Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=12708
Home > Kommentare

Kommentare zu:
"Don´t ask, don´t tell" ist verfassungswidrig


#1 Knueppel
  • 10.09.2010, 10:03h
  • Nicht dass ich es besonders empfehlenswert finde, in einer Armee zu dienen, aber ein Schritt auf dem Weg zur Herstellung gleicher Rechte für Schwule und Lesben ist dieses Gerichtsurteil schon.

    Als "Zyniker" könnte ich jetzt natürlich kommentieren:
    "Auch Schwule müssen das Recht haben, für ihr Land im Kriegseinsatz zu sterben ..." Aber, zum Glück bin ich nicht zynisch
  • Antworten » | Direktlink »
#2 seb1983
  • 10.09.2010, 12:55h
  • Antwort auf #1 von Knueppel
  • Ein bissl wie bei der Homoehe, oder?
    Eigentlich will man sie nicht, aber weils um gleiche Rechte geht beißt man dann doch in den sauren Apfel

    Wenn ein Schwuler meint dass er zur Armee gehen muss dann sollte er das Recht ebenso haben wie ein Hetero, und in den USA ebenso wie in allen anderen Natoländern auch! Verbleibt einzig die Türkei im Mittelalter.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#3 XDAAnonym
  • 10.09.2010, 13:33h
  • Da musste also die Richterin für Herrn Obama entscheiden. Obama ist so ein schlechter Präsident, den bisher wohl schlechtesten den die USA in der jüngsten Vergangenheit hatten. Was ist nur aus seinen ganzen Versprechen geworden.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Liedel
  • 10.09.2010, 13:46h
  • @xda

    Versprechen hin, Versprechen her- letztlich wird er sich am Ende seiner Amtszeit an seinen Taten messen lassen müssen. Und was das angeht, dürfte George W. Bush wohl der schlechteste Präsident (homo- wie auch außen-, wirtschafts- und allgemeinpolitisch) sein, den "God's own country" in jüngster Vergangenheit hervorgebracht hat...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 stromboliProfil
  • 10.09.2010, 14:03hberlin
  • Antwort auf #3 von XDA
  • naja, man kann ja enttäuscht sein aber beim genauen hinsehen, sieht man: der ist gefangener seiner eigenen wähler, des systems!
    Wo sind seine wähler auf den strassen beim unterstützen seiner programme? Da tummeln sich die rechten und religiösen!
    Wo sind die millonen sozialabhänigen denen es an einer sozialversicherung, einer krankenkasse gelegen sein müsste; auf den strassen überwiegen die gegner!
    Jetzt kann man argumentieren, dass eben es aufgabe der politik sein muss , die forderungen der bürger umzusetzen.. eben das missverständnis der demokratie!
    Überlassen wir also dabbelju-busch, reagan, ford und nixon (?) ( den vor 1933 regierenden harding,cooligde nicht vergessen; zudem alle rep's !) den wettlauf um die medallie der schlechtesten präsidenten des letzten jahrhunderts...
    Das urteil wird nach ende der präsidentschaft gesprochen... ; bis dahin sind noch ein paar tage!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.09.2010, 14:42h
  • Da hat man auf Grund von positiven Nachrichten ja kaum Zeit, zu jubeln! Nach dem Homoeheverbot ist nun auch die "Don't ask, don't tell"-Regelung verfassungswidrig! Mal sehen, was noch so alles kommt, mit dem die LGBT-Community bald einen weiteren Befreiungsschlag verkünden kann!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 VR ChinaAnonym
#8 seb1983
  • 10.09.2010, 16:41h
  • Antwort auf #3 von XDA
  • Die Erwartungen an Obama waren ja vor der Wahl von allen Seiten ganz extrem. Die konnte er ja quasi gar nicht erfüllen. Man muss aber sagen dass er bis auf die Gesundheitsreform bisher tatsächlich hauptsächlich schöne Worte produziert hat und grade zu Beginn mit den damaligen Mehrheiten stärkere Veränderungen hätte erreichen können.
    Nach den nun anstehenden Wahlen und deren vermutlichem Ausgang wird er nur noch unter starken Komrpmissen weiterregieren können.

    Gegen Bush steht er allerdings quasi noch immer als Heiliger da, dessen Leistung noch zu unterbieten ist quasi unmöglich, da ging 8 Jahre lang wirklich alles schief und rückwärts meiner Meinung nach. Nr.2 Nixon konnte man ein undemokratisches Verhältnis zu Macht vorwerfen, aber immerhin ist er aus Vietnam raus, die EPA wurde gegründet und die Ping Pong Politik hat das Verhältnis zu China normalisiert. Wo hat Bush auch nur irgendwelche Erfolge gebracht??

    Nein, nein, von Obama mag man zwar enttäuscht sein, aber deine Bewertung hat er nicht verdient.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#9 parkbankAnonym
  • 10.09.2010, 17:07h
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • Es bedarf einer schon länger gierigen Oberschicht mit ihren willigen Vollstreckern in der verblödeten Mittelschicht, um diesen Zustand zu erreichen.

    XDA wird dem Handelsblatt wohl keine kommunistischen, anti-semitischen oder anti-amerikanischen Anwandlungen unterstellen.

    " MACHTVERLUST DER USA
    Die Supermacht der Schulden

    Um die Folgen der Finanzkrise einzudämmen, stürzten sich die USA in eine historisch beispiellose Verschuldung. Den Preis muss Amerika in gleich zwei Währungen zahlen: in Dollar und in Machtverlust. Der Historiker Niall Ferguson zieht bereits Parallelen zum Untergang des Römischen Reichs."

    www.handelsblatt.com/machtverlust-der-usa-die-supermacht-der
    -schulden;2557476


    Neuere Zahlen

    - Autoverkäufe fielen im August 2010 im Vergleich zum August 2009 um 21 Prozent auf das niedrigste Niveau in 28 Jahren.

    - Ausgaben in der Bauindustrie sanken (Juli 2009 - Juli 2010) um 10,7 Prozent auf ein Zehnjahrestief.
    - Im August gingen weitere 10.000 Arbeitsplätze verloren, bei einer realen Arbeitslosenquote von 16 - 20 Prozent.

    - Ausgabe von Ramschanleihen (sprich finanziellem Giftmüll) im August: 23 Mrd. Dollar, die höchsten Monatszahl für einen August in der Geschichte.

    - Auch die Geschäftsübernahmen erreichten im August mit 262 Mrd. Dollar ein Rekordniveau. (Da in den meisten Fällen die Finanzierung aus der Substanz der übernommenen Betriebe erfolgt, kann man sich die Auswirkungen auf die Arbeitsmarktzahlen und das Steueraufkommen errechnen.)

    USA
    Mit Milliarden gegen die Verzweiflung

    www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/tid-19800/usa-mit-mill
    iarden-gegen-die-verzweiflung_aid_550275.html
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#10 Timm JohannesAnonym
  • 10.09.2010, 17:24h
  • Sehr peinlich für unsere NATO Verbündeten in Amerika, das erst jetzt diese Regel in ihrem US-Militär fällt.

    Ausser den USA, wo nunmehr das Ende der staatlichen Diskriminierung im Militär eingeläutet wird, gibt es nur bei den Türken und bei den Griechen ähnlich schlimme Zustände der staatlichen Diskriminierung im Militär. In allen anderen Militärs der NATO-Mitgliedsstaaten dürfen homosexuelle Soldaten offen ihren Dienst ausüben.

    ----
    Das türkische Militär ist mir "sowieso" suspekt und da wundert mich die dortige homophobe Haltung in der türkischen Militärführung auch nicht weiter. Mich wundert sowieso, das so wenig in den Medien über die elenden Zustände im türkischen Militär berichtet wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#11 LorenProfil
#12 alexander
#13 stromboliProfil
  • 10.09.2010, 19:16hberlin
  • Antwort auf #10 von Timm Johannes
  • "Sehr peinlich für unsere NATO Verbündeten in Amerika..."
    zudem zeigen sich türkische männer nackt nur im haman und nicht in schwedischen gotteshäusern..
    was fehlt ist eine lesbische soldatenseelsorgerin wie ev'chen brunne, die unseren kriegern die lutheranische leichtigkeit des lebens beibringt..

    Ansonsten ist jegliches militär suspekt .. ( seb .. ich weiss! ) Und wer den bericht des bundeswehrbeauftragten aufmerksam liest sieht: hierachiche strukturen bringen eben entgleisungen mit sich.. das liegt in der dialektik des gehorsams!
    Aber wie gesagt: es fehlt die ordnende hand der evangelichen - lutherraner .. da fällt selbst hagia sophia und akropolis zu staub!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#14 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.09.2010, 19:17h
  • Auf die mutige Entscheidung von Richterin Virginia Phillips werde ich zu ihren Ehren ein Proseccöchen aufmachen! Stöööööööößchennnnnn!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#15 dööööönerAnonym
#16 Timm JohannesAnonym
  • 11.09.2010, 00:59h
  • @Loren

    Das hat NICHTS mit Türkenbashing zu schaffen, wenn auf die elenden Misstände im türkischen Militär verwiesen wird.

    Denn im Vergleich zum türkischen Militär ist bei den US-Amerikanern die Trendwende beim Militär nunmehr eingeläutet. Bei den Türken ist dies als einzigem NATO Mitgliedsstaat bisher nicht der Fall.

    Und wer glaubt, dass die Türkei reif für den EU-Beitritt sei, der ist falsch gewickelt.

    Nee Loren mit Türkenbashing hat das NICHTS zu schaffen und wenn du und paar andere hier auf Sarrazin anspielt, so kann ich nur dazu folgendes sagen:

    In der Wortwahl hat sich Sarrazin vergriffen, aber in den Inhalten hat er leider in Teilen vollkommen Recht. Es ist Fakt, dass gerade im Kreise türkischer Immigranten die Homophobie höher liegt, als bei Bürgern aus Frankreich, Italien, Schweden oder Polen. Und leider ist auch Fakt, das ein Teil der Türken sich sehr bewusst nicht integrieren will und das Kopftuch von Ihnen der Gruppenabgrenzung dient.

    Und in diesem Punkt sind leider die Grünen und Linkspartei ein wenig zu naiv:

    Sehr schön auf den Punkt bringt dies die Persiflage von Claudia Roth beim Weissbiertrunk im letzten Winter zur Türkeihaltung der Grünen:

    *
    www.youtube.com/watch?v=VMZK5-5h-5k&feature=related
  • Antworten » | Direktlink »
#17 seb1983
#18 LeftieAnonym
#19 eMANcipation*Anonym
#20 stromboliProfil
  • 11.09.2010, 10:55hberlin
  • Antwort auf #16 von Timm Johannes
  • www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/schwarzes-loch-rech
    ts-aussen/


    Dammbruch "Das wird man ja wohl sagen dürfen"

    du darfst dir aussuchen was auf dich passt, bruder johannes. Politisch warst du ja eh immer so zwischen den parteien schwankend die dir deine kleinen vorteile versprachen... da darfst du auch in rechten gedanken suchen und fündig werden..
    hauptsache die versprechen dir einen steuerausgleich für partnerschaftliches wohlverhalten!

    "Die türken sind nicht reif"... bruder johannes, was wohl bist du , liest man deine beiträge!
    Sicher ist nur eines : religion ist wie kopftuchtragen eine gruppenabgrenzung, und in dieser erkenntnis sind zunehmend immer weniger so naiv, drauf reinzufallen! Und es gilt den blick zu schärfen für die "zwischentöne, die sich im grau und braunbereich religiös/politischer empfindlichkeiten absondert: das entdecken der "unterschiede " die herbeizitiert, ein weltbild zementieren hilft an dem der rest wieder genesen darf... da mischt sich politische aufgabe mit christlicher sendungsbewusstheit, was auch dein häufiges intervenieren zugunsten einem konservativen weltbild erklärt.

    Ps.: claudia roth ist als politikerin eine persiflage..gebongt, da brauchts keine schlecht inzenierte parodie! Aber selbst in der auswahl deiner spitzen bist du bieder geblieben...

    Gruppenabgrenzung?
    Wahrscheinlich würde auch ich zum kopftuch greifen, würden wir uns mal begegnen.. wer will schon in den selben topf mit dir geworfen werden?
    husch husch nach schweden, bishöfinen trösten!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#21 LorenProfil
  • 11.09.2010, 11:22hGreifswald
  • Antwort auf #16 von Timm Johannes
  • Wer in der derzeitigen Stimmungslage hierzulande von "Don't ask don't tell" mal flugs zum türkischen Militär wechselt, um dann Sarrazin inhaltlich zuzustimmen, der einen ungenießbaren Cocktail aus Ethnie, Rasse, Genetik, Intelligenzverteilung und Integrationswillen anrührt und empirische Fakten da bewusst ignoriert, wo sie nicht in den Kram passen, der muss sich über den Vorwurf des Türken-bashings nicht wundern.

    Übrigens geht es nicht darum, gesellschaftliche Phänomene nicht wahrnehmen zu wollen, aber der Ton macht die Musik und die inhaltliche Schwerpunktsetzung klopfe ich daraufhin ab, ob sie zu konstruktiven Lösungen führen oder Vorurteile bedienen, spalten und ausgrenzen soll/könnte. Wer sich gerade als Schwuler unsensibel zeigt für die Versuche, komplexe Phänomene zu reduzieren und individualtheoretisch zu erklären, ohne soziologische, soziokulturelle, arbeitsmarktpolitische etc. Einflussfaktoren, aber auch solche wie Stadtentwicklung (sog. "Verdichtung") in den Blick zu nehmen, der hat aus der eigenen Geschichte wenig gelernt und ist im besten Fall naiv - naiver, als dir die sich daueraufgeregt gerierende Claudia Roth erscheinen mag.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#22 Lingua francaAnonym
  • 11.09.2010, 12:06h
  • Antwort auf #20 von stromboli
  • ".. da mischt sich politische aufgabe mit christlicher sendungsbewusstheit, was auch dein häufiges intervenieren zugunsten einem konservativen weltbild erklärt..."

    Die sind halt im 3. Jahrtausend noch nicht angekommen.

    Neben Aufschlüssen über die Vorlieben der Teilnehmer versuchte OkCupid aus den Selbstdarstellungen auch Erkenntnisse über ihre sprachlichen Fähigkeiten zu gewinnen, wozu man den Coleman-Liau Index einsetzte. Den Ergebnissen zufolge sprechen die Inder das beste Englisch – gefolgt von Asiaten, Personen aus dem Nahen Osten und solchen aus dem Pazifikraum. Erst danach folgen Weiße und Schwarze. Auf den letzten Platz landen die Latinos.

    Noch interessanter ist die Verteilung der Englischfertigkeiten nach der Religionszugehörigkeit:

    Die schlechtesten weisen nämlich die Protestanten auf, dicht gefolgt von den Katholiken.

    Dann kommen mit relativ großem Abstand der Reihe nach Moslems, Hindus, Agnostiker, Juden, Buddhisten und Atheisten.

    www.heise.de/tp/blogs/6/148355
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#23 jojoAnonym
#24 SebiAnonym
  • 11.09.2010, 13:52h
  • Ich habe zwar noch nie viel vom Militär gehalten, aber dennoch:
    Bravo!

    Wobei es auch unter Obama offenbar nicht besser geworden ist: jeder Fortschritt muss mühsam erkämpft werden und statt der Politik müssen Gerichte handeln.
  • Antworten » | Direktlink »
#25 OZZYAnonym
#27 franzoseAnonym
  • 12.09.2010, 09:16h
  • "Don´t ask, don´t tell"

    Nicht nur im Millitär. Und nicht nur in den USA.

    "Andere schwule Fußballer zeigen Solidarität, outen sich aber nicht

    Mit dem Fall Lemaire soll sich nun die Ethik-Kommission des französischen Fußballverbandes befassen. Ein Schritt, den der verbannte Spieler als wichtige Etappe in seinem Kampf ausdrücklich unterstützt. In den letzten Tagen habe er viele Briefe von Fußballspielern erhalten, die darin schilderten, wie sie ihre Homosexualität verbergen."

    www.wz-online.de/?redid=939494
  • Antworten » | Direktlink »
#28 Veröffentlichen!Anonym
#29 Timm JohannesAnonym
  • 12.09.2010, 15:30h
  • @emancipation
    Darin bist Du und der Nick stromboli doch hier Meister im Forum, was das Bashing gegen andere Forenteilnehmer angeht. Kein Wunder, das Euch hier keiner Ernst in euren Kommentaren nimmt.

    Als homosexueller Mann weise ich nunmal gern auf die Misstände hin: und dazu gehört nunmal die weit ausgeprägte Homophobie unter Teilen der Türken hier im Lande sowie die Nichtzulassung von türkischen schwulen Männern im türkischen Militär.

    Die Türkei ist meines Erachtens über Jahrzehnte nicht reif, um EU Mitglied zu werden. Und innerhalb der EU gibt es bereits genügend Probleme, die die EU zu bewältigen hat. Da bedarf es nicht auch noch einer EU Aussengrenze zum Irak und Iran, die mitten durch das Gebiet der Kurden verläuft.

    Und hier sind nunmal Grüne und Linkspartei ein Stück weit zu idealistisch, was die Rolle der Türkei angeht. Und dies erkennnt man unter anderem am Zustand des türkischen Militärs.
  • Antworten » | Direktlink »
#30 Timm JohannesAnonym
  • 12.09.2010, 15:44h
  • @Lorren
    Leider bist du zu parteiisch und ignorierst die Fakten.

    Natürlich ist es richtig und konsequent bei diesem Artikel auch einmal den Blick auf die anderen NATO Militärs zu werfen, mit denen wir verbündet sind.

    UND da fällt nunmal auf, dass es mit der Abschaffung der diskriminierenden Regel in den USA nur noch in Griechenland und in der Türkei zutiefst diskriminierende Zustände für homosexuelle Menschen gibt.

    Und Du hast erst dann in deinem Beitrag die Kurve zu Sarrazin aufgeworfen und damit dann dieses Fass hier eröffnet... nicht ich habe damit angefangen.

    Aber wenn Du mir dann sehr heuchlerisch vorwirfst, hier Türkenbashing zu betreiben, so antworte ich Dir darauf auch gern.
    Bashing betreibst doch eher du und paar andere Forenteilnehmer, wenn man sich so anschaut, was ihr so für einen Senf schreibt.

    Und wenn dann Linke glauben und du anscheinend auch, das hier die Türken im Lande die Opfer seien und diskriminiert werden, so antworte ich dir hier aus tiefstem Herzen als schwuler Mann: umgekehrt verhält es sich: ein Teil der sich nicht integrierenden Türken sind vielmehr Täter im Bereich Homophobie in Deutschland. Soviel zum Thema Homophobie und Türken.

    Sarrazin hat da leider vollkommen in den Inhalten Recht, auch wenn ich seine Wortwahl nicht teile. Aber bei DIr Loren sowie bei stromboli und emanicaption ist bekanntlich hier im Forum starke Linkslastigkeit eurer Beiträge offensichtlich, die dann immer wieder "auffliegt". Da lobe ich dann lieber in diesem Fall die FDP oder die CDU, die hier ehrlicher und klarer formuliert, das es Misstände bei den türkischen Immigranten gibt. Als homosexueller Mann unterstütze ich hier diese Haltung der bürgerlichen Parteien, auch wenn ich ansonsten eher den Grünen auf anderen Politikfeldern zuneige.
  • Antworten » | Direktlink »
#31 eMANcipation*Anonym
#32 LorenProfil
  • 12.09.2010, 17:34hGreifswald
  • Antwort auf #30 von Timm Johannes
  • "Sarrazin hat da leider vollkommen in den Inhalte Recht ... Da lobe ich dann lieber in diesem Fall die FDP oder die CDU ..."

    Dann versuche ichs mal mit denen:

    news.de.msn.com/politik/politik.aspx?cp-documentid=154606278

    www.tagesspiegel.de/berlin/merkel-sarrazin-redet-dummes-zeug
    /1858340.html


    Und zu deinem besseren Verständnis:
    Ich habe in #21 sehr bewusst den 2.Absatz eingeleitet mit dem Satz : "Übrigens geht es nicht darum ... spalten und ausgrenzen soll/könnte." Es geht darum, konkrete Probleme möglichst zu lösen, aber nicht, indem man ganze Gruppen der Bevölkerung über einen Kamm schert, sondern Individuen, die gegen Gesetze verstoßen, identifiziert und nach den Vorgaben der Gesetze sanktioniert und dann resozialisiert (wie das übrigens auch dem Rechtsstaatsverständnis hierzulande meines Wissens entspricht). Ansonsten wird man in Bildung und Erziehung (=Aufklärung), in eine Arbeitsmarktpolitik, die gerechte Teilhabe ermöglicht u.ä. investieren müssen. Und das ist mühsam, anstrengend, langwierig und teuer, so wie gelebte freiheitliche Demokratie mühsam und manchmal sehr langsam sich entwickelt und dabei immer so fehlerhaft bleibt wie die Menschen, die sie gestalten (= wir alle, dich und mich eingeschlossen).

    P.S.
    Es ist keine Neuigkeit, dass Homophobie bei muslimischen wie übrigens auch christlichen Fundamentalisten zum "Kernbestand" ihres Glaubens gehört. Sie sind jedoch innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaften hierzulande eine Minderheit, die bei Verstößen gegen das Gesetz im Einzelfall gerichtlich zur Räson gebracht werden sollte. Die (leider viel zu oft) schweigende Mehrheit ist da glücklicherweise hierzulande aufgeklärter und friedfertiger. Wer aber immer Ersteres betont und Letzteres vernachlässigt, folgt der Spur von "Rattenfängern" wie Sarrazin, Wilders u.a., die letzten Endes zum eigenen Vorteil gruppenspezifische Diffamierung und Hetze betreiben, anstatt zu differenzieren und die positiven Entwicklungen mit konstruktiven Vorschlägen zu stärken. Auf konstruktive Vorschläge deinerseits wäre ich geradezu gespannt ...

    Soweit mein "Senf", welcher schon so manchem lauwarmen Würstchen ein wenig Geschmack verliehen hat. Du darfst natürlich auch beim Eintopf bleiben. Als Demokrat kann ich so lange damit leben, wie du deinen Eintopf nicht zur allein sättigenden "Nationalspeise" hochstilisiertst und mir und anderen vorschreibst. Auch nicht denen, die vielleicht Döner bevorzugen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#33 LorenProfil
  • 12.09.2010, 17:49hGreifswald
  • Antwort auf #30 von Timm Johannes
  • P.S. 2

    Politisch Andersdenkende durch Diffamierung mundtot machen zu wollen, ist leider in den täglichen Auseinandersetzungen nicht unüblich. Da rührt man dann gern -wie du es exemplarisch vorführst- z.B. mal einen "linken Eintopf" zusammen und übersieht, dass die verschiedenen Ingredenzien dieses Eintopfs tatsächlich Verschiedene (nämlich Inidividuen mit ihrer eigenen Biographie, ihren eigenen Gedanken, Empfindungen und inhaltlichen Schwerpunkten) sind. In anderen Fällen mag es auch mal ein "rechter", "bürgerlicher", "christlicher", "muslimischer" , "typisch deutscher" , "typisch türkischer" etc. etc. "Eintopf" sein. Ich bevorzuge es, Menschen als Individuen zu sehen und anzusprechen und würde mir Gleiches auch von anderen wünschen, wenns um mich geht.
    Das gibt dann auch jedem die Chance, für sich selbst zu sprechen (nichts für ungut bitte, "eMANcipation" und "stromboli", aber ich beharre nun mal gern auf meine Individualität).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#34 Burg JohannesAnonym
#35 Edzard ReuterAnonym
  • 12.09.2010, 19:55h
  • "..Wer in der derzeitigen Stimmungslage hierzulande von "Don't ask don't tell" mal flugs zum türkischen Militär wechselt, um dann Sarrazin inhaltlich zuzustimmen, der einen ungenießbaren Cocktail aus Ethnie, Rasse, Genetik, Intelligenzverteilung und Integrationswillen anrührt und empirische Fakten da bewusst ignoriert, wo sie nicht in den Kram passen, der muss sich über den Vorwurf des Türken-bashings nicht wundern..."

    Tayyip Erdogan, der Premier der Türkei, provoziert in Europa heftige Kritik. Wohin will er eigentlich?*

    Türken entscheiden sich für mehr Demokratie
    12.09.2010, 18:26 **

    Drei Jahrzehnte nach dem Putsch: Die Türken haben in einem Referendum für eine weitreichende Reform ihrer Verfassung votiert. Mehr als 59 Prozent entschieden sich nach der Auszählung von 80 Prozent der Stimmen für "Ja". Ein Erfolg für die Regierung von Ministerpräsident Tayyip Erdogan, der von einem "Wendepunkt für die türkische Demokratie" sprach.

    Die Reformen beschränken die Macht der Militärjustiz und sehen eine Neuordnung der hohen Justiz vor. EU-Politiker wie die Türkei-Berichterstatterin des EU-Parlamentes, Ria Oomen-Ruijten, hatten die Reformen im Vorfeld als "Schritt in Richtung Demokratisierung" begrüßt, auch liberale Intellektuelle wie Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk hatten für ein Ja geworben.

    «Wir diskutieren heute den Völkermord an den Armeniern», sagt Perihan Magden. «Noch vor kurzem wussten wir nicht einmal, wie man das Wort buchstabiert. Erdogan hat die Herrschaft der Furcht gebrochen.» Sie erzählt vom 24. April. An dem Tag gedenken die Armenier der Massaker von 1915/16. Mit einem Sitzstreik erinnerten dieses Jahr auch ein paar Tausend Istanbuler der Vernichtung der anatolischen Armenier. «Früher hat die Polizei bei solchen Anlässen zugesehen, wie die Faschisten uns verprügelten», sagt Magden. «Diesmal haben sie sich schützend um uns gestellt.»

    Es ist das türkische Paradox, dass ausgerechnet ein konservativer Muslim das Land weltoffener macht. Dieses Paradox heisst aber auch: Eine demokratischere Türkei ist nicht bloss eine, in der Liberale nach Herzenslust debattieren dürfen, in der Frauen laut nach mehr Macht rufen, in der Istanbuls Schwule und Lesben zum Christopher Street Day in Rekordzahl durch die Stadt ziehen. Es ist auch eine, in der die konservativ-anatolische, die religiöse Seite der Türkei sichtbarer ist als zuvor. «Bedroht das meinen Lebensstil? Nicht im Geringsten», sagt Perihan Magden. «Ich bin nicht alarmiert», sagt auch Ishak Alaton.

    «Ich bin nun 83 Jahre alt», sagt Ishak Alaton, bekennender Sozialdemokrat und der bekannteste jüdische Unternehmer des Landes. «Aber eine Türkei so frei, so wohlhabend und so transparent wie heute habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen.» Ja, Erdogan hat eine nationalistische Ader, einen Hang zum Autoritären. Und ja, er hat oft gezaudert, hat viel versprochen, was er nicht halten konnte, ist mit ambitionierten Reformen gescheitert, mal an gegnerischer Sabotage, mal am eigenen Dilettantismus. Die Zahl der von ihm Enttäuschten – Kurden, Alewiten, Kopftuchträgerinnen – ist gross."

    *

    bazonline.ch/ausland/europa/Der-Missverstandene/story/282881
    57


    **

    www.sueddeutsche.de/politik/volksabstimmung-ueber-verfassung
    sreform-tuerken-entscheiden-sich-fuer-mehr-demokratie-1.9988
    80
  • Antworten » | Direktlink »
#36 eMANcipation*Anonym
  • 12.09.2010, 19:58h
  • Antwort auf #33 von Loren
  • Finde ich gut, @Loren.

    Mich würde deine individuelle Meinung zu folgendem Sachverhalt interessieren:

    #24

    www.queer.de/detail.php?article_id=12704&kommstart=20#kommen
    tare


    Was meinst du:

    Besteht eine Chance, dass queer.de es schwul-lesbischen Medien in anderen EU-Ländern gleichtut und beispielsweise einen offenen Brief an die Verantwortlichen publiziert?

    Wenn schon keine längst überfällige Kampagne zu den potenziell tödlichen Folgen eben der Homophobie, die da relativ unverblümt praktiziert wird.

    Vielleicht hast du ja andere Ideen, wie wir hier bei queer.de mal ganz individuell und konkret etwas beitragen können, das eine positive Wirkung nach außen entfaltet.

    Warum soll eigentlich in Deutschland nicht gehen, was anderswo geht?!

    Sind wir hier, weil wir wirklich etwas bewegen wollen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#37 LorenProfil
  • 12.09.2010, 23:14hGreifswald
  • Antwort auf #36 von eMANcipation*
  • Mmh, ich dachte schon beim Suchen, dass ich jetzt eigene widersprüchliche Bemerkungen um die Ohren gehauen kriege. Soll ja vorkommen und ich müsste damit auch klarkommen. Nochmal Glück gehabt .
    Was diese BzgA-Studie angeht, hat sich meine Meinung nicht geändert (es gab ja schon einmal die Gelegenheit, sich darüber auszutauschen) - siehe #5:

    www.queer.de/detail.php?article_id=12677

    Fairerweise muss ich der BzgA zugestehen, dass sie auch über Homosexualität brauchbare Materialen und Websites anbietet. Dennoch erweckt die Antwort das Gefühl, dass man in der Studie mit fadenscheiniger Begründung homosexuell empfindende Jugendliche bewusst ignoriert hat. Wer weiß, was mit dem Begriff "heimlicher Lehrplan" gemeint ist, kann auch vermuten, was dieses Aussparen bewirken kann/soll (?), nämlich dass Homosexualität als nicht erwünscht von den Befragten wahrgenommen wird. Mit dem, was ich unter der Würde des Menschen verstehe, hat dies herzlich wenig zu tun. Ich hätte mich als schwuler befragter Schüler in meiner Würde verletzt gefühlt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 stromboliProfil
  • 12.09.2010, 23:25hberlin
  • Antwort auf #29 von Timm Johannes
  • Cessante causa cessat effectus ...**
    zuviel der ehre.. deine beliebtheit hier im forum entspricht deinen beiträgen , nicht meinem "linken" gegenhalten...

    Das du zum runniggag wirst, ist eben auch dem bedürfniss , deine "WELT" darstellen zu wollen geschuldet.. da ist die satire unvermeidlich.

    Aber es zeigt sich wieder einmal: wo argumente fehlen, wird die "beleidigte leberwurst" aus dem handtäschen herausgeholt.
    Was soll ich sagen auf den vorwurf keiner nehme mich ernst.. der zuspruch zu meinen beiträgen spricht für sich! Selbst in der harschen kritik sehe ich mich ernst genommen, setzt sie sich mit den inhalten auseinander nicht mit der person ; was bei dir nicht mehr der fall ist!

    Politisch halte ich dich für einen windbeutel der konservatives mit liberalem zu verdecken sucht.., dass war schon seit anfang deiner beiträge ersichtlich; also die sarrazin - trittbrettfahrerei nicht überraschend , sondern eher beweis für deine grundhaltung: trittbrettfahren!

    DAs mag in deiner christlichen erziehung liegen die ja auch beinhaltet : Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gott gehoert....
    So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt. Römer 13, 7...
    es erklärt deine sicht aufs materielle die uns beide unterscheidet: ich bestehe auf gerechte verteilung , wissend, dass die vorgenommene bisherige, eine der manipulation geschuldet ist.
    Einer manipulation ,an der kirchen religionen ebenso beteiligt sind bis in die heutigen tage. Und das barmherzige mäntelchen täuscht nur noch unentschlossene oder ihres willens nicht mehr freie!
    Deshalb: erzähl hier nicht was von der segensreichen eigenschaft der kirchen, während du unchristlich dich bereicherst an asozialen regeln.. auch wenn sie gesetzlich von deinen lieblingsparteien dank lobbymafia legitimiert sind; das trennt uns grundsätzlich! Und so stellt sich auch die frage: wie zeigt sich der christliche charakter wenn christen untereinander sich bekriegen.. wie du in deinem rkk-bashing so eindrugsvoll auszeigst! Dabei gilt unter christe die regel:
    „Clericus clericum non decimat „

    So kommen wir auch zur türkischen/griechischen reife, die du hier als kriterium zu entdecken glaubst.
    So manche der in eu anwesenden, hat seine vergangenheit und sein aufholbedürfnis in bezug auf humanistische ideale!
    Das wussten auch die väter der erweiterung, aber ein anderer gedanke trieb sie um: was geschieht mit diesen staaten, werden sie sich selbst überlassen!
    Keine frage, wir hätten längst um uns herum eine kette rechtpopulistischer staaten, weil ihre wirtschaftliche kraft allein zum überleben in der bestehenden kapitalgesellschaft nicht mehr zu garantieren wäre! Und nichts ist anfälliger für rechte anliegen , gekleidet in der hohlen phrase vom schutz des gemeinwohl, als verunsicherte „bürger“ .
    Da findet sich die spur zu den sarrazeniaden der seit langem auf ein sprachrohr hoffenden: die seit 85 ca. stattfindende entsorgung des sozialstaates wird von euch apologethen des abendländischen unterganges nicht erwähnt ( vielleicht nicht erkannt; was ein hinweis auf die politische einfalt wäre , die ich euresgleichen wohlwollend unterstelle!) , aber stellvertretende übeltäter in den mittelpunkt des geschehens gezogen!
    Das auch ist der gedanke bezüglich türkei: nicht die frage , ob schon westlich, bestimmt das handeln , sondern die frage, werden unsere europäischen grenzen von einem uns konformen staat gewährleistet oder , haben wir quasi im hausflur einen staat mit !feindlichen " interessenslagen. Wer schützt da dein ikea wohnzimmer plus billyregal und partnerschaftspilderrahmen …
    Nicht umsonst hat schon in den 60-70-80zigern die westliche weltpolitik mehr auf türkei als militärischer pufferstaat gesetzt, als sich mit den humanistischen verhältnissen zu beschäftigen. Landwirtschaftlich wird es dank seiner wasserreseven zukünftig die "kornkammer „der eu sein.
    Und erst seit die eu sich anbietet auch sicherheitspolitische aspekte zu gewährleisten , erst da, wird der ruf nach verwestlichung der türkei lebendig. Das ist durchsichtig und die türken wissen darum. Sie spielen nun DIE nationalistische karte, die wir uns nicht zu spielen getrauen weil umringt von misstrauigen nachbarn.

    Da muss der zuwanderer sich eindeutschen! Aber bieten wir ihm dann auch die chance die ihm zusteht? Warum ist in der wahrnehmung der türke der neue jude unserer zeiten geworden.. weil er deutsche schwule kloppt... oder deutschen mädschen hinterherläuft; weil er seine eigene sprache auf unseren deutschen strassen spricht ohen rücksich darauf das wir ihm nicht folgen können wenn er sich lustig macht über uns? Oder ist dieser „rückzug“ ins national herkommende „ folge der undurchsichtigen lebenserwartungen die ihnen hier entgegen stehen.
    Jugendliche mit abi- abschluss und besseren notendurchschnitten nicht in der wirtschaft fuss finden weil ob ihrer herkunft bereist im vorfeld abgewiesen.. könnte ja sein das die junge frau plötzlich mit der burka ins büro kommt?!
    Ängste von kleinbürgern so zum massstab gesellschaftlicher betrachtung werden. Deshalb wird auch steinbach zur causa wie zuvor sarrazin: gewisse dinge zu sagen, haben ihren unrühmlichen ursprung in einem, auf deutschnationlem ordnungsdenken bassierend. DA sollte man entweder den mund halten oder sich seine wortwahl wirklich überlegen. Aber selbst da, lassen sich die herkunft und zielrichtung bestimmen ohne sich vom kreidefressenden wolf ein märchen erzählen zu lassen. Die wiederholung der türkischen eigenschaften sprechen da für sich!
    Fehlende sozialkompetenz wird gerne einer gruppe angelastet , besonder wenn die ohnehin schon unterdruck geraten... , aber wehe, es ergeht einem selbst mit der anklage sozial nicht kompetent zu sein..; zeder und mordio schreiend wird hier der linksradikalismus als zweiter grosser feind entdeckt...

    Wissend, dass gesellschaftliche verwerfungen ihre grossen urheber hat, macht die sicht auf den kleinen täter interessant, zeigt es auch die richtigen handlungswege, aus der täter, in ein sozial eingebundenes , verantwortungsbewusstes individium sich hin entwickeln. IHR sarrzinisten könnt euch berauschen an der vorstellung der kollektiven „einbindung“ des fremden in eure denkweise, ich und andere stellen die veränderung der sozialen verhältnisse über alles andere!
    Ich bin nicht zimperlich und fordere, wie ich zu geben bereit bin; das macht den unterschied auch zwischen uns beiden deutlich; mein umgang mit meine türkischen mitbürgern ist nicht von oben herab sondern auf gleicher augenhöhe.
    Wäre nur den jugendlichen zu vermitteln , und damit meine ich alle(!!) , dass der gegner nicht im scheinbar schwächeren (schwulen.. aber die haben auch unter ihresgleichen opfer...!) zu suchen ist , sondern im system , wäre schon die halbe miete gezahlt. Das beweisst sich aus eigenen erfahrungen und aus sozialen zusammenhängen: früher haben die jugendlichen sich mit dem staat beschäftigt, mit dessen handeln und verfehlungen. Da war genug sozialer sprengstoff, der den staat zum einlenken und nachdenken brachte. Übrigens , da beginnt auch das erste nachdenken über die „unliebsam zwischen uns lebenden, da wurden jugendzentren gegründet, arbeitskreise eingerichtet und jugendliche da angenommen, wo sie leben. Heute kürzen wir die mittel und wundern uns, wenn die leute ihren eigenen geschützten raum sich suchen;
    Danach haben wir es lichterketten überlassen die geschicke zu deuten.. mit dem ergebnis das religiöse das denken übernehmen.
    Das zieht sich als faden durch die integrationsgeschichte: wenn gott maßstab des täglichen handelns wird, wird sie automatisch gegen die regeln des säkulär sich gebenden staatswesen antreten. Und wie du die rkk bewertest kannst du zwangsläufig auch nur den islam erleben ohne die grundsätzliche frage dir zu zugestehen: Wie kann sich ein laizistisch-säkulärer staat gegen religion wehren, wenn nicht durch infragestellung der religionen?!
    Wenn die berauschten mengen , die mittlerweile wie du sich gegen überfremdung wehren, müssten die sich auch um die überfremdung durch religionen ängstigen!

    Wir benützen gerne sprüche um zu unterstreichen: ehrenmorde... ;wer redet von den ebenso ermordeten frauen aus eifersucht unter deutschen.. ehedrama ist da das höchste der gefühlten teilnahme. Aber der ehrenmord ist fremder , so auch als plattform fremdenfeindlicher gefühlslage besser zu plakatieren.
    Wenn wir schon so begriffssuchend sind, warum reden wir nicht

    Der „rückzug“ (!) der diskriminierten in eine innenwelt, was wir mittlerweile als paralelwelt empfinden, ist doch nur logischer schluss aus unserer vereinfachenden sicht von LÖSUNGEN ! Die leute habe recht uns nicht zu trauen, ist doch unser verhalten genau das , was integration ernsthaft verhindert. Ich an deren stelle würd mir ebenso nicht ans bein pinkeln lassen, auch wenn ich die argumente als richtig einsehen würde... so ist nun mal menschliches verhalten: irrational!
    Und wenn wir weiter bedenken: bis zum jetzigen zeitpunkt sind die "angesprochenen " immer noch recht ruhig, aber die lunte ans pulverfass gezündet... irgendwan lassen dei sich weder von sarrazin noch solchen wie dir auf der nase rumtanzen...
    Weil, da wird aus der geschichte gelernt: nie wieder etwas, wie es den juden erging... selbst wir reagieren so, wenns unsere belange angeht!
    Lies mal die analysen und untersuchungen zum entstehen des antisemitismus (! ), Bruder johannes! Und sei nicht gleich verschreckt ,deine lutheraner in forderster front hier als verursacher wiederzufinden.. Lerne lieber draus! Ansonsten gilt:
    **Cessante causa cessat effectus__ Fällt die Ursache fort, entfällt 
    auch die Wirkung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#39 Timm JohannesAnonym
  • 13.09.2010, 02:39h
  • @Loren
    Ich bevorzuge es auch, Menschen als Individuen zu betrachten. Aber leider seit Ihr es doch, die hier immer im Forum ganz gezielt nicht berücksichtigt, dass die Ansichten homosexueller Menschen sehr unterschiedlich bei verschiedenen Themen (Atomausstieg, Türkeibeitritt, misslungene Integration islamischer Menschen, usw.) sind und dann "ballert" Ihr hier immer auf diese Menschen drauf rum.

    Und da sage ich dann nur, Ihr könnt es halt nicht verkraften, das homosexuelle Menschen politisch unterschiedlich denken und wählen. Das passt Euch nicht.

    Ich für meinen Teile wähle beispielsweise die Grünen oder die FDP bei den Wahlen; manchmal wähle ich auf Kommunalebene/Landesebene CDU. Mein Mann hingegen wählt SPD, was auch in Ordnung ist. Linkspartei würden wir beide hingegen NIE wählen, da deren Positionen nicht tragbar sind. Und rechts der CDU ist natürlich bei uns auch Schluss.

    Es ist schon echt der Hit, wie aber hier im Forum unsere Linksparteifans hier die Community vereinnahmen wollen. Das ist in der Form hier im Forum schon sehr auffällig.

    ---

    Ansonsten gut das die Verfassungsreform in der Türkei erfolgreich ist. Das begrüße ich sehr. Gleichwohl die Zustände gerade im türkischen Militär sind indiskutabel und misserabel. UND es ist nunmal Fakt, das homosexuelle Menschen dort vom Militärdienst ausgeschlossen sind.

    UND liebe Loren: ich bleibe dabei, dass diese unhaltbaren Zustände in der Türkei sehr wohl hier erwähnt gehören, wenn wir hier über das US Militär diskutieren. Denn es ist nicht okay, immer nur die USA hier zu thematisieren, aber die viel schlimmeren Zustände in der Türkei zu vergessen. Schliesslich sind wir mit beiden Staaten militärpolitisch über die NATO verbunden.
  • Antworten » | Direktlink »
#40 stromboliProfil
  • 13.09.2010, 11:08hberlin
  • Antwort auf #39 von Timm Johannes
  • schatzerl, es ist kein individualismus (!), sich bei gesellschaftlichen fragen dem jeweils eigenen interesse unterordnen zu wollen, es ist opportunismus, weil eigeninteressen dienend.
    Damit kann man leben, aber als "individuum" ist man dann "gebrandmarkt"...

    Deine beispiele sollen mal als richtschnur beim nachdenken dienen:
    Atomausstieg ist eine frage nicht nur der gefährlichkeit eines unsicher handhabbaren energiekonzeptes mit folgekosten und entsorgungsproblemen die wir in die zukunft verdrängen; es ist auch die auseinandersetzung mit einem kapitalistischen versorgungskonzept , dass dem bürger eine "abhänigkeit aufzwingt", also díe dem bürgerinteresse diametral entgegen steht!
    Dies hat in der vergangenheit nicht nur zur aufgabe eines regional bezogenen versorgungskonzeptes, es hat auch zur veräusserung von "volksbesitz" geführt.. schuldentilgung, indem der staat sich in abhängigkeit von versorgungsanbietern bringt! Letztendlich also geht es nicht mehr nur um das endlagern oder verhindern von harrisburg & tschernobyl , sondern um den politisch gesicherten zugang zu bürgerinteressen.
    Es ist also sehr wohl ein bürgerliches interesse voraus zu setzen, wenn man dagegen ist. Wo nun findet das homosexuelle individium zugang: wohl In der erkenntnis, nichts ist losgelöst und seperat lösbar; es ist ein zusammenhang herstellbar in der frage z.b. was bürger als eigen-interesse, durchzusetzen in der lage sind! Wo sie ihre allianzen finden, mit wem sie sich verbünden!
    Und bürgerwille ist auch für uns von besonderer bedeutung, spielen wir doch letztlich täglich die karte der zustimmung des bürgerlichen wohlgesinnten zu uns und unseren bedürfnissen. Wären wir bereit, unsere interessen in einer volksbefragnug zur entscheidung vorzulegen? Wir wissen doch von uns selbst, wie unterschiedlich wir politische "notwendigkkeiten bewerten.. oder?

    Das lässt sich gut auch am beispiel stuttgart 21 zeigen: längst steht nicht mehr die "notwendigkeit " eines projektes zur debatte, sondern die wut darüber übergangen zu werden!
    Kapitalinteressen gegen gespürtes unbehagen nicht mehr teil der entscheidungen zu sein!
    Das macht auch den prozess des türken als identifikationsmodel der ausgegrenzten aus; er dient als mittel, sich einen handlungsrahmen zu zu schustern, in ermangelung an anderen feindbildern und dem mangel gefühlter mitsprachemöglichkeiten.

    NUR: wo waren diese massen in der einführungsphase, als die baupläne zur einsicht ( nicht zur korrektur!) auslagen. Da haben die selben mechanismen gewirkt: es gibt für eine person offensichtlich die möglichkeit zuvor für ein projekt zu sein, weil den argumenten der kapitalseite zugeneigt ( hier der fdp-cdu wähler...) aber dann feststellt: die interessiert ein scheiß was du denkst (spd-grüne-cdu-fdp...) und nun liegt einem die linke als zuhörer nahe..
    sorry .. auf soviel gedehnte denkmöglichkeiten ballere ich zu recht ein; ich zahle nicht für inkonsequenz und politische bequemlichkeiten.
    Und : solche menschen sind mir suspekt! Sie werden heute sich in fragen der datensicherheit als liberal/aufgeklärt geben, um im nächsten zug eine überwachungskampagne gegen missliebige zu unterstützen, weil es dann ihrem schutzbedürfnissen entspricht. Das ist alles , nur keine politische position beziehen! Nur , gesellschaft ist nicht ein wühltisch mit sonderangeboten, sondern ein, der politischen weitsicht und über eine legislaturperiode hinwegdenkendes gebilde...
    Da brauchts mehr als kreuze machende, die kommunalpolitisch einer cdu nahestehen, die vieleicht einen neuen gewerbehof mit aldi-lidel an land gezogen ( monopolisierende gentrifikation..passt wie die faust aufs auge der monopolisierung der energiewirtschaft !) , aber dafür die innerkomunale wirtschaftsstruktur zum absterben gebracht hat.
    Und auch dass müsste dir einleuchten: "individuell unterschiedlich" denken, mag von oben gesehen nützlich sein, für betroffene ist es ein kontrapolitisches handeln: irgendwann sollte auch der homosexuelle positionen einnehmen, die über den rahmen seiner homopolitischen befindlichkeiten hinweg geht!
    Man kann nicht verschiedenen herren dienen wollen, um in frieden gelassen, oder sich vorteile zu beschaffen! Das wird mit wachen augen von aussen her registriert und uns angerechnet.

    Wir leben in einem gefüge in dem politische kräfte nicht nur im bundes-länderpolitischen bestimmt wird, auch die komunalwahl setzt eindeutige zeichen und bringt parteien in zugzwänge!
    Eine, auf kommunalebene gestärkte cdu also landespolitisch und letztendlich bundespolitisch daraus konsequenzen nach sich zieht.. Dein wahlverhalten also die cdu in ihren haltungen zur homofrage bestätigt, sich auch in bundespolitischen fragen wie gesetzesänderungen, vom wahlvolk aus den wahlkreisen gestützt fühlt!
    Da wunderst du dich als komunaler cdu- wähler, dass deine bundespolitischen hoffnungen auf eine gleichstellung ins niemandsland trifftet...
    Das ist politische hanswursterei und schwulenpolitisches harakiri! Da muss man euch einfach vor sich hertreiben, um eurem treiben ein ende zu setzen! Da BALLERTS in der kiste!

    Und rechts von der cdu kein politisches plätzchen vorhanden? Auf was also hoffst du: eine rückbesinnung auf einen f.j. strauss mit einbindungspotential , um deine phantasien zur lösung der türkenfrage zu befriedigen.. oder was eigentlich willst du als alternative?

    Eine gesellschaft , die eine, in ihr lebende auffordert , sich ihr anzupassen..???
    Erinnert dich das nicht an die forderungen, die so den § 175 ermöglichten als eindämmung "paraleler welten" .. Das wusste schon die schwulenbewegung um 1900! Nun forderst du "integration", wohl weil dich auf der sicheren , unverfängliche seite fühlend ( verpartnert, mir siehts man nicht an... familie und religionszugehörigkeit... integriert??? ), mit dem nachweis, aktiv werbend tätig zu sein...

    Für militärdienst zu werben ist für schwule eigentlich ein logisches NO GO ! Wir beweisen uns nicht als gleich, wenn wir auf den dienst mit waffen scharf sind ums den heten gleich zu machen! Eher sollten uns aus eigener erfahrung soziale dienste und verpflichtungen wichtiger sein, um unseren "dank ans vaterland" auszudrücken! Auch das eine kompetenzfrage an den einzeln ( wenn du schon darauf bestehst!) , nähmlich die der erkenntnis, dass waffen- kriege- verteilungskämpfe generell zu ächten sind!
    Ich bin deshalb immer noch stolz drauf, als schwuler den "dienst" verweigert zu haben!
    Wenn aber dich die unhaltbaren zustände in militärischen einrichtungen so erregen.. wieso nicht generell sich gegen das militär zu entscheiden..; in keiner zeit (!!!) hat es ein militär gegeben, in dem das individium seiner rechte gewürdigt oder geschützt wäre.., das wäre eine zivilgesellschaft , denn nur in der überwindung der hierachien ist raum für individuelle rechte!

    Und türkisch verhältnisse in kaseren sind dort vieleicht standart in unseren kasernen aber immer wieder sichtbar.. Lies, was in polen, nederlande , finnland , dänemark und GB in den kasernen geschehen; also kümmer dich auch mal um die!
    Dann können wir uns auch über selbstmordraten in kasernen und ihre statistische relevanz gegenüber den selbstmorden schwuler schüler in der brd mal austauschen...
    Überraschende ergebnisse sind garantiert!
    Respekt vor dem einzeln , erfordert auch die kritik am ganzen und entsprechend dem handeln des einzeln!
    Oder um es mit loren zu sagen: "Wer sich gerade als Schwuler unsensibel zeigt für die Versuche, komplexe Phänomene zu reduzieren und individualtheoretisc h zu erklären, ohne soziologische, soziokulturelle, arbeitsmarktpolitisc he etc. Einflussfaktoren, aber auch solche wie Stadtentwicklung (sog. "Verdichtung") in den Blick zu nehmen, der hat aus der eigenen Geschichte wenig gelernt und ist im besten Fall naiv - "... da wird bruder johannes zur claudia roth des queer.de forums mit spezialgebiet religiöse entrüstung!
    Drehn wir eine spot für you tube; du als sendungsbewusster vor dem hintergrund einer einen regenbogen malenden eva brunne...
    Womit wir wieder bei johannes , dem witz angelangt wären...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#41 LorenProfil
  • 13.09.2010, 11:18hGreifswald
  • Antwort auf #39 von Timm Johannes
  • "Ich bevorzuge es auch, Menschen als Individuen zu betrachten."
    "Aber leider seit ihr es doch ..."

    "Ich" vs. "ihr": Ich habe das Gefühl, du hast meine #33 nicht wirklich verstanden. Kritisiere mich, wie es dir beliebt, aber stecke mich nicht in Schubladen. Und nebenbei bemerkt weiß ich verschiedene Meinungen etc. sehr zu schätzen, wenn sie begründet und nachvollziehbar sind, ebenso wie ich die user hier zu schätzen weiß, die unter einem user name schreiben und auch teils sehr kontroverse Beiträge zum Besten geben. Ohne diese Verschiedenheit wäre dieses Forum wie das Leben für mich sterbenslangweilig.

    "Linksparteifans": Und wieder ordnest du Leute ohne Kenntnis derselben einer Schublade zu. Eine übrigens, in die ich nicht passe. Mein unerbetener Rat: Setze dich mit den Äußerungen einzelner auseinander und kritisiere Inhalte, Argumente.
    Vermeide es, Menschen zu stigmatisieren und irgendwelchen Gruppen/Schubladen zuzuweisen, sofern sie sich nicht selbst zu irgendwelchen Gruppen/Schubladen bekennen.

    "UND liebe Loren ..."
    Solltest du mal meine Beiträge hier im Forum gelesen haben, sollte dir aufgefallen sein, dass ich ein Mann bin.

    www.thinkbabynames.com/meaning/1/Loren
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#42 LorenProfil
  • 13.09.2010, 11:28hGreifswald
  • Antwort auf #39 von Timm Johannes
  • P.S.
    Mein Lebenspartner, der aus einem sog. "Dritte-Welt-Land" stammt, grummelt mindest bei jeder zweiten Frau mit Kopftuch oder jedem zweiten Mann mit langem Bart heimatliche Flüche über Muslime vor sich hin (was ich u.a. auf Separationsbestrebungen von Muslimen in seiner Heimat mit einhergehenden Bombenanschlägen, Morden u.ä. zurückführe). Wir schaffen es dennoch, ein einigermaßen harmonisches Beisammensein hinzukriegen, auch wenn dann von Zeit zu Zeit die Funken sprühen. Soviel nur zu deiner Sichtweise: " ... ihr könnt es halt nicht verkraften, das homosexuelle Menschen politisch unterschiedlich denken ...".
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#43 stromboliProfil
#44 eMANcipation*Anonym
  • 13.09.2010, 14:04h
  • Antwort auf #37 von Loren
  • So weit, so gut, Loren.

    Was können wir hier bei queer.de dafür tun, dass diese unerträgliche Ausgrenzung von jungen, homosexuell empfindenden Menschen und von deren Lebenswirklichkeit,

    unter Verwendung unser aller Steuergelder,

    in aller Schärfe zurückgewiesen und eine grundlegend andere Neuauflage der Erhebung erreicht wird?

    Ohne nochmaliges Abkassieren seitens derer, die sexualwissenschaftliche Fakten ignorieren und offensichtlich keinerlei Respekt vor der identitären Selbstfindung junger Menschen haben!

    Da kann es nicht mit virtuellem Bedauern in der Kommentarfunktion von queer.de getan sein, sondern die Community und auch die schwulen Medien müssen gemeinsam klar machen: SO NICHT!

    Ich für meinen Teil habe auch Politiker, die sich angeblich für die Belange homosexueller Menschen interessieren oder zumindest so inszenieren, persönlich angeschrieben.

    Daher nochmals meine Frage: Was hältst DU von der Idee eines gemeinsam erarbeiteten, offenen Briefes an die Adresse der BZgA mit klaren und unmissverständlichen Forderungen, den wir hier bei queer.de veröffentlichen.

    Vielleicht hält es ja sogar die Redaktion für sinnvoll, dem Beispiel schwuler Medien in anderen Ländern zu folgen und gerade die Lebenssituation junger Homosexueller endlich angemessen zu thematisieren - gerade dort, wo die Betroffenen gezielt ausgegrenzt, unterdrückt und stigmatisiert werden. Noch dazu von einer staatlichen Institution für "Aufklärung" und "Gesundheit".

    Irgendwann sollten wir uns mal entscheiden, ob wir wirkliche Veränderung wollen und dafür auch neue, aber durchaus in anderen Ländern erprobte Wege beschreiten!

    Woher soll die Veränderung kommen, wenn wir unsere Möglichkeiten, die eine Plattform wie diese bietet (die dabei immer noch kommerziell genug sein und Geld genug verdienen darf), nicht endlich nutzen?

    Ich wünsche mir da ein klares Ja oder Nein von jedem hier - dann wissen alle, wo sie bzw. wir stehen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#45 eMANcipation*Anonym
  • 13.09.2010, 14:13h
  • PS:

    Warum können WIR das nicht?

    Bitte genau lesen, da steckt nämlich einiges an Engagement von Leuten in den schwul-lesbischen Medien drin!

    www.pinknews.co.uk/news/articles/2005-8969.html

    Wenn DIE nationale Behörde für Gesundheit und Aufklärung in derart dreister Manier allen jungen Menschen nur eine sexuelle Identität zugesteht und alle, die da nicht hineinpassen, gezielt ausgrenzt,

    damit sogar einen Schritt zurück macht im Vergleich zu den vorherigen Studien seit 1980,

    sollte das Grund genug sein, endlich in die Gänge zu kommen!
  • Antworten » | Direktlink »
#46 LorenProfil
  • 13.09.2010, 15:25hGreifswald
  • Antwort auf #44 von eMANcipation*
  • Die Idee eines offenen Briefes finde ich gut und sie scheint auch anderen zu gefallen, wenn ich die positiven Bewertungen deines Beitrags hier richtig einschätze. Eine Veröffentlichung setzt natürlich das Einverständnis und die Mitarbeit der queer.de-Redaktion voraus. Ein solcher Brief sollte sich wohl auch an das Bundesgesundheitsministerium als übergeordnete Behörde (mit) richten.

    Sollte ein offener Brief nicht möglich sein, könnte es ja auch ein abgestimmt formuliertes Schreiben sein, das diejenigen am selben Tag mit denselben Forderungen losschicken/-mailen, denen das Thema am Herzen liegt.

    In der praktischen Umsetzung wäre es natürlich hilfreich, wenn du beispielhaft (z.B.) Kernforderungen zusammenstellen und zur Diskussion stellen könntest und sich möglichst viele der hier Mitlesenden an einer kurzen (max. 2 Tage), zielführenden (!) Diskussion beteiligen (und nicht nur grün/rot bewerten, sondern sich auch inhaltlich äußern).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#47 9/11Anonym
#48 FoXXXynessEhemaliges Profil
#49 Mariposa Anonym
  • 14.09.2010, 17:24h
  • Interessante Diskussion - für mich ist es allerdings nur schwer nachvollziehbar, wie man als Schwuler eine in Teilen extrem homophobe Partei (CDU) wählen kann.... Die angeblich so "liberale" Partei steht zudem für die klassische Ellenbogengesellschaft, in der das Recht des Stärkeren zählt. Die Blau-Gelben fand ich schon immer zum Gruseln, zumindest seit 1982 und vor allem beim jetzigen Spitzenpersonal fehlen mir echt die Worte. Mich würde auch mal interssieren, was an Union/FDP explizit "bürgerlich" sein soll. Meine Mutter bezeichnet sich auch so und hat meistens SPD oder gelegentlich die Grünen gewählt.

    Ich habe nix gegen die angebliche Linkslastigkeit der anwesenden User hier, zähle mich gerne dazu. Die SED-Nachfolgepartei wäre für mich beispielsweise in Sachsen bei mir erste Wahl, dort ist die SPD ja nur ein trauriger Haufen....

    PS: Ich lebe in Hessen.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel