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- 21. September 2010 2 Min.

Lady Gaga war die Hauptrednerin der Demonstration des Servicemembers Legal Defense Network, einer Gruppe für schwule und lesbische Soldaten
Die 24-jährige Pop-Queen Lady Gaga hat sich am Montag bei einer Demonstration in einem Park in Portland (US-Bundesstaat Maine) für die Abschaffung von "Don't ask, don't tell" ausgesprochen. Das aus dem Jahr 1993 stammende Gesetz besagt, dass Schwule und Lesben nur im Militär dienen dürfen, wenn sie ihre sexuelle Orientierung geheim halten.
Vor mehreren tausend Menschen sagte Lady Gaga, das Gesetz verstoße gegen alles, "wofür wir Amerikaner stehen": Statt homosexuelle Soldaten nur wegen ihrer Sexualität auszuschließen, sollten eher homophobe Soldaten aus den Streitkräften verbannt werden: "Wenn ihr nicht ehrenhaft genug seid, ohne Vorurteile in den Kampf zu ziehen, dann geht nach Hause", erklärte sie vor jubelnden Demonstranten. Bereits im letzten Jahr hatte sich die als Stefani Germanotta geborene Sängerin bei einer Demo in Washington für das Ehe-Recht für Schwule und Lesben ausgesprochen.
Abstimmung im Senat steht bevor

Lady Gaga kämpft nicht nur für Homo-Rechte, sondern für gutes Fleisch. (Bild: Vogue Japan)
Das Ende von "Don't ask, don't tell" ist bereits vom Repräsentantenhaus beschlossen worden (queer.de berichtete). Nun verhandelt das Plenum des Senats über die Frage und soll am Dienstag oder Mittwoch darüber abstimmen. Die Demokraten, die sich seit Jahren für eine Gesetzesänderung aussprechen, stellen in der oberen Kammer des Parlaments zwar 59 von 100 Senatoren. Allerdings brauchen sie mindestens 60 Stimmen, um eine Blockade der Republikaner zu verhindern. Zu den republikanischen Wackelkandidaten gehören auch die beiden Senatorinnen aus Maine, Olympia Snowe und Susan Collins, die als moderate Republikaner gelten und daher eine Abschaffung des Gesetzes mittragen könnten. Allerdings fordern sie dafür Zugeständnisse der Demokraten in anderen Bereichen.
Lady Gaga engagiert sich bereits seit längerem für die Abschaffung von "Don't ask, don't tell". So postete sie in den letzten Tagen Videos auf YouTube, in denen sie US-Senatoren aufruft, die Diskriminierung von Schwulen und Lesben im Militär zu beenden. Vor einer Woche ist sie bei der Verleihung der MTV Music Video Awards mit schwul-lesbischen Soldaten zur Show erschienen, die wegen ihrer Sexualität aus dem Militär entlassen worden waren (queer.de berichtete). Über die Aktion wurde viel in den Medien berichtet, da Lady Gaga zeitgleich mit einem aus rohem Rindfleisch bestehenden Kleid für Aufsehen sorgte und zudem als erfolgreichste Sängerin aus der Preisverleihung hervorging. (dk)














