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Katholischer Professor
Schwule Beziehung ist wie "koffeinfreier Kaffee"
- 08. September 2010 2 Min.

Man stelle sich vor: Ein Kaffee, der morgens nicht wachmacht... (Bild: vince42 / flickr / by-nd 2.0)
Mal ein neuer Vergleich: Ein Abgesandter des Vatikans hat bei einem Besuch in Mexiko gleichgeschlechtliche Beziehungen mit der Wirkung von entkoffeiniertem Kaffee gleichgesetzt.
"Eine homosexuelle Beziehung ist wie koffeinfreier Kaffee, bei dem man nicht aufwacht", erklärte Gonzalo Miranda nach Angaben der Zeitung "El Universal". Der Pater ist Bioethik-Professor am Athenaeum Pontificium Regina Apostolorum, einer päpstlichen Universität in Rom. Miranda reiste zusammen mit Kurienerzbischof Elio Sgreccia zu einer Bioethik-Konferenz im südmexikanischen Huixquilucan.
Die katholische Kirche in Mexiko ist in Aufruhr, seitdem die Hauptstadt im Dezember 2009 die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet hat (queer.de berichtete). Zwar ist die Eheschließung in anderen Bundestaaten nicht möglich, sie müssen allerdings in Mexiko-Stadt geschlossene Ehen anerkennen. Der Kardinal der Hauptstadt nannte daraufhin die Homo-Ehe "böse", ein Kirchensprecher erklärte, gleichgeschlechtliche Hochzeiten seien schlimmer als der Drogenhandel, der in den letzten sechs Jahren mindestens 28.000 Menschen das Leben kostete.
Adoptiosrecht "schädigt" Kinder
Miranda kritisierte ferner, dass das in Mexiko-Stadt ebenfalls beschlossene Adoptionsrecht für Homo-Paare Kinder schädige und so an ihnen ein "schweres Unrecht" begangen würde. Zudem kritisierte er, dass die Homo-Ehe in vielen Teilen der Welt undemokratisch durchgesetzt worden sei: "Was gerade in Kalifornien passiert ist, ist sehr bedeutsam". Er bezieht sich auf die Entscheidung eines Richters, der das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe für verfassungswidrig erklärte (queer.de berichtete). Zuvor hatte das Volk 2000 und 2008 gleichgeschlechtliche Eheschließungen in Referenden mehrheitlich abgelehnt. "Zweimal hat das Volk gesprochen und zwei Mal hat ein Richter die Entscheidung der Bevölkerung für nichtig erklärt", so Miranda. Auch in Mexiko seien die Menschen nicht gefragt worden, ob sie gleichgeschlechtliche Ehen im Land dulden wollten.














