs. Die Forscher führen das auf den durchschnittlich sehr schlechte Bildungsstand unter marokkanischen Einwanderern und deren Nachfahren zurück. Es sei daher wichtig, die Bildungschancen für sozial abgehängte Gruppen zu verbessern, um die Gewalt in den Griff zu bekommen. (dk)

-w-

#1 CDUAnonym
#2 SchwulerAnonym
  • 06.09.2010, 14:46h
  • Antwort auf #1 von CDU
  • "Wir müssen die soziale Spaltung insgesamt bekämpfen."

    "Integration neu zu denken, heißt, davon wegzukommen, dass wir hauptsächlich über ethnische Herkunft und religiöse Weltanschauung sprechen."

    Wowereit distanzierte sich klar von seinem früheren Finanzsenator Sarrazin und dessen Kritik an der angeblichen Integrationsunwilligkeit insbesondere der muslimischen Migranten. Sarrazin reihe sich mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" ein in Kampagnen wie die Unterschriftenaktion von Hessens damaligem Ministerpräsidenten Roland Koch gegen die doppelte Staatsbürgerschaft oder den "Kinder-statt-Inder"- Slogan des früheren nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (beide CDU).

    "Solche Kampagnen zielten auf kurzfristige parteipolitische Vorteile, haben unser Land in der Integrationspolitik aber um Jahre zurückgeworfen", kritisierte Wowereit.

    www.berlinonline.de/aktuelles/nachrichten/detail_afp_CNG.42f
    6ad5ed43024240767b3ee8dbbc10e.c1.php
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#3 xapplexAnonym
  • 06.09.2010, 14:47h
  • Haben eigentlich die Kinder chinesischstämmiger Niederländer auch einen "sehr schlechten Bildungsstand"? Beteiligt sich diese "sozial abgehängte Gruppe" auch an Gewalttaten gegen Schwule? Und wenn nein, warum nicht?
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