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  • 27. September 2010 28 2 Min.

Erzbischof Rowan Williams (Bild: Steve Punter / flickr / by 2.0)

Der Chef der anglikanischen Kirche hat in einem Interview erklärt, schwule oder lesbische Bischöfe seien "kein Problem" - sofern sie zölibatär lebten.

Rowan Williams, als Erzbischof von Canterbury geistliches Oberhaupt der Church of England, hat in der Londoner "Times" damit erstmals die Möglichkeit der Ernennung homo­sexueller Bischöfe in Betracht gezogen. Es gebe aber "Regeln, die die Geistlichen beachten müssen", so Williams. Dazu gehöre auch, dass schwule oder lesbische Bischöfe keine sexuellen Kontakte haben dürfen, auch nicht mit ihrem eingetragenen Lebenspartner.

Kritiker werfen Williams vor, mit zweierlei Maß zu messen, da heterosexuelle Bischöfe ein normales Eheleben führen dürfen. "Bevor er Erzbischof von Canterbury geworden ist, hat er die Einbeziehung und Gleichstellung von Homo­sexuellen unterstützt. Jetzt bestraft er die homo­sexuellen Geistlichen", wirft Homo-Aktivist Peter Tatchell dem 60-Jährigen vor.

In der 80 Millionen Mitglieder zählenden anglikanischen Kirche ist 2003 eine Debatte über Homosexualität ausgebrochen, nachdem die liberale amerikanische Teilkirche einen nicht zölibatären Schwulen zum Bischof ernannt hatte (queer.de berichtete). Konservative Anglikaner, insbesondere aus Afrika, liefen gegen die Entscheidung Sturm und drohten mit einer Kirchenspaltung.

So bezeichnete Erzbischof Peter Akinola, der Chef der nigerianischen Anglikaner, die US-Kirche als "Krebsgeschwür", das entfernt werden müsse (queer.de berichtete). Unterstützung kam dagegen vom früheren südafrikanischen Erzbischof Desmond Tutu, der wegen seines gewaltfreien Kampfes gegen die Apartheid als Autorität in anglikanischen Kreisen gilt. Er entschuldigte sich mehrfach für die Verfolgung von Schwulen und Lesben durch Anglikaner. So erklärte er bei einer Konferenz in London, dass Gott weine, weil die Kirche Schwule verurteile, während Themen wie Armut als Nebensache gelten würden (queer.de berichtete).

Die Church of England hatte erst im Juli den schwulen - und zölibatär lebenden - Dekan Jeffrey John als Bischof von Southwark abgelehnt (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Liedel
  • 27.09.2010, 17:46h
  • Na großartig. Da scheint Päpstin Benediktas Besuch ja echt Spuren bei den Anglikanern hinterlassen zu haben. Interessant dürfte werden, wie die Reaktion der US- Anglikaner ausfallen wird. Die beiden prominentesen lesbischen bzw. schwulen Bischöfe Gene Robertson (New Hamsphire) und Mary Glasspool (L.A.) wirken ja jenseits des großen Teichs. Ich wünsche möglichen anderen, vielleicht noch nicht geouteten BischöfInnen, jeweils keine Ökumene im Sinne von Enthaltsamkeit.
    Woher dieser seltsame Anbiederungskurs der britischen Anglikaner an die RKK?
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#2 jochen
  • 27.09.2010, 17:49hmünchen
  • O Gott, ...
    das wird ja immer grotesker und nimmt bizarre Formen an.

    ... ein Riesenkrampf!
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#3 Fred i.BKKAnonym
  • 27.09.2010, 17:53h
  • ....das ganze papalapap der Kirchen nervt..
    ich haette eine generele Loesung der dicksten Probleme in der zoelibataeren Welt der " Gottesanbeter"..auf einen Schlag alle Probleme weg, bezueglich, Zoelibatsbruch, Unterhaltszahlungen an durch Priester geschwaengerte Frauen,Endschaedigungszahlung an sexuell missbrauchte Kinder...unkeusche schwule Priester ...pfui deivel...
    Heilige Oma Benedikta fuehr doch endlich die
    Kastration ein fuer alle Priesteramtsanwaerter!!!
    Den Chorknaben habt ihr doch damals auch die Eier abgeschnitten,damit sie keinen Stimmbruch bekamen ...extra fuer Eure " Gotteshauser "

    Heute werden die ja vom Vatikan aus vermittelt als Betthaeschen,soweit ich mich erinnern kann an eine Artikel bei queer.de
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