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Kommentare zu:
Westerwelle heiratet seinen Freund


#1 CarstenFfm
  • 17.09.2010, 20:52h
  • Herzlichen Glückwunsch!

    Und er setzt ein tolles Zeichen... gerade Ländern gegenüber, die noch nicht so weit sind.
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#2 gatopardo
#3 eMANcipation*Anonym
#4 ralfAnonym
  • 17.09.2010, 21:16h
  • Leider wohnt Westerwelle nicht in einem baden-württembergischen Landkreis. Sonst hätte er seine Hochzeit dank der Landes-FDP womöglich auf der KFZ-Zulassungsstelle feiern dürfen.

    Naja, in den Umfragen sinken die Werte der FDP ohnehin ständig, nun sind wir schon bei 5%. Die Entwicklung braucht sich nur ein wenig bis März 2011 fortsetzen und der Landtag von Baden-Württemberg ist sein CDU-Anhängsel los.
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#5 HundAnonym
#6 godddamn. liberaAnonym
#7 jojoAnonym
  • 17.09.2010, 21:31h
  • was soll eigentlich diese betonung, es handele sich um eine "rein private angelegenheit"? was zum teufel soll es denn sonst sein?

    ach, ich vergaß: man muss ja ungefragt klarstellen, dass homosexualität und alles, was damit zusammenhängt, generell niemals politische angelegenheiten sein können. sonst könnte noch jemand auf die verrückte idee kommen, ein politiker und außenminister könnte sich womöglich auch beruflich ab und zu mal mit diesem thema beschäftigen - und das kann ja niemand ernsthaft verlangen, oder?
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#8 Liedel
  • 17.09.2010, 21:36h
  • Glückwunsch den beiden!

    Auf dass Herr W. nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Außenministers spätestens 2013 die steuerlichen Vorteile der Eingetragenen Lebenspartnerschaft voll wahrnehmen kann und zwecks Brötchenerwerb weder zum BDI, noch zur Energiewirtschaft, noch nach Brüssel entsorgt wird
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#9 pferdAnonym
#10 MIZAnonym
  • 17.09.2010, 21:58h
  • Freut mich, dass Herr Westerwelle jetzt auch von der eingetragenen Lebenspartnerschaft Gebrauch macht!
    Als das Gesetz 2001 von der damaligen rot-grünen Bundesregierung eingeführt wurde, hat er es selbst abgelehnt: "Das könne man auch per Vertrag vor dem Notar privatrechtlich regeln".

    Ich hätte ihm eine schöne Homo-Hochzeit in einer KFZ-Zulassungsstelle in BaWü gegönnt, wo seine FDP mit der CDU regiert. Aber der Herr Minister zieht eine standesgemäße Zeremonie vor dem Oberbürgermeister in Bonn vor.....
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#11 BerndBNAnonym
  • 17.09.2010, 22:04h
  • Antwort auf #7 von jojo
  • Bei jeder anderen Person des öffentlichen Lebens stellt man auch keine Theorien auf, dass eine Hochzeit im privaten Kreis an der Sexualität liege. Die finden auch oft im privaten Rahmen statt, das wird dann auch so geschrieben und jeder denkt: gut so, auch Personen des öffentlichen Lebens haben eine Privatsphäre.
    Er hat nur mit 20 Leuten gefeiert, das ist dann sehr privat, aber es wurde kein Geheimnis draus gemacht. Also fang nicht an zu motzen, freu Dich doch auch mal, wenn ein Politiker ein Zeichen setzt, dass Homosexualität normal ist. (Mir ist schon die Antwort klar, die auf meinen Kommentar kommt: was hat die FDP für uns getan.... DARUM GEHT ES HIER NICHT!)
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#12 africaAnonym
  • 17.09.2010, 22:14h
  • Antwort auf #11 von BerndBN
  • Er ist für das Lebensglück der Menschen hier und
    anderswo ein Master of Desaster. Er ist Gier.

    Sänger der Band U2 und weltweit geachteter Afrika-Aktivist, greift im Interview mit der "Frankfurter Rundschau" den deutschen Entwicklungshilfe-Minister Dirk Niebel (FDP) frontal an.

    Bonos Vorwurf: Niebel wolle die deutschen Zahlungen für den weltweit anerkannten Globalen Fonds der Vereinten Nationen zur Aids-, Malaria- und Tuberkulose-Bekämpfung von zuletzt 200 Millionen Euro pro Jahr "auf Null zurückfahren". Niebel streiche damit Zahlungen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf früheren Geberkonferenzen zugesagt habe. Dies werde zum Kollaps der Aids-Programme in Afrika führen, denen die Medikamente auszugehen drohten.
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#13 MIZAnonym
  • 17.09.2010, 22:15h
  • Antwort auf #11 von BerndBN
  • Ein Zeichen hätte Herr Westerwelle setzen können, wenn er demonstrativ in BaWü geheiratet hätte, wo bis heute keine Homo-Ehen auf dem Standesamt geschlossen werden dürfen.
    Damit hätter er die dortige Landesregierung öffentlich blamiert und in arge Nöte gebracht. Man stelle sich vor: der deutsche Außenminister und Vizekanzler muss seinen langjährigen Lebensgefährten in einer KFZ-Zulassungsstelle heiraten......
    Das wäre ein Zeichen gewesen!!!
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#14 jojoAnonym
  • 17.09.2010, 22:23h
  • Antwort auf #11 von BerndBN
  • "Bei jeder anderen Person des öffentlichen Lebens stellt man auch keine Theorien auf, dass eine Hochzeit im privaten Kreis an der Sexualität liege."

    ja. eben.

    und da würde auch niemand auf die idee kommen, die "privatheit" einer konkreten eheschließlung ausdrücklich zu betonen, weil sie selbstverständlich ist. deshalb sehe ich in dieser aussage auch kein zeichen für normalität, sondern das signal einer demonstrativen entpolitisierung - das genau genommen eben deshalb eine politische botschaft enthält.

    ich wäre mit dieser deutung vorsichtiger, wenn das nicht von anfang an guidos umgang mit seiner eigenen homosexualität geprägt hätte: er möchte das thema entpolitisieren und in den bereich des "privatproblems" verweisen - sowohl was seine person als auch was den gesellschaftlichen umgang angeht. das kann man aber erst dann tun, wenn der politische gegner aufhört, heterosexualität zu privilegieren und wenn die rechtliche und gesellschaftliche gleichstellung erreicht ist.

    also vermutlich nicht mehr zu meinen lebzeiten...
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#15 LorenProfil
  • 17.09.2010, 22:40hGreifswald
  • Schade, dass endlich ein Schwuler in Deutschland in ein so hohes öffentliches Amt kommt und dann seine Homosexualität derart konsequent als rein privat deklariert, obgleich er wissen müsste, dass Homosexualität so lange auch politisch ist, wie Homosexuelle in irgendeiner Form diskriminiert werden. Daher kann ich mich nicht zu mehr als einem lahmen "Gratuliere" durchringen. Ihm wirds wohl ähnlich egal sein wie viele andere Belange homosexueller Menschen hierzulande.
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#16 herve64Ehemaliges Profil
  • 17.09.2010, 22:44h
  • Antwort auf #1 von CarstenFfm
  • Träum weiter!

    Ich für meinen Teil finde es schon sehr bezeichnend, wenn man sich in ein gemachtes Bett begibt, bei dessen Beziehung man einstmals so hinderlich war wie klebende Kacke am Schuh. Typisch Westerwelle, typisch FDP: man nutzt nun Vorteile, die andere für einen erkämpft haben und schmückt sich obendrein noch mit fremden Federn. Diese ganze "freidemokratische" Mischpoke widert mich an.
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#17 VolumeProProfil
  • 18.09.2010, 00:34hMönchengladbach
  • An alle hier, die eine "Hochzeit" in BaWü fordern.

    Auch wenn Herr Westerwelle und Herr Mronz dieses gewollt hätten, wäre das rechtlich nicht möglich gewesen. Anders als bei der Ehe, die vor jedem Standesamt in Deutschland geschlossen werden kann, kann die LPart nur vor dem Standesamt geschlossen werden, in dessen Bezirk mindestens einer der beiden Partner seinen Hauptwohnsitz hat.
    Da beide ihren Hauptwohnsitz in Bonn haben, kam die Vornahme dieses Verwaltungsaktes nur dort in Frage. Dass der Hauptverwaltungsbeamte (also der Oberbürgermeister) selbst die Eintragung der Lebenspartnerschaft vorgenommen hat, versteht sich von selbst. Immerhin ist einer der Partner der Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und Bundesminister. Das wäre bei einer Eheschließung auch nicht anders gewesen.
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#18 Timm JohannesAnonym
  • 18.09.2010, 01:49h
  • Herzlichen Glückwunsch zur Heirat !!!

    Das finde ich natürlich sehr schön, und es freut mich für Westerwelle und Mronz.

    Ein deutscher Aussenminister und Vizekanzler heiratet seinen langjährigen Freund. Eine echt schöne Meldung...

    Möge jetzt auch noch endlich die Reform bei Besoldung/Versorgung der Bundesbeamten/Soldaten kommen sowie die Anpassung der Einkommenssteuer an die Lebenspartnerschaft, liebe FDP.
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#19 Timm JohannesAnonym
  • 18.09.2010, 02:08h
  • @VolumePro
    Das ist zwar auf Baden-Württemberg richtig, aber in allen anderen Bundesländern kann man sich an ein anderes Standesamt auch trauen lassen. Dazu bedarf es keines Hauptwohnsitzes eines Partners in dem Bundesland.

    Beispielsweise heiratete ein Freund von mir seinen Mann in seiner Heimat Niedersachsen, obgleich beide ihren Hauptwohnsitz in NRW haben.

    Nur in Baden-Württemberg als einzigem Bundesland ist dies halt nicht möglich, da dort die Zuständigkeit sehr eingeschränkt geregelt wurde. Westerwelle hätte auch in Hannover oder Hamburg heiraten können, wenn es das Paar gewollt hätte. Nur in Baden-Württemberg ist dies nicht möglich.

    ---

    Ansonsten freut mich die Heirat von Westerwelle sehr und möge die FDP nunmehr endlich auch die Reform bei der Besoldung/Versorung der Bundesbeamten/Soldaten und in der Einkommenssteuer durchsetzen und diese an die Lebenspartnerschaft anpassen.
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#20 alexander
  • 18.09.2010, 05:39h
  • sehr ulkig !!!
    es gibt doch keine homo"ehe", also auch keine "heirat", noch weniger eine "hochzeit" !!!

    p.s.: zu westerwelle und mronz ist absolut nichts mehr zu sagen !

    ( uns bringt es ne menge ein, wird doch jetzt die menge wieder grölen : sehet hin wie gut und unbehelligt die schwulen in deutschland leben können, was wollen die denn mit ihren ständigen ansprüchen eigentlich noch ??? )

    offensichtlich gibt es in der brd ein "udowalzsyndrom " !
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#21 DacoAnonym
  • 18.09.2010, 09:54h
  • Als passenedes Geschenk wäre das schöne, wertvolle Bild

    "GUIDO & MICHAEL"

    von Daniel Cool angemessen gewesen.

    Doch diese kleine Freude für seinen Schatz, Micheal, war Guido dann doch zu geizig.

    www.danielcoolshop.de
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#22 anonymusAnonym
  • 18.09.2010, 10:24h
  • Bis jetzt, so lange haben die beiden in "wilder Ehe" gelebt??? Aber, aber ....
    na, is ganz gut daß sie jetzt "verpartnert" sind, bei der Geldmenge die da im gemeinsamen Haushalt verdient und gehortet wird. So sind sie jedenfalls im Fall der Fälle vor testamentlichen Schmeißfliegen geschützt ....
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#23 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.09.2010, 10:42h
  • Dem Paar meine besten Glückwünsche und daß es eine harmonische und sehr lange Ehe wird! Schade (oder gut), daß er im kleinen privaten Kreis seine Eheschließung begangen hat. Ich hätte so gerne den Brautstrauß gefangen !

    Hier für beide noch ein paar Fashiontips von Adam Lambert:

    www.janetcharltonshollywood.com/category/adam-lambert/

    Ob das auch Beusti stehen würde???
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#24 jojoAnonym
  • 18.09.2010, 10:53h
  • mal abgesehen von westerwelle persönlich:

    ich frage mich schon länger, ob es so schlau ist, den begriff "heiraten" für etwas zu verwenden, das eben keine eheschließung ist, wie es auch hier im queer-artikel und in einigen kommentaren wieder passiert.

    einerseits finde ich es ganz gut, dass die betroffenen sich den begriff einfach aneignen und damit ausdrücken, dass sie selbst keinen unterschied zu heterobeziehungen sehen. andererseits wissen die meisten heten ja schon gar nicht mehr, dass schwule und lesben tatsächlich eben NICHT heiraten dürfen. wie soll man denen denn noch erzählen, dass es rechtlich (und nicht nur da) immer noch genug zu tun gibt?

    ich kann die tausenden von interviews schon nicht mehr lesen, die mit "schwule und lesben können heiraten, wieso braucht man denn noch den csd / schwule kneipen / eine grundgesetzänderung? usw." beginnnen.

    mich würde eure meinung interessieren.
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#25 Julek89
  • 18.09.2010, 11:03h
  • Was nen Typ ey, erst alles blockieren, wo er kann, aber dann doch Gebrauch davon machen.
    Am Ende kommt noch sowas wie, dass diese EP'S ja im eigentlichen Sinne NUR durch Schwarz/Gelb durchgesetzt wurden oder son falsches Bla Bla, wie gestern in den Spätnachrichten, wo es hieß (in etwa): "Guido WW setzt sich wo er kann, für die Rechte der Schwulen und Lesben ein"

    Als ich DAS hörte wusste ich nicht, ob ich lachen oder toben sollte. Habe mich für ne Mischung daraus entschieden. Der Hammer, wie alles verdreht wird. Und das (dumme) Volk an sich glaubt diesen Scheiß dann noch. Von den ewigen FDP-Verteidigern mal ganz zu schweigen. Die haben ja jetzt wieder ne super Pro-Argu für die FDP.
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#26 seb1983
  • 18.09.2010, 11:14h
  • Antwort auf #24 von jojo
  • Zeigt für mich eben dass dieser angeblich notwendige Unterschied, den die Menschen laut Politik wollten, nicht existiert. Und warum es sich schwierig machen?
    Abtreibung ist nicht legal sondern nur straffrei, der Tacho ist der Fahrtgeschwindigkeitsanzeiger, in der DDR gabs keine Botschaft sondern nur nen ständigen Vertreter etc. etc. Alles juristische Feinheiten die den Durchschnittsbürger einfach nicht interessieren.

    Stimmt natürlich dass die Meisten Heteros sich damit nicht beschäftigen und denken es gäbe schon gleiche Rechte, daher ist im Freundeskreis das Erstaunen um so größer wenn ich sage dass es eben nicht so ist.
    Das sehen die dann aber genau richtig: Was soll denn die Sauerei?
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#27 Knueppel
#28 gatopardo
  • 18.09.2010, 11:39h
  • Antwort auf #24 von jojo
  • Die überwältigende Mehrheit mediterraner Zeitgenossen glaubt ohnehin, dass beispielsweise die
    Heirat, wie sie mit totaler Gleichstellung in Spanien existiert, nur eine Errungenschaft "fortschrittlicher" Staaten wie Deutschland oder Frankreich sein kann, die doch gesellschaftlich traditionell immer schon die Nase vorn hatten. Ja und selbst in meiner Familie und bei Freunden hält sich hartnäckig der Irrglaube, dass Schwule bei Euch längst mit allen Rechten gleichgestellt sind.
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#29 HannibalEhemaliges Profil
#30 chrisProfil
  • 18.09.2010, 12:53h Dortmund

  • Also ich habe das heute noch zusätzlich im radio gehört. Es wurde von Heirat gesprochen. Natürlich gab es kein Wort davon, dass sie nicht geheiratet, sondern sich haben eintragen lassen. Die ganzen Heten denken jetzt natürlich wieder nicht darüber nach, dass die beiden nicht die gleichen Rechte haben wie Heteros. Jetzt fehlt nur noch, dass die Presse anfängt, über Kinderwünsche der beiden zu spekulieren.
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#31 MIZAnonym
  • 18.09.2010, 12:59h
  • Antwort auf #24 von jojo
  • Ich muss gestehen, dass in meiner Brust zwei Herzen schlagen. Einerseits sollte man wirklich konsequent von der eigetragenen Lebenspartnerschaft reden, um die Ungerechtigkeit deutlich zu machen.

    Andererseits finde ich es gerade gut, dass das "einfache Volk" eben auch von Ehe oder Hochzeit spricht. Gerade dieses Argument benutze ich oft im Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern, um deutlich zu machen, dass die Bevölkerung in diesem Fall schon weiter ist als die Politik und eine Öffnung der Ehe längst Akzeptanz findet. Ich war erst im August auf einer schwulen Hochzeit. Da hat sich die Standesbeamtin dafür entschuldigt, dass sie bei Homo-Paaren eine andere Formel sprechen muss, als bei heterosexuellen Brautleuten. Das spricht doch Bände....!

    Und eine wichtige Perspektive ist -finde ich- die der Homo-Paare. Für die ist dieses Ereignis so wichtig und bedeutsam, dass sie selbst von Hochzeit oder von Heirat reden. Alle sagen: "Das ist mein Mann!" und nicht "Das ist mein eingetragener Lebenspartner!". Ich denke, dass sie das nicht nur tun, weil es sprachlich so fürchterlich klingt, sondern weil sie damit ihre Liebe und ihre Zuneigung zum Ausdruck bringen wollen. Und das kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Insgesamt glaube ich aber, dass die Öffnung der Ehe nur noch eine Frage der Zeit ist. Nicht unter der Regierung Merkel/Westerwelle, aber die sind ja auch nicht ewig am Ruder der Macht.
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#32 LorenProfil
#33 gatopardo
#34 ich chileAnonym
  • 18.09.2010, 14:06h
  • Schräge Optik. Die "öffentlich" rechtliche Beziehungsgestaltung neolibaraler Menschenschinder, als Bohrkopf
    für die Emanzipation. Schon stark.
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#35 GötterspeiseAnonym
  • 18.09.2010, 14:16h
  • Antwort auf #33 von gatopardo
  • Witzige Idee: Der Atheistenbus.

    "Sie wollten ihre Botschaft auf deutsche Nahverkehrsbusse drucken lassen: Es gibt keinen Gott. In London hatte das funktioniert und in etlichen anderen europäischen Ländern auch, sogar in den USA. Nur in Deutschland weigerten sich sämtliche Verkehrsbetriebe, den Slogan durch die Städte zu fahren."

    www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/die-linie-der-gottlosen/

    "Auf eine offene Diskussion hoffte auch Möller, schließlich wolle die Kampagne niemanden missionieren. „Das überlassen wir der anderen Seite”, lacht der 28-jährige Pädagoge. „Wir halten es für eine persönliche Entscheidung, ob und an wen man glaubt.” An die Öffentlichkeit gehe man nur, um Nicht-Gläubigen zu zeigen, dass sie nicht allein seien. Wenn etwa die Berliner „Pro-Reli”-Initiative behaupte, „Werte brauchen Gott”, könne man das nicht so stehen lassen. Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und Toleranz etwa gegenüber Homosexuellen seien keine Erfindung der Kirchen. „Solche Werte mussten teils gegen den Widerstand der Kirche erkämpft werden.”

    www.derwesten.de/staedte/essen/Atheisten-Bus-steuert-Essen-a
    n-id340035.html
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#36 Liedel
  • 18.09.2010, 14:21h
  • @MIZ

    Oh mein Gott, was für ein schrecklicher Tag!

    "Gerade dieses Argument benutze ich oft im Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern."

    Mein Lieber MIZ, ich hoffe doch, dass das ganze ehrenamtlich oder im Rahmen eines parteipolitischen Engagements passiert und Du nicht den Fehler gemacht hast oder gerade machst, eine berufliche Laufbahn auf LGBT- Verbandsebene oder (schlimmstenfalls) der Wissenschaft anzustreben....
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#37 MIZAnonym
  • 18.09.2010, 15:42h
  • Antwort auf #36 von Liedel
  • *lol*
    Lieber Liedel,

    Du willst mir wahrscheinlich gerade andeuten, dass wir auf Ehe und diesen ganzen Kram verzichten sollten, um uns nicht in heteronormative Konstrukte pressen zu lassen.
    Ich persönlich würde davon auch keinen Gebrauch machen wollen, weil ich glaube, dass gerade wir Schwuppen sehr kreativ mit dem Thema Beziehung und Beziehungsgestaltung umgehen (und das meine ich jetzt wirklich im positiven Sinne).

    Man kommt aber bei Betrachtung der Angelegenheit nicht umhin, auf die Bedürfnisse und Wünsche schwuler Männer und lesbischer Frauen einzugehen. Die Forderung nach einem Lebenspartnerschaftsgesetz bzw. die Öffnung der Ehe war bzw. ist für viele Leute aus der Community nicht nur ein Zeichen für die Akzeptanz bzw. Gleichstellung homosexuellen Lebens, sondern ja auch mit ganz praktischen Nutzen verbunden. Ein Lebenspartner kommt eben auf die Intensivstation zu seinem Mann. Ein Freund nur dann, wenn die Familie es ausdrücklich erlaubt. Genau dieses Beispiel habe ich im Falle eines schwulen Paares erlebt, als ein Partner -damals (noch) an Aids sterbend- auf der Intensiv lag und seine Familie dem langjährigen Freund den Zutritt verbot. Und dreimal darfst Du raten, wer nach dem Tod die ganze Habe (die zum Teil gemeinsam angeschafft wurde!) aus der Wohnung geholt hat? Insofern sehe ich - bei aller gesellschaftpolitischen Kritik an Ehe bzw. Lebenspartnerschaft - auch sehr wohl den einen oder anderen Vorteil, den Homo-Paare für sich ziehen wollen. Und das ist sehr verständlich und auch gar nicht unanständig.
    Ob die Ehe als solche überhaupt noch Zukunft hat oder ganz andere Visionen von Beziehungen sich verwirklichen - das steht auf einem anderen Blatt. Ich persönlich denke auch, dass die Ehe insgesamt ein Auslaufmodell ist. Wir leben aber heute und dürfen sehr pragmatisch Teilhabe am Ist-Zustand für uns fordern.
    Um es jetzt abschließend noch einmal deutlich zu sagen: wenn ein Homo-Paar ohne "Trauschein" leben will, dann soll es das können. Wenn drei Schwule eine Dreierbeziehung führen wollen, dann sollen sie auch das tun können. Und meinetwegen auch einen Vierer oder Fünfer - deshalb hat niemand die Nase zu rümpfen. Aber wenn ein Paar eine Homo-Hochzeit feiern und eine monogame Beziehung führen will, dann haben sie auch dazu das Recht. Und auch deshalb hat niemand die Nase zu rümpfen! Ist schon klasse, wenn man immer weiß, was für andere Leute gut ist....
    Und wer ideologisch völlig durchknallt, dem empfehle ich die legendären Worte von Alt-Kanzler Helmut Schmidt: Wer Visionen hat, der soll zum Augenarzt gehen!

    Ach ja...was Deine letzte Anmerkung bzgl. meines Engagements angeht: zu spät! :-)
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#38 gatopardo
  • 18.09.2010, 16:00h
  • Antwort auf #35 von Götterspeise
  • Was sollte ich dazu sagen, was Du nicht schon wüsstest und was wir hier fast alle wissen ? Man könnte diese Diskussion vielleicht einmal fortsetzen, indem man analysiert, wie intelligente Menschen die Aufklärung begrüssen, aber gleichzeitig Kreationisten sein können ? Wie steht´s denn da mit Guido und Kollegen ? Recherchier´das mal !
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#39 ClementineAnonym
  • 18.09.2010, 16:32h
  • @Julek89
    Ich habe es auch gehört und wäre am liebsten schreiend rausgerannt.

    @Knueppel
    Gegenvorschlag: Ich würde das Wort Heirat in Gänsefüßchen setzen, damit wird klar, wir haben uns das Wort einverleibt, aber das ganze ist eben nur fast so wie. Vielleicht fragen sich dann die Heteros, warum das in Gänsefüßchen geschrieben. Sozusagen ein visueller Stopper zum Nachdenken, denn komisch sieht das schon ein wenig aus
    Westerwelle "heiratet" seinen Freund
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#40 näher dranAnonym
#41 alexander
  • 18.09.2010, 16:39h
  • nach RBB; 88,8 nachrichten, sind die beiden gestern abend "getraut" worden !!!!!!!!!!

    langsam platzt mir die hutschnur !!!

    mir hat schon die "heimliche hochzeit" gereicht !

    die journallie sollte zumindest einer korrekten terminologie fähig sein, die auch dem rechtlichen nicht existierenden anspruch dieser verpartnerung entspricht.
    hier wird, wie in letzter zeit generell von den medien, der anschein erweckt, dass alles zum besten steht mit der homogleichberechtigung.

    aber spiegelt es doch unsere gesellschaft wieder, ein meist sehr zweifelhafter
    "promistatus" genügt, da er ja auch vermögen beinhaltet, bestehende probleme des "normalbürgers" völlig auszublenden !
    in diesem zusammenhang ist es für uns eine schallende ohrfeige "unserer bundeseule", die auch noch grossartig gratuliert und die "konservative, normalität" unterstreicht !

    und guido hat wieder mal bewiesen, andere arbeiten und kämpfen lassen und das kunststück vollbringen, auf der eigenen schleimspur nicht auszurutschen !
    man muss sich schämen schwul zu sein !!!
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#42 gatopardo
  • 18.09.2010, 17:06h
  • Antwort auf #40 von näher dran
  • Da muss ich aber schallend lachen, Du Schlingel !
    Ich wiederhole meine Bitte um Recherche, wie sich diese "Kreaturen" mit der Religion engagieren , die sie ausgrenzt oder ihnen nicht einmal zugesteht, sich schnell und heimlich standesamtlich zu verpartnern. Und wie ich hier mit Schrecken vernehme, werden in BW Schwule und Lesben zu höheren Preisen noch im Schuppen vereint und müssen dafür aufs offizielle Hetero-Klimbim verzichten ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#43 beta-blockerAnonym
  • 18.09.2010, 17:10h
  • Antwort auf #41 von alexander
  • mir hat schon die "heimliche hochzeit" gereicht !

    In vielen Kulturen beschränkt sich die

    Hochzeit

    nicht auf eine kurze, abgeschlossene Zeremonie, sondern findet über einen längeren Zeitraum statt. Ethnologen sprechen in diesem Fall von einer „gradualistischen Annäherung an die Ehe“ [!!!].

    Die Hochzeit kann als Passageritus für Braut und Bräutigam betrachtet werden.

    Bei der Hochzeit findet in vielen Kulturen ein ritueller Austausch von Gütern oder Diensten statt

    (Brautgabe, Mitgift, Morgengabe),

    diese gehören in vielen Fällen zu den wichtigsten ökonomischen Transaktionen im Leben eines Individuums neben der Kinderversorgung.

    de.wikipedia.org/wiki/Hochzeitsfeier
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#44 eMANcipation*Anonym
  • 18.09.2010, 17:11h
  • Antwort auf #35 von Götterspeise
  • Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und Toleranz etwa gegenüber Homosexuellen seien keine Erfindung der Kirchen. „Solche Werte mussten teils gegen den Widerstand der Kirche erkämpft werden.”

    mussten ???

    teils ???

    MÜSSEN !!!

    VOLLUMFÄNGLICH!

    Wobei ich mich frage, wann WIR damit endlich richtig anfangen?

    Nicht zu dulden, dass staatliche Behörden für "Gesundheit" und "Aufklärung" - namentlich BZgA - mit unser aller Steuerngeldern homosexuell empfindende Jugendliche als nicht existent behandeln, wäre ja ein Anfang.

    Ich poste heute noch meinen Vorschlag für ein Protestschreiben an diese Adresse ! Denn auch da kann es wohl kaum an wissenschaftlichen Fakten und gesellschaftlichen Realitäten gelegen haben!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#45 LorenProfil
#46 MichaelAS
  • 18.09.2010, 18:42h
  • Klasse! Der jenige, der mit seiner Partei Gleichstellung, "Homo-Ehe" und AGG bekämpfte, hat nun genau das in Anspruch genommen...

    Ob sich nun Steuerrechtlich etwas für Homosexuelle Paare ändert? Oder im Adoptionsrecht? Ich glaube nicht, denn die beiden haben ja ihre Schäfchen im trockenen. Guido hat noch mächtig Neben"verdienste" und sorgt mit seinen Reisen als Aussenminister immer schön dafür, die Geschäftsbeziehungen seines Mannes zu verbessern...

    Der normale Durchschnittsverpartnerte darf weiterhin mit Lohnsteuerklasse 1 klar kommen.

    Ansonsten ist Guido auch nicht gerade ein Verteidiger der Demokratie:

    Gefahr für die Demokratie: Westerwelle spart bei Abrüstung, Menschenrechten und Flüchtlingshilfe
    antifaschista.wordpress.com/2010/09/18/eine-gefahr-fur-die-d
    emokratie/
  • Antworten » | Direktlink »
#47 espRitAnonym
  • 18.09.2010, 19:37h
  • Antwort auf #44 von eMANcipation*
  • Hallo eMANcipation,
    wie kommst du darauf, dass die BZgA homosexuelle Jugendliche als nicht existent behandelt? Das stimmt nämlich nicht. Es gibt durchaus eine Infobroschüre mit dem Titel "Heterosexuell? Homosexuell?" (2004). Link:
    www.bzga.de/infomaterialien/aidsaufklaerung/heterosexuell-ho
    mosexuell

    (wobei www.bzga.de anscheinend zurzeit Serverprobleme hat).

    Kritisieren könnte man aber deren Darstellung auf Seite 14: "Untersuchungen zeigen, dass sich bis zum Alter von 15 Jahren 30 % teilweise und 10 % ausschließlich homosexuell verhalten. Bis zum 25. Lebensjahr halbiert sich die Zahl etwa auf 17 %, die sich gelegentlich, und etwa 3 %, die sich ausschließlich homosexuell verhalten".
    => Das hinterlässt den Eindruck, Homosexualität sei lediglich ein "Verhalten", das eben vermehrt im Teenageralter auftritt, im Laufe der Zeit jedoch zurückgeht. Auch wenn es wahrschl. stimmt, dass vor allem in diesem Alter auch von Heteros Homo-Erfahrungen gemacht werden, sollte an dieser Stelle doch auch der entscheidende Satz stehen, dass sich die sexuelle Orientierung im Laufe des Lebens nicht ändern wird und wenn bspw. 7 % der 15-Jährigen homosexuell ist, dann sind diejenigen auch noch mit 40 Jahren homosexuell...
    Wenigstens steht einige Seiten weiter schließlich: "Kein Mensch kann sich seine Orientierung aussuchen." Der Abschnitt auf Seite 14 sollte aber wohl trotzdem umgeschrieben/ergänzt werden...

    Und um beim Thema zu bleiben: schön, dass die beiden geheiratet, ähm, sich verpartnert haben. Doch wie MichaelAS schon geschrieben hat: die finanzielle Ungleichbehandlung gegenüber der Hetero-Ehe wird die zwei wohl eher nicht stören...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#48 alexander
  • 18.09.2010, 19:52h
  • was mich am meisten ärgert, dieses arschloch, stellt alle vorkämpfer für partnerschaften als vollidioten hin, denn er kann es sich leisten und sein besserere automaten aufsteller, mronz gleich mit !
    was doch sehr auf seinen miesen charakter schlüsse zulässt.
    ich dachte immer zuhälterei wäre strafbar !
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#49 FDP WählerAnonym
  • 18.09.2010, 20:25h
  • Herzlichen Glückwunsch !

    Eine wunderbare Meldung und dies freut mich für das Paar.

    Schön das die FDP einen offen schwulen Vorsitzenden hat. Und schön das Deutschland einen offen schwulen Aussenminister und Vizekanzler hat. Das finde ich gut.

    Möge die FDP nunmehr die Gleichstellung bei der Besoldung und Versorgung der Bundesbeamten und Soldaten durchsetzen und die Einkommenssteuer endlich anpassen.

    Und an unsere linken Aktivisten aus der Linkspartei hier im Forum: es ärgert Euch doch nur, das die FDP als erste Partei einen offen schwulen Vorsitzenden hat, das hat keine andere Partei bisher in ihrer Parteigeschichte geschafft.

    Also alles Gute an die FDP !
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#50 nicht fdp wählerAnonym
  • 18.09.2010, 20:34h
  • Antwort auf #49 von FDP Wähler
  • Hahahahaha....

    die FDP wird sang und klanglos untergehen...

    sie ist im direkten blindflug unterwegs....

    das kommt davon wenn man aktiv wahlbetrug begeht....

    www.youtube.com/watch?v=xeUIsg-oBu4

    P.S.: Das mit dem offen schwul will er aber nicht in den islamischen ländern zeigen... Und er ist auch nur offen schwul, weil zwangsgeoutet.

    Im übrigen ist es mir wurscht wer der vorsitzende ist. Zeigt auch ziemlich deutlich, das euch nix mehr einfällt zum rausreden...
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#51 MIZAnonym
  • 18.09.2010, 21:01h
  • Antwort auf #49 von FDP Wähler
  • Mein Lieber,

    an das Outing von Guido Westerwelle erinnert sich kein Schwein mehr, weil es eine elende Gurkerei war.
    Klaus Wowereits "Ich bin schwul - und das ist gut so!" gilt heute als legendär!

    Wer allerdings glaubt, dass die Verpartnerung von Westerwelle dazu führt, dass die FDP jetzt im Bund für eine Gleichstellung der Bundesbeamten sorgt ("Möge die FDP nunmehr...."), der muss sich echt fragen lassen, wie naiv er eigentlich ist. Ein solches "Hochzeitsgeschenk" wird Westerwelle von seiner Koalition nicht kriegen. Eher beissen sich Kauder & Co. den Pimmel ab!
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#52 ars25Anonym
  • 18.09.2010, 21:48h
  • Antwort auf #51 von MIZ
  • Und Westerwelle "steht total auf" Depp, verrät er "Bravo".

    Manchen stehen auf Westerwelle.

    "Vor allem richtig frech" sei er als Teenager gewesen, prahlt er - und schwärmt von seinem alten Partykeller: "Da war es schön abgedunkelt, gut zum Feiern. Praktisch war auch, dass man die knarrende Treppe hören konnte, falls dann doch die ältere Generation sich mal nach unten traute. Dann war man vorgewarnt und konnte das Bier verstecken."
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#53 eMANcipation*Anonym
  • 19.09.2010, 00:14h
  • Wie mit @Loren besprochen - Stichwort Gleichberechtigung - hier ein erster Vorschlag für unseren offenen (Protest-) Brief an die BZgA.

    Ist in Anlehnung an die E-Mail entstanden, die ich vor zwei Wochen an die Pressestelle der BZgA gesendet hatte, mit der bereits zitierten und kommentierten Antwort per Post - siehe #24
    www.queer.de/detail.php?article_id=12704&kommstart=20#kommen
    tare


    In der derzeitigen Form wohl etwas zu lang, aber mal als Diskussionsgrundlage.

    Ich möchte euch alle, die ihr es auch für wichtig haltet, dass Homosexualität und junge Homosexuelle in einer breit angelegten, mit unseren Steuergeldern finanzierten Studie zur Jugendsexualität selbstverständlich und gleichberechtigt Berücksichtigung finden, um eure Anregungen und Ideen bitten.

    Wenn ihr möchtet, könnt ihr das vielleicht in folgender Form tun:

    Ich protestiere gegen die Studie der BZgA, weil ....

    Ich fordere die BZgA auf...

    Was denkst DU? Ja, genau DU!

    "Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit protestiere ich aufs schärfste dagegen, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in ihrer jüngsten Erhebung zur "Jugendsexualität 2010" Homosexualität und homosexuell empfindende Jugendliche sowie deren Lebenswirklichkeit vollständig ausgrenzt und zum ersten Mal seit Beginn der Wiederholungsbefragungen im Jahr 1980 sogar die eine (und einzige) Frage nach gleichgeschlechtlichen Kontakten aus dem Fragenkatalog gestrichen hat. Homosexualität kommt in der gesamten "Studie" nur in ein paar Nebensätzen zu "Tabuthemen" vor und wird dabei in einem Atemzug mit sexueller Gewalt und Prostitution genannt.

    Ich halte es für unwissenschaftlich und unverantwortlich, in einer groß angelegten Erhebung zur Jugendsexualität den sozialwissenschaftlich unbestrittenen Anteil von Homosexuellen von mindesten 5% bis 10% an der Gesamtbevölkerung zu ignorieren und allen teilnehmenden Jugendlichen eine heterosexuelle Identität zu unterstellen. Insbesondere angesichts der Tatsache, dass die relevante Altersgruppe mit 14 bis 17 Jahren noch zu einem großen Teil in der Phase identitärer Selbstfindung ist.

    Bei den Befragungen zur Jugendsexualität in früheren Jahren (1980-2005) gaben bis zuletzt durchschnittlich rund 10% der Jugendlichen gleichgeschlechtliche Sexualkontakte an. Bei einer Grundgesamtheit von mehreren Tausend Befragten ist dies nach den allgemein anerkannten Regeln empirischer Sozialforschung mehr als genug, um im Rahmen der Studie auf die besonderen Erfahrungen dieser Gruppe einzugehen.

    Insbesondere bedarf es einer generellen und durchgehenden Berücksichtigung der Vielfalt sexueller Identitäten, auch in der Formulierung der Fragestellungen. Einschätzungen zur Homosexualität sowie die Wahrnehmung der Diskriminierung von jungen Schwulen und Lesben müssten angesichts der gesellschaftlichen Realitäten einen selbstverständlichen Teil der Befragung ALLER Teilnehmer bilden.

    Wer dies in Zeiten, in denen homosexuell empfindende Jugendliche in Folge struktureller, verbaler, psychischer und teils roher körperlicher Gewalt und vielfältiger Diskriminierung immer noch einem viermal höheren Suizidrisiko ausgesetzt sind, in einer groß angelegten, steuerfinanzierten Studie zur Jugendsexualität unterlässt, handelt unverantwortlich und leistet selbst einen wesentlichen Beitrag zur fortgesetzten Ausgrenzung, Diskriminierung und Stigmatisierung!

    Die Öffentlichkeit verdient umfassende Aufklärung darüber, weshalb die Projektverantwortlichen sexualwissenschaftliche Fakten und gesellschaftliche Realitäten, die einer dringenden Bearbeitung gerade durch eine nationale Institution für gesundheitliche Aufklärung bedürfen, in keiner Weise angemessen berücksichtigt haben.

    Ich fordere Sie zudem auf, die betreffende Studie schnellstmöglich unter Mitwirkung von Sexual- und Sozialwissenschaftlern, die die Vielfalt sexueller Identitäten und die identitäre Selbstfindung junger Menschen anerkennen und respektieren, sowie mit angemessener Partizipation schwul-lesbischer Betroffenengruppen erneut aufzulegen.

    Nur so kann die BZgA ihrem Auftrag für Gesundheit und Aufklärung in der betroffenen Altersgruppe und in der Gesellschaft insgesamt gerecht werden."

    Also, auf geht's Jungs (und Mädels - Frau Professor ließ in ihrer Antwort an mich ja nur über Jungs schreiben, weil ihr da die Zahlen gerade besser in den Kram passten)!

    EURE Beteiligung ist gefragt, damit diese Art des Heterosexismus und der Ignoranz gegenüber menschlicher Vielfalt endlich Konsequenzen nach sich zieht und nicht noch einmal stattfindet!
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#54 Liberal-grünAnonym
  • 19.09.2010, 05:04h
  • Es ist doch ein Hochgenuß hier zu lesen, wie sich unsere paar linken Blogger drüber ärgern, das die FDP sehr erfolgreich die letzten Wahlen gewonnen hat.

    Es ist eine Freude zu sehen, wie jetzt locker und souverän Westerwelle mit seinem Mann heiratet und dabei alles richtig gemacht hat. Insbesondere hat er die Presse und die Paperaziis bei der Heirat weggelassen. Westerwelle hat Recht, wenn er keine Presse am Standesamt haben will. Das würde ich auch nicht wollen, das bei meiner Hochzeit wilfremde Paperazzis Fotos machen wollen.

    Und gut auch wie die FDP jetzt die Gleichstellung in der Erbschaftssteuer/Schenkungssteuer und Grunderewerbssteuer durchgesetzt hat. Unter Rot/Grün und Rot/Schwarz wurde dies nicht geschafft.

    Schön wäre es wenn die FDP noch jetzt die Gleichstellung bei Bundesbeamten/Soldaten umsetzt. Dann dürfte unseren linken Bloggern hier im Forum noch ihr gehässiges Gerede im "Halse stecken" bleiben.

    Aber linke Politiker und Blogger konnten noch NIE viel: ausser den Ostblock wirtschaftlich zugrunde richten, die DDR kaputtwirtschaften und Rumstänkern.

    Da lobe ich doch lieber die FDP und die Grünen, die die wahre heutige Mitte der Gesellschaft darstellen. Wer richtig wählt, der wählt FDP oder Grüne.
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#55 MIZAnonym
#56 stromboliProfil
  • 19.09.2010, 10:40hberlin
  • Antwort auf #54 von Liberal-grün
  • schatzerl , wir sprechen uns wieder wenn spätestens nach den wahlen in B-W die vorsitzenden frage in der fd kulminiert..Dann lachen wir beide ; ich über dich , du über den unsinn den du vor dir hergedacht.. !

    bis dahin darfst du dich politisch bilden:

    www.zeit.de/politik/2010-06/fdp-westerwelle
    westerwelle am ende! Alle gegen Guido
    Westerwelle hat die FDP nach seinem Muster geformt. Nun wächst der Druck auf ihn, sich zu ändern, damit der Absturz der Partei aufgehalten wird

    www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,713727,00.html
    Umzingelt von Parteifreunden

    www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/saegen-an-westerw
    elles-stuhl/

    Bei den Liberalen gärt es: Nun fordert auch der Vorsitzende der Saar-FDP, Rüdiger Linsler, Westerwelles Rücktritt als Parteichef. Nur so könne weiterer Schaden von der FDP abgewendet werden.

    www.tagesspiegel.de/politik/fdp-zerrt-am-vorsitzenden/191132
    0.html;jsessionid=B279BA46F8D75EBC76D70A9CCDC6E1CD

    Guido Westerwelle braucht derzeit offenbar Solidaritätsadressen – anders ist kaum zu erklären, dass sich eine ganze Anzahl von Liberalen am Mittwoch bemüßigt fühlten, etwas Nettes über den FDP-Chef zu sagen.

    Und so, wie er seinerzeits als schutzbehauptung von homophober jagd fasselte als man seine verquickung von privatem geschäftsinteressen und offizeller reisebegleitung kritisierte, so ist auch dieser "private " akt symbolisch: steht her, ich bin doch einer von euch...
    Dabei ausser acht lassend: die wähler sehn sehr wohl die diskrepanz zwischen politischer "souveränität" , die da schwulenrechte leugnet, und "privater lebenvorsorge" die eben geleugnetes für sich in anspruch nimmt..
    Da steht er in würdiger reihe mit weiterer c-prominenz wie friseur walz der kanzlerdauerwellenföhn .
    Das ist munition genug den platzhirsch waidwund zu schießen...
    Wenigstens sorgt der gute so für arbeitsplätze: die commedians brauchen keine suche nach themen; der liefert ihnen das ganze kommende weihnachtsprogramm.
    Der kampf um stimmen in und ausserhalb der partei hat eben für den schleimer längst begonnen! Da ist er ganz die rampensau vergangener kampagnen. Nach dem guidomobil muss nun deutschland das ehegespons aushalten... bis zum bitteren ende!

    PS.: liberal.. ok! Grün.. doch wohl nur der grünspan korrodierender ablagerungen aus der mineral und atomwirtschaft.
    denk euch doch passendere nicks aus; wie wärs mit : @schmiergeldökonom.. frei nach der spendenaffären bewehrten partei, der du dich so zugehörig fühlst?!!
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#57 stromboliProfil
  • 19.09.2010, 10:59hberlin
  • nachtrag:
    wie ich den herrn kenne , wird er sich nun zum vordenker homosexueller belange aufschwingen.. sollte die resonanz zur "heirat" positiv sein.
    Für mehrfachnicks wie grünliberal-aka- timm johannes, gleitgel fürs geistige mastrubieren...
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#58 original grünAnonym
  • 19.09.2010, 14:26h
  • Antwort auf #54 von Liberal-grün
  • Fällt euch "liberalen" nix mehr ein das ihr hier so einen stuss von euch gebt? Sich dann noch als "Grün" zu bezeichnen, wo man Lobbyistenabhängiger der Atomindustrie ist, ist ohnehin geschmacklos.

    Und, eure Wahlerfolge, die allesamt auf Wahlbetrug basieren, sind vorbei. Euch wählt keiner mehr - in manchen BL liegt ihr bei 3%!
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#60 Fiete_Jansen
  • 19.09.2010, 18:34h
  • Antwort auf #58 von original grün
  • Ob FDP oder Grün ist doch inzwischen egal. Ihr habt nur einen Unterschied, Jäger90 die olivGrünen haben in einer Regierungskoalition einen Angriffskrieg mitgetragen. Die FDP noch nicht, wobei das noch immer kommen kann.

    In dieser Republik ist es doch absolut egal ob man SPD, CDU, CSU, FDP oder Grüne wählt. Alles Parteien des Kapitals.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#61 Mariposa Anonym
  • 19.09.2010, 19:22h
  • Antwort auf #5 von Hund
  • Das hat er nun davon... Dem Guido sind die offenen Schwulenfeinde in der Union wohl lieber als die angeblichen Handlanger der ach so bösen Kommunisten. Allerdings weine ich ihm wegen öffentlich demonstrierter Imkompetenz keine Träne nach.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#62 mylo_1971@yahoo.Anonym
  • 19.09.2010, 19:26h
  • Nur reicht das Prädikat "Schwulsein" alleine leider nicht, um auch gute Politik machehn zu können.
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#64 Fiete_Jansen
#65 Knueppel
  • 20.09.2010, 09:21h
  • Die finanzielle Ungleichbehandlung
    von "Eingetragener Lebenspartnerschaft" und (Hetero-) Ehe, Punkt für Punkt:

    www.welt.de/wams_print/article3250414/Wenn-Liebe-nur-finanzi
    elle-Nachteile-bringt.html


    "Homo-Ehe" und
    "Lebenspartnerschaftsgesetz" ... die Unterschiede:

    Eine echte Ehe für schwule und lesbische Paare gibt es bereits in folgenden Ländern:

    In den folgenden Ländern und Teilgebieten von Ländern wurde die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet:

    Niederlande (2001)
    Belgien (2003)
    Spanien (2005)
    Kanada (2005)
    Südafrika (2006)
    Norwegen (2009)
    Schweden (2009)
    Vereinigte Staaten
    Massachusetts (2004)
    Connecticut (2008)
    Iowa (2009)
    Vermont (2009)
    New Hampshire (2010)
    District of Columbia (2010)
    Mexiko
    Mexiko-Stadt (2010)
    Portugal (2010)
    Island (2010)
    Argentinien (2010)
    Der Staat New York lässt zwar in seinem Hoheitsgebiet keine gleichgeschlechtliche Trauungen zu, aber erkennt Ehen zwischen Partnern des gleichen Geschlechts aus anderen Staaten und Bundesstaaten an.

    Die Öffnung der Ehe in diesen Ländern geschah einerseits durch Entscheidungen von Gerichten (z.B. Massachusetts, Connecticut, Kanada auf Provinzebene oder Südafrika) und andererseits durch Gesetzesinitiativen (z.B. Kanada auf Bundesebene sowie Spanien). In Israel werden durch eine Entscheidung des Obersten Gerichts ausländische Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren im Lande anerkannt.[1]
    Quelle:
    de.wikipedia.org/wiki/Gleichgeschlechtliche_Ehe

    Zitat:
    "(...) Die gleichgeschlechtliche Ehe wurde in Deutschland nicht eingeführt. Bündnis 90/Die Grünen[4] und die Die Linke[5] fordern die Öffnung der Zivilehe für gleichgeschlechtliche Partner. Demgegenüber fordern die Parteien SPD[6] und die FDP[7] die Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe. Neben der Linkspartei und den Grünen gibt es zunehmend auch in der SPD Forderungen und Aktionen zur Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare.[8] Nachdem Klagen einiger CDU/CSU-geführten Bundesländer vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert waren, akzeptieren diese Parteien zwar die rechtliche Institution der Lebenspartnerschaft,[9][10] wollen sie aber bewusst unterschiedlich zu den Rechten der Ehe gestalten ..."
    Quelle:
    de.wikipedia.org/wiki/Gleichgeschlechtliche_Ehe
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#66 carloAnonym
#67 stromboliProfil
#68 LorenProfil
  • 20.09.2010, 13:08hGreifswald
  • Antwort auf #53 von eMANcipation*
  • Glänzend formuliert. Ich würde/werde nur auf das Ausrufezeichen am Ende des fünften Absatzes (nach "Stigmatisierung") verzichten.

    Wäre schön, wenn auch andere Leser hier ein feedback geben könnten und sich dazu äußern würden, ob sie bereit wären, in einer gemeinsamen Aktion am selben Tag eine solche Email abzuschicken. Wäre ein vergleichweise geringer Aufwand, der aber vielleicht einen Nutzen für die nachwachsende Generation haben könnte und den für die Studie Verantwortlichen signalisiert, dass ein verantwortlicher Umgang mit dem Thema wie den homosexuell empfindenden und/oder erlebenden Jugendlichen erwartet wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#69 jojoAnonym
  • 20.09.2010, 15:02h
  • Antwort auf #68 von Loren
  • ich freue mich über das engagement und finde den brief und die aktion gut.

    ich würde mitmachen und das auch noch an ein paar bekannte weitergeben, von denen ich denke, dass sie es vielleicht unterschreiben werden. bitte gebt noch bekannt, wie/wann genau es losgehen soll.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #68 springen »
#70 finchenAnonym
#72 LorenProfil
#73 WUTAnonym
#74 Fiete_Jansen
#75 saltgay
  • 20.09.2010, 22:20h
  • Na herzlichen Glückwünsch - aber nicht diesem unappetitlichen Parvenue Westerwelle und seinem Gespons, sondern der queer.de Endlich da angelangt, wo so ein Schwuppenmagazin hingehört. In die gute Nachbarschaft von "Frau im Spiegel", "das goldene Blatt" und Burdas "Bunte".

    In der Tat, wie konnte die schwule Welt nur existieren ohne die Hofberichterstattung über Westerwelle & von Beust? Ganz sicher werden das die Homosexuellen goutieren, die Leistungen nach SGB X (HARTZ IV) oder eine Armutsrente beziehen. Soziale Verantwortung ist anscheinend für Schwule ein Fremdwort, anders kann man ja die Selbstausgrenzung von Geschlechtsgenossen, die an der ewig jungen Party nicht mehr teilnehmen dürfen, nicht erklären.

    Dafür feiert man dann wie weiland die Provinzfürsten seine Ausbeuter, die sich auf Kosten der Gesellschaft ein Leben in Luxus gönnen. Diese dürfen dann auch getrost jene diskriminieren, von denen sie ja sowieso nicht gewählt werden. Ein solchen kollektiven Masochismus habe ich nun wirklich in keiner anderen Minderheit erlebt.
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#76 joerg neubauerAnonym
  • 20.09.2010, 23:47h
  • Was für eine Verlogenheit! Noch 2001 hat Westerwelle genau gegen dieses Gesetz gestimmt! Jetzt dessen Annehmlichkeiten als "privat" bezeichnen. Ohne jahrzehntelanges Engagement von Schwulen, die ihr "privates" NICHT wie er VERSTECKTEN, um leichter Karriere zu machen, könnte Westerwelle genau das nicht tun, was er jetzt tun kann.
    Ähnlich verlogen wie "Starfrisör" Udo Walz, der das Gesetz in der BILD laut ablehnte, demonstrativ in die CDU eintrat und - drei Jahre später seinen Freund heiratete.
    Vorbilder für Egoisten, Karrieristen und Freunde des Geldes.
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#77 jojoAnonym
#78 stromboliProfil
  • 21.09.2010, 09:02hberlin
  • Antwort auf #75 von saltgay
  • deine kritik in ehren, aber über 98% der beiträge hier zu schwesterwelle sind böse und wütend!

    richtig die kritik an folgendem punkt: die nachricht läuft unter politik!
    Was an ehe politisch sein soll ist eine frage, was die verpartnerung schwesterwelles politisch sein soll ohnehin.

    Es sei denn, man sieht dahinter ein politisches manöver seitens der angeschlagenen parteivorsteherin?! Mitleidsbonus hat er ja schon eingefordert... nun die hochzeitsgeschenke einsammelnd.

    Da sollte queer.de wirklich mehr gespür entwickeln was die "zuordnung " und wichtigkeit anbelangt! Sonst diskrtitiert sich das forum. Zu dem schaden den der mann mittlerweile angerichtet,.. auch noch glaubwürdigkeitsverlusst von queer.de? Während auf dem achterdeck die anhänger die eiswürfel aufsammeln um den prosecco zu kühlen , pfeifts aus allen schiffsnieten :Alle mann in die rettungsboote,verlassen wir die westitanik...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#79 stromboliProfil
  • 21.09.2010, 09:36hberlin
  • Antwort auf #53 von eMANcipation*
  • insgesamt ist der entwurf gelungen !
    anmerkung zum text:
    Ich (wir! weil kolektiv schreibend...) halte/n es für unwissenschaftlich und unverantwortlich, in einer groß angelegten Erhebung zur Jugendsexualität den sozialwissenschaftlich unbestrittenen Anteil von Homosexuellen von mindesten 5% bis 10% an der Gesamtbevölkerung zu ignorieren und allen teilnehmenden Jugendlichen eine heterosexuelle Identität zu unterstellen.
    ....
    "Insbesondere angesichts der Tatsache, dass die relevante Altersgruppe mit 14 bis 17 Jahren noch zu einem großen Teil in der Phase identitärer Selbstfindung ist."
    ich halte diesen satz für missverständlich wenn nicht kontraproduktiv:
    sexuelle identität manifestiert sich bereit im alter zwischen 6- 8 und wird in der phase der pupertät nur körperlich "erarbeitet" also angenommen! Einfacher gesagt : gäbe es nicht die heteronormierte sicht auf kindliche entwicklung, wäre ein coming out im herkömmlichen sinne überflüssig! Das muss unser ziel sein!
    Es wiederspräche auch der these von verführbarkeit , die ständig den" schutz der heranwachsenden" auf den plan rufen.. ; mit ein grund für instutitionen wie der obigen, die homosexualität als tabubereich zu begreifen.

    Unser ansatz muss aber sein: egal ob gen, ob sozialisierung; fest steht die determinierung bereits im kindesalter! Das angebot aber, das die gesellschaft zu leisten hat (!) ist die möglichkeit, in beispielen und angeboten den suchenden wege und hinweise aufzuzeigen wohin er/sie, sich wenden kann wenn die fragen der körperlichen manifestierung es notwendig machen!

    Enrtsprechend müssen auch die fragestellungen empirischer erhebungen sein!
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#80 eMANcipation*Anonym
  • 21.09.2010, 09:48h
  • Antwort auf #79 von stromboli
  • Danke für den Hinweis!

    Wie würdest du das besser formulieren?

    Ich hatte die Absicht, mit dem Begriff "identitäre Selbstfindung" deutlich zu machen, dass es in dem betreffenden Alter unter den herrschenden Verhältnissen für die meisten Jugendlichen noch darum geht, sich selbst und ihre sexuelle Orientierung zu "finden", zu entdecken, sich ihrer bewusst zu werden.

    Wäre aber gut, wenn wir das noch treffender ausdrücken könnten?!

    Der Entwurf ist noch in der "Ich"-Form geschrieben, da er auf auf meiner Mail an die BZgA basiert und ich nicht gleich für uns alle sprechen wollte (du weißt ja, dass ich ansonsten mit dem Wörtchen "wir" sehr großzügig umgehe )

    Hast du gesehen, was @Liedel und @goddamn. liberal noch zu unserem Vorhaben geschrieben haben? War glaube ich in einem anderen Thread?!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #79 springen »
#81 GladiatorAnonym
  • 21.09.2010, 21:52h
  • Antwort auf #10 von MIZ
  • @MIZ:
    genau das ist mir auch gleich eingefallen.
    Naja, da sieht man, dass man seine Meinung auch mal ändern kann und statt zum Notar dann vors Standesamt zieht.
    Dennoch freue ich mich, dass unser Außenminister ein Zeichen gesetzt hat.

    Alles Gute!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#82 Timm JohannesAnonym
  • 21.09.2010, 22:45h
  • So die Hochzeit von Westerwelle hat stattgefunden und fand in den Medien gute und sehr gute Kritiken; selbst die konservative Zeitung "Die Welt" hat einen guten Artikel dazu gebracht.

    Mich hat die Hochzeit von Westerwelle und Mronz gefreut und mit welcher Normalität und Selbstverständlichkeit diese vom FDP Chef durchgezogen wurde, fand ich ebenso sehr positiv.

    ---

    Auffallend nur wie einige "angebliche" LGBT Aktivisten sich sehr gehässig auch hier im Forum geäußert haben. Meines Erachtens schaden hier einige linke Aktivisten eher hier homosexuellen Rechten und der Bürgerrechtsbewegung als das sie hier positiv wirken.

    Einige Forenschreiber sollten sich besser überlegen, ob sie "einfach" einmal mal die Klappe hier halten, wenn sie wiedereinmal über Westerwelle und die FDP herziehen.

    Westerwelle lebt seine eigene sexuelle Identität sehr selbstverständlich, souverän und locker; wer anderes behauptet, der lügt hier schlichtweg. Und Westerwelle hat seine Hochzeit sehr positiv nunmehr gefeiert, was ich gut finde.

    ABER es ist bekannt hier im Forum, das es hier eingen Forenschreibern nur um Schmutzwäsche geht, und nicht um sachgerechte Auseinandersetzung um Homorechte.
  • Antworten » | Direktlink »
#83 jojoAnonym
#84 Tinnitus IesusAnonym
  • 22.09.2010, 02:08h
  • So die Hochzeit von Westerwelle hat stattgefunden und fand in den Medien eigentlich nicht so richtig Aufmerksamkeit, weil unsere Heiligkeit Papst Benedikt XVI. an diesem Wochenende das Vereinigte Königreich besucht hat. Dort gibt es die Anglikanische Kirche, die ich natürlich super finde, weil die US- Anglikaner eine offen lesbische Bischöfin namens Mary Glasspool haben. Zwar finden das die Anglikaner in UK gar nicht toll und der Erzbischof von Canterbury hat da auch so komisch mit der Päpstin Benedikta rumgeturtelt, aber was sind die schon gegen Eva Brunne! Die hat wieder mal nix damit zu tun aber ich vergöttere diese Frau einfach! Juchhei!
    Ich bin mir nicht sicher, ob die auch Nacktgottesdienste wie ihre lutherische Amtskollegin in Schweden veranstalten, aber was nicht ist kann ja noch werden. Selbst die Zeitung "Die Welt", wo sonst eigentlich nur erzkatholische Papstanhänger und den Homosexuellen gegenüber nicht sehr freundlich eingestellte Menschen schreiben, hat einen Artikel gebracht. Vor lauter Begeisterung habe ich mir damit nach dem morgendlichen Stuhlgang sogar den Popo abgeputzt!

    Mich hat die Hochzeit von Westerwelle und Mronz gefreut und mit welcher Borniertheit dieser nichtssagende Außenminister sich über das, was andere geschaffen haben, hinwegsetzt und seine Partei nach wie vor einen Schutz der sexuellen Orientierung im Grundgesetz ablehnt.

    Auffallend nur, das ausser mir selbst und einigen wenigen anonymen Trollen leider wieder mal niemand meiner Meinung ist. Das ist zwar immer so, aber das ist halt eine Art Weltverschwörung klar denkender Menschen gegen einen, der einfach nur gern evangelisch st und die FDP vergöttert.
    Meines Erachtens schaden hier einige linke Aktivisten dem armen Guido, weil die ihm aufgrund des schändlichen Verhaltens der FDP, denn sie hat das Lebenspartnerschaftsgesetz ja früher abgelehnt, dauernd die Schamesröte ins Gesicht treiben, so dass dieser wahrscheinlich schon bald einen Herzinfarkt erleiden wird.
    Einige Forenschreiber sollten sich besser überlegen, ob sie "einfach" einmal die Klappe hier halten, vor allem wenn sie zum x-ten Male darauf hingewiesen wurde, dass die lesbische Bischöfin Eva Brunne in Schweden keine Bedeutung für die EKD oder die bundesdeutsche Gesellschaft hat und es nun wirklich langsam keine Sau mehr hören kann und auch nie wirklich interessiert hat, dass es Menschen gibt, die von der katholischen zur evangelischen Kirche konvertiert sind. Aber in meinem Wahn bleibe ich dabei, dass ich hier irgendwer zum Konvertieren ermutigen kann.

    Westerwelle lebt seine eigene sexuelle Identität, der unbeliebteste und wohl schlechteste Außenminister, den diese Republik jemals hatte, bleibt er trotzdem. Wer anderes behauptet, hat zwar Verstand, aber kein Verständnis für Menschen, die schon immer genug Geld hatten, sich alles, was sie wollten, immer und überall zu kaufen, auch die Bildung, von denen sie von anderen Geld verlangen. Und die nur dann zu ihrem Schwulsein stehen, wenn es der Karriere dient. Westerwelle hat auf dem Höhepunkt seiner Karriere seine Hochzeit sehr positiv nunmehr gefeiert, was ich gut finde, wobei ich natürlich nicht sagen will, dass Westerwelle HIV- positiv ist, sondern weil da wahrscheinlich das mit den Fähnchen gemacht wurde und alle schön gesungen haben so wie im Dom bei Eva Brunne.

    ABER es ist bekannt hier im Forum, das es hier einigen Forenschreibern nur um Schmutzwäsche geht, und da habe ich gestern eine tolle Fernsehsendung gesehen, da wurden verschiedene Waschmittel getestet und da lagen die Billigwaschmittel mit den Markenwaschmitteln gleichauf und das hat mich als Hausmann total gefreut! Da hab ich extra nach allem gesucht womit ich die Wäsche von meinem Mann, der übrigens auch nicht mehr in der katholischen Kirche ist, dreckig machen kann, also auch Popel und das was aus der Nase kommt, manchmal grün manchmal gelb, also grüngelb oder grünliberal. Und das hab ich dann in die Waschmaschine gesteckt und mich total gefreut wie das dann da alles sauber wieder rauskam. Ich hoffe auf sachgerechte Auseinandersetzung um Homorechte, wenn ich statt ewig teils sachlich falschem und billigst schleimendem Geschwafel, das ich auf euch loslasse, lieber meinen Platz hinter, ähm pardon vor der Waschmaschine einnehme und die tollen Waschmittel aus der Fernsehsendung teste!
  • Antworten » | Direktlink »
#85 stromboliProfil
  • 22.09.2010, 08:07hberlin
  • Antwort auf #83 von jojo
  • nur wenn er nackt mit der brunne beten geht!

    aber gemach , scheinheilige brauchen ihr empörungsfutter um die leeren inhaltsmägen zu füllen. Verwechselt dann schnell mal ursache und wirkung!
    Natürlich kann man über schwesterwelle nur mit ironie sich auseinader setzen; würde man ihn ernst nehmen ( und mal nur im "homopolitischen"), dann würde man sich selbst lächerlich machen. Letzteres sichtbar mit unserem bruder johannes geschieht!
    Da lob ich mir beiträge wie den von @Tinnitus Iesus #84 , den sicheren geschmack und die schnörkellose sprache: Ein besseres beispiel des kommenden ,homosexuellen durchschnittbürgers , als westerwelle, hätte nur benedikt ratzinger liefern können, aber der darf noch (!) nicht heiraten ( und wenn dann beim notar) ... merkt euch dass, ihr linken vaterlandsverräter!
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#86 FloAnonym
  • 22.09.2010, 19:14h
  • Westerwelle nutzt jetzt also genau das Rechtsinstitut, das wir Rot-Grün zu verdanken haben und gegen das er und die FDP damals geklagt haben und es bei jeder Gelegenheit verdammt haben (auch Westerwelle persönlich).

    Ohne Union und FDP könnten sie sogar heiraten, denn ohne diese beiden Parteien wäre die Ehe schon längst geöffnet!

    Wann fallen die Leute endlich nicht mehr auf diese verlogene und degenerierte FDP rein?!
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#87 MichaelAS
#89 Knueppel
#90 Fiete_Jansen
  • 09.02.2011, 20:58h
  • Du willst wissen, wann die Leute nicht mehr auf die FDP reinfällt? In dem Augenblick wann sie auch nicht mehr auf die anderen Parteien dieses Menschenverachtenden Systems reinfallen.

    Warum verteidigst du die Ehe light die von SPD und Jäger90/die Olivgrünen eingeführt wurde?

    Jede Beziehung zwischen Menschen muss gleichgestellt werden ob mit oder ohne Trauschein.Deshalb weg mit Art. 6.1 GG
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