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- 14. September 2010 3 Min.

Florian in Bedrängnis: Wo soll er die heiße Susi verstecken? (Bild: Ikea Austria)
Ein neuer Ikea-Werbespot aus Österreich zeigt einen Mann in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, der eine geheime Affäre mit einer Frau hat.
Die Reklame sorgt weltweit in schwulen Foren für Diskussionen. In dem 30-Sekünder wird gezeigt, wie sich das junge Paar Florian und Susi in einer geräumigen Wohnung leidenschaftlich küsst. Doch bevor die Beiden sich alle Kleider vom Leib reißen können, betritt Hubert die Wohnung mit den Worten "Hi, Schatzi". Florian reagiert schnell: Er versteckt seine Freundin in der geräumigen Ikea-Küche, noch bevor Hubert sie bemerkt. Währenddessen sagt eine Stimme aus dem Off: "Weil Florian auch mal größere Sachen verstauen muss, hat Ikea die passende Lösung". In der letzten Szene sitzen Florian und Hubert glücklich füßelnd am Küchentisch.
Binnen weniger Tage wurde die Werbung rund 50.000 Mal auf Youtube abgerufen - andere österreichische Ikea-Spots bringen es im besten Fall auf wenige tausend Klicks. In italienischen, spanischen und amerikanischen Blogs wird nun über die Bewertung der Kurzwerbung diskutiert. Dabei gibt es auch Kritik, etwa im US-Blog "Joe My God": "Ich befürchte, dass der Witz auf Kosten von gleichgeschlechtlichen Beziehungen geht und Mainstream-Klischees bedient", erklärte etwa der User AdBo.
Andere fürchten, dass Bisexuelle stigmatisiert werden. Ein Nutzer beklagt, dass Bisexualität von großen Teilen der Gay Community nicht anerkannt werde und dieser Spot die Vorurteile über diese Gruppe noch befeuere.
Viele Kommentatoren halten den Spot dagegen für einen gelungenen Witz und erklärten, es sei großartig, wie Ikea mit sexuellen Identitäten spiele. Für US-Leser brachte der 30-Sekünder zudem neuen Informationen über die Alpenrepublik: "Ich hätte nie gedacht, dass Österreich ein Ort ist, an dem sich Heteros verstecken müssen", schreibt der Nutzer Bad Humor Boy.
Florian geht auch bei Facebook fremd

Ikea gehört mit einem Umsatz von 20 Milliarden Euro im Jahr zu den erfolgreichsten Unternehmen der Welt. (Bild: Per Ola Wiberg Powi / flickr / by 2.0)
Die Hauptfigur der Fernsehwerbung soll auch in anderen österreichischen Medien für schwedische Möbel begeistern. So hat "Florian von IKEA" eine eigene Facebook-Website, in der er unter anderem Bilder mit Susi und Hubert veröffentlicht. Auch Interessen und "persönliche" Daten gibt Florian preis: So nennt er als Lieblingsbuch er neben dem obligatorischen Ikea-Katalog "Die Kunst des Liebens".
Ikea gilt seit Jahren als Vorreiter in der Werbeindustrie, wenn es um schwule Figuren geht. So sorgte der Konzern 1994 für Aufsehen gesorgt, als er in den USA zum ersten Mal mit einem schwulen Paar warb. Das führte zu Protesten von Homo-Gegnern: Die Werbung hatte eine Bombendrohung in einem der Einrichtungshäuser zur Folge, woraufhin der Spot zurückgezogen wurde. Inzwischen sind solche Spots jedoch zur Normalität geworden. In konservativen Ländern führt die schwedische Leichtigkeit aber nach wie vor zu Problemen: So rief eine katholische Lobbygruppe in Polen 2008 zum Ikea-Boykott auf, weil im Katalog des Möbelhauses ein männliches Paar abgebildet war (queer.de berichtete). (dk)















www.gaystation.info/tv/?/tv/archiv/c/coming_in.html
Einfach nur eine witzige leichte Kommödie, keine Vorlage für irgenwelche "Homo-Heiler".... ich fands ganz lustig.
So, und jetzt sollen sich die mit ihrem Hetronormativen-Diktatur-Verschwörung-Dingens etc meintewegen aufregen.