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- 19. September 2010 2 Min.

Diese Selbstdarstellung wird wohl in Kürze verschwinden (Bild: www.landkreis-rottweil.de)
Einem FDP-Kreistagsabgeordneten aus Rottweil ist das Treiben des schwulen Außenministers zu bunt geworden. Er gibt sein Parteibuch ab.
Von Carsten Weidemann
Es gibt Regionen mit Namen, die verdammt deutsch klingen. Rottweil zum Beispiel. Und es gibt Menschen, die in diesen Regionen leben, die sich stramm deutsch-konservativ gebärden. In Rottweil zum Beispiel. Das dort lebende FDP-Mitglied Gerhard Aden schwimmt gegen den Strom und will aus der Partei austreten. So berichtet es die Neue Rottweiler Zeitung (NRWZ) am Samstag.
Die Zeitung zitiert aus einer E-Mail Adens: "Die Nachricht, dass unser Parteivorsitzender Guido Westerwelle seinen langjährigen Freund Mronz geheiratet hat, hat mir endgültig die Augen geöffnet. Ein Deutscher Außenminister, der auf internationalem Parkett agieren muss, kann mit einer solchen Vita nicht erfolgreich sein." Westerwelle stelle sein persönliches Wohl über dem der Bundesrepublik.
Auch gegenüber der NRWZ poltert der stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP, Fraktionssprecher im Rottweiler Gemeinderat und Mitglied der Kreistagsfraktion: Man müsse sich mal vorstellen, wie ein verheirateter schwuler Außenminister Deutschland in Staaten wie Uruguay und Dubai vertreten wolle, zitiert ihn das Blatt. Er wolle seinen Austritt für den Fall überdenken, dass der Außenminister von seinen Ämtern zurücktrete.
Die Piratenpartei in Baden-Württemberg hat als erstes kritisch auf Adens Forderungen reagiert. "Aden ist ein gutes Beispiel dafür, dass in der FDP leider kein ganzheitlicher Liberalismus die Politik bestimmt, sondern hauptsächlich marktliberale Aspekte.", meint Michael Gugel, Vorsitzender des Bezirksverbands Freiburg der Piratenpartei.
Mehr zum Thema:
» Westerwelle heiratet seinen Freund (17.09.2010)














Es ist seine Privatsache, seinen Freund zu heiraten.
Und wenn Leute meinen, deswegen aus der FDP austreten zu müssen, so sollen sie dies tun.
Denn sie gehören hier nicht rein.
Und was Ängste vor Staaten wie Uruguay und Dubai angeht, die dürften wohl überflüssig sein.
Dann hätte ich bei Iran und Saudi Arabien eher bedenken.
Aber den Besuch in Saudi Arabien hat Westerwelle (soviel ich weiß) schon erfolgreich absolviert.