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Kommentare zu:
Beim Sex gefilmt: Schwuler Student bringt sich um


#29 guudeAnonym
#28 chrisProfil
  • 04.10.2010, 14:23hDortmund
  • Antwort auf #27 von eMANcipation*
  • Ja, da hast du leider recht. Die Deutschen und gerade die Homos insgesamt ruhen sich zu sehr auf den gesellschaftlichen Errungenschaften aus. Egal ob Superschlampe oder Spießerschwuppe. Wir können doch in Deutschland mittlerweile alle ganz gut leben, ohne das uns jemand andauernd nach dem Leben trachtet. Wir brauchen uns nur nicht offen zu erkennen geben. Das ganze kaschiert man dann noch mit dem schönen Spruch, dass andere Leute die eigene Sexualität nichts angeht und schon hat man sich schön feige aus der Affäre gezogen. Wir sind eben zu unsichtbar und hauen einfach nicht genug auf die Kacke.

    Ich für meinen Teil stelle, vom Job mal abgesehen, immer ziemlich schnell klar das ich schwul bin. Ich mache das nicht um mich in den Vordergrund zu drängen, sondern damit die Leute mal ein wenig drauf gestoßen werden, dass es uns gibt und das wir mitten unter ihnen leben und eigentlich ganz OK sind.

    Wir müssten einfach alle in unserem Alltag etwas mehr sichtbar sein und etwas mehr Einfluss nehmen. Im Job wie im Privaten. Mein ganzer Abi-Jahrgang z.B. hatte nach meinem Outing eine total positive Einstellung zu dem Ganzen und plötzlich waren auch Leute da, die offen über ihre Bisexualität sprachen. In meiner Berufsschuklasse war ich der Held. Nicht nur weil der "Schwuli" tatsächlich was von Technik verstand, sondern weil der auch noch cool drauf war und jeden Spaß mitgemacht hat. Sowas ist wichtig, damit die Gesellschaft ein Bewusstsein für uns erlangt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#27 eMANcipation*Anonym
  • 04.10.2010, 12:31h
  • Antwort auf #25 von MichaelAS
  • Und was machen WIR?

    Es bedarf erst einer Meldung vom Tod eines jungen Menschen, der (wieder einmal) heteronormativer Gewalt zum Opfer gefallen ist, um die übliche virtuelle Empörung zu generieren.

    Und das war's dann auch schon.

    Dabei ist das Internet voll von Foreneinträgen männlicher Jugendlicher, die ein mögliches Outing als Schwuler für ihren "sozialen Tod" halten,

    und die Facebook-Profile junger Männer (wohlgemerkt zu einem großen Teil aus der gutbürgerlichen, *deutschstämmigen* Mittelschicht)

    sind voll von schwulenfeindlichen Bemerkungen und schwulenfeindlicher Sprache!

    In den Kindergärten und Schulen wird weiterhin NICHTS dafür getan, Kinder und Jugendliche vor dieser allgegenwärtigen Gewalt effektiv zu schützen

    und ALLE ErzieherInnen, LehrerInnen und SchulleiterInnen mit klaren Vorgaben in die Pflicht zu nehmen,

    ihrer Verantwortung gegenüber den Freiheits- und Persönlichkeitsrechten, dem Menschenrecht auf Gesundheit und körperliche wie seelische Unversehrtheit,

    endlich gerecht zu werden!

    Nee, wir machen unser Kreuzchen - weil's so schön bequem ist - weiterhin bei denen, sich sich als so "gay-friendly" in Szene setzen, aber bisher NICHTS Konkretes in dieser lebenswichtigen Frage unternommen haben.

    Wenn eine nationale Behörde der Gesundheit und Aufklärung mit großem Medienhype ihre jüngste Studie zur "Jugendsexualität" verbreitet

    und dabei junge homosexuell empfindende Menschen von A bis Z ausgrenzt und nicht etwa Aufklärung über Sexualität, sondern eine bestimmte Ideologie von Sexualität betreibt,

    dann sitzen wir da und tun: NICHTS!

    Der Anteil schwul-lesbischer Protagonisten im ausschließlich kommerziellen US-Hauptabendprogramm liegt übrigens bei fast 5%.

    Im öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen liegen wir im Hauptabendprogramm nur knapp über 0% - kein Wunder, dass es bei den kommerziellen Sendern da nicht besser aussieht!

    Fakt ist, dass sich nichts, aber auch rein gar nichts ändern wird, wenn wir selbst nicht endlich begreifen,

    dass genau diese heteronormative Gewalt, der Menschen von kleinauf massiv ausgesetzt sind,

    jede effektive sexuelle Freiheit und Gleichberechtigung gänzlich verhindert!

    Wann begreifen wir endlich und handeln entsprechend:

    Die allgegenwärtige Heteronormativität macht Kinder und Jugendliche krank und tötet sie!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#26 Lukas ACAnonym
  • 03.10.2010, 21:28h
  • Im Internetzeitalter und in Zeiten, wo jedes Handy eine Kamera hat, meinen zig Leute, sie müssten alles mögliche filmen oder fotografieren und ins Internet stellen. Solange dabei keine Persönlichkeitsrechte anderer verletzt werden, ist das auch in Ordnung. Aber diese Auswüchse müssen endlich aufhören. Da geht es nicht nur um Intimaufnahmen, sondern auch Happy Slapping und ähnliche Phänomene.

    Ganz unabhängig davon, hoffe ich, dass möglichst viele Leute beim "It gets better project" mitmachen und auch ihre Geschichte online stellen. Das könnte eine internationale Bewegung werden...

    It gets better-Project:

    www.youtube.com/itgetsbetterproject#p/f/0/7IcVyvg2Qlo
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#25 MichaelAS
#24 ChefAnonym
#23 stromboliProfil
#22 Einfach nur traurigAnonym
  • 01.10.2010, 21:38h

  • Wenn der beim Sex mit einer Frau gefilmt worden waere, waere er bestimmt ein Held gewesen.

    Es waere auch eine Straftat gewesen den dabei zu filmen, aber keine weswegen Mann sich in den USA umbringt. Bei den gottesfuerchtigen konservativen Amis Sex mit einem Mann und fuer alle Zeiten im Internet verewigt, das ist schon extrem hart. Und dann noch vor dem Coming out von seinem Mitbewohner derart verraten zu werden! Ich kann ihn sehr gut verstehen und bin einfach nur traurig weil es solo unnoetig ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#21 anonymusAnonym
  • 01.10.2010, 15:33h
  • Ich hoffe sehr, daß das als Hassverbrechen auch vor Gericht verurteilt wird.
    Fünf Jahre Haft ist eine Unverschämtheit in diesem Fall. Da sollte eine 1 oder eine 2 vor der 5 stehen.
    Und wenn es fünf Jahre werden ,sollten sie sie dort absitzen wo es andere "Insassen und Genossen" gibt die sie dann für den Rest ihres Lebens "zeichnen" werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#20 contestAnonym
  • 01.10.2010, 15:29h
  • Antwort auf #17 von eMANcipation*
  • Polizisten im Penisvergleich-Fall zu 20 und 25 Jahren Haft verurteilt
    Brian S. und Leon S. hatten nach einem Streit in einem Pub vier Menschen erschossen

    Vor zwei Jahren war es im Merseyside Pub im südafrikanischen Umbilo angeblich deshalb zu einer Auseinandersetzung gekommen, weil sich ein Gast auf der Toilette herablassend über den Penis des neben ihm stehenden Mannes geäußert haben soll. Bei der darauf folgenden gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen indischstämmigen und weißen Südafrikanern kamen vier Menschen ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt.

    www.heise.de/tp/blogs/6/148480
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#19 stromboliProfil
#18 eMANcipation*Anonym
  • 01.10.2010, 13:57h
  • Antwort auf #15 von stromboli
  • "in brasilien fielen 4 menschen einem schwanzvergleich zum opfer..."

    Aus eigenem Erleben und eigener aktiver Teilnahme während zwei Jahren in Brasilien, in unterschiedlichsten sozialen Milieus,

    kann ich nur feststellen, dass Brasilianer da generell so locker sind, wie ich es bisher an keinem anderen Ort der Erde (Europa, Nordamerika) erlebt habe.

    Da stehen dann vor allem auch die Jüngeren und haben einfach spontan ihren Spaß - ob im Schnellrestaurant, im Shopping Center, auf der Uni-Toilette oder sonstwo.

    Es wird einfach sehr viel deutlicher und offener gezeigt, wenn sexuelles Interesse vorhanden und das Ganze ohne langes Getue in die Tat umgesetzt.

    Da habe ich etwas fürs Leben gelernt (allerdings nicht nur in diesem Punkt)!

    Am Sonntag wird übrigens trotz aller neokonservativer und neoliberaler Propaganda voraussichtlich eine Frau zur Präsidentin Brasiliens gewählt,

    die nicht nur der ersten Regierung Brasiliens angehörte, die effektiv einklagbare soziale Rechte für die Ärmsten und Armen geschafften und rund 30 Millionen von ihnen den Aufstieg in die mittlere Einkommenschicht ermöglich hat,

    sondern der gut informierte Kreise (schwule Bekannte und Freunde von mir) nachsagen, dass sie selbst dem eigenen Geschlecht zugeneigt ist. Nicht dass das politisch von Bedeutung wäre, aber geschadet haben ihr die Gerüchte offensichtlich nicht!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#17 eMANcipation*Anonym
  • 01.10.2010, 12:06h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • Ich erwarte von einem demokratischen Rechtsstaat, dessen oberste Pflicht es angeblich ist, die Würde des Menschen zu schützen,

    dass er zunächst einmal - gewissermaßen als Notfallmaßnahme unter den herrschenden Bedingungen - den Teufelskreis homophober (und sonstiger rassistischer) Gewalt,

    der junge Menschen krankmacht und teilweise bis in den Suizid treibt,

    vor allem dort, wo das Zusammenleben dieser jungen Menschen zu einem Großteil stattfindet, wo sich ihre Peer Groups zu einem großen Teil konstituieren,

    von Anfang an durch eine aktive Bearbeitung und letztlich Beseitigung gewalttätiger und Gewalt befördernder Sprache schützt und somit gar nicht erst zulässt, dass dieser Müll sich in die Köpfe von Kindern und Jugendlichen hineinfrisst!

    Es macht einen großen Unterschied, ob es weiterhin als völlig "normal" und auch "cool" angesehen wird, sich einer solchen Sprache zu bedienen, oder ob es von kleinauf das klare Signal gibt: So nicht! Niemand hat das Recht, andere in dieser Weise anzugreifen und zu verletzen!

    Die herrschende Realität stellt sich so dar, dass schon frühpubertierende junge Männer, die noch gar keine Chance hatten, ihre eigene Sexualität wirklich unbefangen und angst-/gewaltfrei zu entdecken, sich zwanghaft dieser Sprache bedienen, um "dazuzugehören" und Anerkennung zu finden.

    Hier müssen ErzieherInnen und LehrerInnen und SchulleiterInnen endlich explizit in die Pflicht genommen werden, jeden einzelnen Akt dieser homophoben Sprache und Gewalt zu registrieren und klare Anweisungen zu deren Bearbeitung umzusetzen, über die sie dann ebenfalls Rechenschaft abzulegen haben.

    Die SchulleiterInnen haben wiederum regelmäßig den zuständigen Schulbehörden gegenüber zu dokumentieren, wie sich die Situation in ihrer Schule darstellt und welche Maßnahmen sie zur weiteren Bekämpfung von Homophobie und Rassismus implementieren.

    Es muss von Anfang deutlich werden: Wer andere Menschen in ihrer Sexualität oder wegen ihrer Hautfarbe oder ethnischen oder sozialen Herkunft oder wegen einer Behinderung verbal oder sonstwie angreift,

    ist alles andere als "cool", sondern er stellt sich selbst ins Abseits bzw. findet seinen Namen in einem Hass-Register wieder.

    Wobei es aber nicht in erster Linie um die "Bestrafung" derer, die sich einer solchen Sprache bedienen, geht (sind sie doch selbst Opfer der internalisierten, herrschenden Gewalt), sondern um Aufklärung und aktive Konfkliktbearbeitung!

    Gleiches gilt natürlich auch für die virtuellen sozialen Netzwerke, die in Wahrheit gigantische Apparate der sozialen Kontrolle darstellen, die schon Frühpubertierende dazu nötigen, sich auch zu intimsten Fragen ihres Lebens,

    natürlich vor allem zu ihrer Heterosexualität zu bekennen! Hier werden unter den herrschenden Bedingungen massiv Freiräume blockiert und "abweichendes Verhalten" wird umgehend und gnadenlos, teilweise brutal, sanktioniert.

    Dabei wären als minimaler Beitrag der Betreiber Begriffe wie "Schwuchtel" wären ebenso leicht technisch herauszufiltern - und auch das wäre immerhin ein Signal für die, die sich dieser Sprache bedienen - wie andere vergleichbare Schimpfwörter, die über die Kommunikation genau das befördern und zementieren, was am Ende der Fahnenstange zu grausamen Tragödien wie dem oben zitierten wesentlich beiträgt!
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#16 angry manAnonym
  • 01.10.2010, 11:40h
  • Antwort auf #2 von ImanuelCortez
  • *Imanuel
    Deinen Kommentar find ich wahnsinnig daneben:
    Wie labil kann man denn drauf sein...
    Soll das jetzt noch ein Vorwurf sein? Selbst Schuld? Wie kann man denn auch nur so labil sein...tsts..
    Wie dumm kann man denn drauf sein sowas zu schreiben und anzunehmen.
    alleine die Schuld auf die Filmer zu schieben ist zu einfach...
    Wie differenziert willst Du es denn haben um die Verantwortung bei den Filmern und Veröffentlichern zu finden? Ach, er war ja vorher schon labil, also ist er selbst schuld...
    Wunderbar. Es passiert immer häufiger, dass Täter mehr verteidigt werden als die Opfer. Wenn ich so ein Pseudopsychogelaber lese könnte ich kotzen.
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#15 stromboliProfil
  • 01.10.2010, 11:38hberlin
  • Antwort auf #8 von Flo
  • "Dann sollen sie sich selbst beim Sex veröffentlichen...

    nun, ein stück exibitionismus steckt drinnen in uns.
    was vieleicht auch erklärt , warum das "interesse" am andern sich keine regeln setzt!
    Die technik hilft !
    Flubs mal das handy , und gutbetuchte ihr iphone gezückt und auf strasse fotographiert was das zeug hält.
    Neulich in u-bahn, mir gegenüber ein mädchen, dass den neben mir sitzenden jungen unbedingt aufnehmen will wie er sich in der nase popelt.. ich neben an!
    Wie selbstverständlich ich mit auf dem bild gebannt und erstaunt, als ich sie auffordere, dass bild, mir sichtbar, zu löschen! Ich habe den beiden auch erklärt, dass ich , im falle sie hätten höfflich gefragt, nichts gegen die aufnahme incl. gehabt hätte, aber mich die ungefragte "einbeziehung" schon stört, sodass ich reagiere.

    Aber es ist nur die spitze des bilderberges!
    Wir gestalten uns zu einer miniaturausgabe der TV- sichtbarkeit des durchschnittbürgers.. digital abrufbar für jeden. Und wundern uns, wenn selbst die bescheuersten an und einsichten in unsere innenwelt herumgereicht werden wie sauerteig.

    Wenn eine geisteshaltung, die den spass auf kosten anderer als gesellschaftspiel versteht, wenn also basching zum "spielerischen" dissen wird und so vorgeblich die wort und erfindungsgabe der heranwachsenden fördert, dann gleicht unser gesellschaft einem schlachtfeld auf dem der kampf um rücksichtnahme verloren gegangen ist!

    Wir verlieren uns in larmoyanz, wenns um unsere träume geht und schustern uns ein bild der geliehenen geborgenheiten zurecht.
    Hierzu gibt es die verschiedensten beispiele ...
    Da wollen wir einerseits sexualität auskosten können , fordern aber rigide regeln neuer moralisch begründeter paartauglichkeit.
    Andererseits brauchen wir die komplizenhaftigkeit der uns umgebenden, wenn wir mal unseren druck loswerden wollen.
    Vertraulichkeit jedoch baut sich nicht aus dem gewohnheitsrecht des gemeinsamen schlüsselbesitzes auf. Auch der vertrauliche meinung- oder erfahrungsastausch braucht der schule des lebens: vertrauen , das sich aus erfahrung bildet; nicht aus gesellschaftsspielen!
    Auch das will von heranwachsenden, erwachsenen gelernt sein.

    Höre gerad mit halben ohr im tv folgenden satz: wenn das so weiter geht , bringen wir uns gegenseitig um!
    Kein drama , dass sich hier ankündigt; ein werbeclip, der auf die nächste koch-dinnerparty im schichtenfernsehen hinweist.
    Was witzig sein soll , benutzt eine wortwahl, die wenn, einen spannungskonflikt beschreibt der wortwörtlich genommen, eskalation ankündigt... was hat die plunz sonst noch sprachlich anzubieten ausser hysterie des totalen scheiterns...

    Damit will ich beschreiben, wie hochdramatisch wir uns inzenieren, wie zugespitzt wir uns wahrnehmen... selbst im lächerlichsten aller fälle; was praktizierter sex , besonders wenn man selbst ausführt oder die ausführenden kennt , immer der fall ist !
    Und hier liegt auch die fatale verletzlichkeit der opfer zutage.

    kleiner nachtrag der unterstreicht und zum lachen reizt wärs nicht so dramatisch: in brasilien fielen 4 menschen einem schwanzvergleich zum opfer...
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#14 vingtans
#13 jojoAnonym
#12 vingtans
#11 dawilliAnonym
  • 01.10.2010, 04:08h
  • Eines ist klar: Mann muss zu sich selbst stehen (manchmal auch offensiv)- sonst tut es keiner.
    Eltern sollten das ihrem nachwuchs schon früh vorleben u. erklären. Dann können solche kurzschlusshandlungen, wie die vom erwähnten studenten, nicht mehr so leicht passieren.
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#10 Benedictus
  • 30.09.2010, 23:46h
  • Antwort auf #4 von alexander
  • Ich kann sogar sehr gut nachvollziehen, wenn ein 18-jähriger, schwuler Student, der bis dato schüchtern und unauffällig war und vielleicht sogar um eine reine "Internet-Weste" bemüht war, Selbstmordgedanken hegt, wenn er durch Kommilitonen nicht nur geoutet und bloßgestellt wird, sondern nun durch ein unwiderruflich weltweit abrufbares "Porno-" Video zweifelhafte Berühmtheit erlangt, die er mit seiner Schüchternheit nie gesucht hatte. Dies kommt neben dem Mobbing-Effekt nicht nur einer Beschmutzung seiner bisher weißen "Internet-Weste" gleich, nein es bedeutet für ihn die Zerstörung seines bisherigen Rufs in einem konservativen Amerika, in der ein unwiderruflich öffentlich eingestelltes Video auch über die Zukunft bei Arbeitgebern oder bei privaten Beziehungen entscheiden kann. Wie man das so locker sehen kann, ist mir unbegreiflich. Ich dagegen kann
    mich sehr gut in ihn hineinversetzen und seinen Beweggrund gut verstehen. Ich weiß nicht, wie weit ich in seiner Situation gegangen wäre. Aber ich maße mir nicht an, ihn als labil zu bezeichnen, da ich mich in einer ganz anderen Lebenssituation und in einem ganz anderem Umfeld befinde.

    Selbstmord heiße ich damit nicht gut, aber ich kann sehr gut nachvollziehen, was ihn dazu getrieben hat.
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#9 chrisProfil
  • 30.09.2010, 23:00hDortmund
  • Als ich das gelesen habe, habe ich mir im ersten Moment nur gedacht: "Wie kann man nur so blöd sein, sich deswegen umzubringen?" Als ich im nächsten Moment begriff, dass das wohl doch nicht so grundlos war wie ich erst dachte, musste ich mir eingestehen, dass ich nach fast acht Jahren völlig vergessen hatte, wie verdammt mies es mir selbst vor meinem Coming Out ging. Empfinden kann ich diese Emotionen, diese Verzweiflung und dieses für mich damals unlebbare Leben heute nicht mehr, aber einige sollten bei all ihren Kommentaren vielleicht mal beachten, dass es viele von uns nicht leicht hatten dahin zu kommen, wo wir heute sind. Es gibt genug Leute, die diese Zeit nicht so gut überstanden haben wie wir.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FloAnonym
  • 30.09.2010, 20:59h
  • Egal, ob der Verursacher jetzt homophob war oder nicht:
    was denken sich Leute nur dabei, andere Menschen in solch intimen Situationen heimlich zu filmen und das dann im Internet zu veröffentlichen? Dann sollen sie sich selbst beim Sex veröffentlichen...

    Diese Negativauswüchse des Internet müssen endlich ein Ende haben, damit sowas nie mehr passieren kann.

    Flo
    Its get better project:

    www.youtube.com/itgetsbetterproject#p/f/0/7IcVyvg2Qlo
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#7 stromboliProfil
  • 30.09.2010, 20:28hberlin
  • hier nun ein ausführlicher bericht über den hergang und folgen:

    www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,720489,00.html

    "ABC News zufolge soll sich C. kurz vor seinem Tod an die Besucher einer schwulen Website gewandt und im Forum um Hilfe gebeten haben. Laut Gawker.com berichtet ein User namens "cit2mo" von Video-Spionage in seiner Studentenunterkunft. Besonders entsetzt habe sich der Verfasser darüber gezeigt, dass viele der Kommilitonen offenbar mit dem heimlichen Filmer sympathisierten, der einen schwulen Mitbewohner ertragen müsse. "Die Leute haben in seinem Profil Fragen gepostet, nach dem Motto 'Wie konntest du da noch mal reingehen?' oder 'Bist du in Ordnung?' (...) Und das, obwohl es doch ich gewesen bin, den man ausspioniert hat", empörte sich der Schreiber. In einem zweiten Beitrag erklärt "cit2mo", er wolle sich bemühen, in ein anderes Zimmer versetzt zu werden, ein entsprechendes Antragsformular habe er bereits ausgefüllt. "

    hier wäre anzusetzen: jemand der heuchelnd anfragt: ist alles bei dir in ordnung , wie konntest du in dein zimmer zurück gehen, implizieren sexistischen rassismus und hass...
    Als wenn man schriebe, kannst du in einem zimmer mit schwarzen oder juden leben..
    Und: facebook, hier ja auch von usern gelobt oder twitter, diese sprachrohre für dumpfbacken, denen die einmischung in die privatsphäre anderer, dank unüberlegtem dabeiseinwollens in der "szene" geradezu nachgeschmissen bekommen...
    Da werden leute durchs net-dorf getrieben weil sie sich zum ziel machen!

    Aber wenn alle diese "öffentlichkeit" herstellen, daran teilnehmen und partizipieren, dann muss/sollte auch die dickfelligkeit entwickelt sein, als "ziel" von spott und häme nicht gleich den kopf zu verlieren.
    Im öffentlichen aufzutreten, seine privatheit am account abzugeben um an einem blog oder forum teilzunehmen, sollte zur sozialisation der heutigen generation gehören , wie das wissen, dass es darin dann kein privates mehr gibt.

    Das Tyler C. nun opfer eben dieser unmöglichkeit von teilnahme und privatheit geworden ist, ist tragisch für ihn,; symtomatisch aber auch für die grenzenlose gedankenlosigkeit der heranwachsenden!

    Die eltern sollten auch gegen facebook klagen ...
    Ich find eh, dieser blockwartsverein jugendlicher stasianhänger mit übersteigertem mitteilungsbedürfniss sollte als das entlarft werden was es ist: barbara cartwright-schlüssellochmentalität der barbie-generation 2,0Antworten » | Direktlink »
#6 lolloAnonym
  • 30.09.2010, 19:11h
  • ich habe zwei solcher versuche erlebt.
    weisse schwule mittelschicht.
    zwangsouting und angedrohtes outing.
    beide menschen konnten gerettet werden.

    mein empfinden bei kommentarzeilen ist, dass
    vom wesentlich erhöhten selbstmordrisiko bei
    jungen schwulen und lesben abgelenkt werden soll.

    es handelt sich um eine einzelfallrhetorik,
    die eine ursachenanalyse zum erhöhten risiko
    als unnötig erscheinen lassen soll.

    ähnlich formulierte es in einem weiteren zusammenhang tülin duman.

    "Deshalb gilt es, Nein zu sagen, wenn uns statt der Wahrheit, so heterogen, erschreckend und widersprüchlich sie auch sei, einfache Lösungen angeboten werden. Nein zu sagen, wenn Sexismus und Homophobie pauschal bestimmten MigrantInnen-Communities zugeschrieben werden. Denn dadurch wird ein Trugbild erzeugt, das uns glauben lassen soll, diese Phänomene würden nach Deutschland "importiert" und es gelte, bereits errungene Freiheiten vor diesen Kuckuckseiern zu schützen.
    Manche Vertreter der schwulen Communities stimmen diesem vereinfachenden Feindbild zu. Sie fordern, man müsse die Probleme beim Namen nennen, und verweisen immer wieder auf ein dezidiertes Täterprofil: jung, männlich, Migrationshintergrund. Damit lässt sich traurigerweise Politik machen. Schade, denn sonst könnten ja auch das höhere Armuts- und Selbstmordrisiko, die größere Gefahr der Obdachlosigkeit und die weit verbreiteten Essstörungen unter Lesben, Schwulen und Transpersonen in diesem Land wichtige Themen für die queere Bewegung sein."

    www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/eine-minderheit-unt
    er-vielen/
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FranziAnonym
  • 30.09.2010, 18:47h
  • Also - Man(n) weiss ja, das die Ami Studenten es "just for fun" - ziemlich doll treiben auf dem Campus ...

    Sicher war es nicht gewollt, das sich Tyler wegen der Videoaufnahmen das Leben nimmt ...

    Ich sehe es als "dummen" Jungenstreich ... (leider) mit tragischem Ende :-(
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#4 alexander
  • 30.09.2010, 18:23h
  • die genauen hintergründe werden wohl nie ermittelt werden, für mich ist ein selbstmord nur wegen des filmchens nicht nachvollziehbar, schon gar nicht im alter von 18 jahren, da sollte man schon reifer und stabiler sein. das video war bestimmt nur der auslöser.
    natürlich ist es um jedes leben schade, dass durch solche gemeinheiten schaden nimmt.
    bekanntlich sind kinder und jugendliche gnadenlos wenn es um machtspielchen geht, oder andere zu demütigen.
    ich habe ähnliche erfahrungen machen "dürfen".
    ich kam im alter von 10 jahren in ein internat und wurde mit 13 j. beim schwulen sex erwischt, was natürlich sofort die runde machte, bei 90 mitschülern kann sich jeder vorstellen was für sprüche und bösartigkeiten folgten
    und das jahrelang, bei jeder gelegenheit !
    danach wusste ich erstmal was "schwul" ist.
    denn 1963 war das kein thema über das man sprach und schon gar nicht an einem erzprotestantischen gymnasium wo alle schüler einem "geistlichen knabenchor" angehörten.
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#3 stromboliProfil
  • 30.09.2010, 18:15hberlin
  • ein komisches gefühl bleibt ...
    ""Es macht uns krank, dass jemand in unserer Gesellschaft ein Video macht und damit bedenkenlos das Leben eines Anderen nur zum Spaß kaputt macht",

    auch die folgenden fallbeispiele gehen in eine richtung die zwar homophobie konzipiert, aber ihre bekämpfung offensichtlich in der bestrafung von schwulen anschuldigen ihren sinn findet, anstatt sich zur offensive zu entschließen: schwul ist nicht schlechter als hetero.

    Vor was kann ein schulhof gemobbter geschützt werden? Vor der anschuldigung/vermutung, er sei schwul?
    Wie stellen wir schwule uns ein verbot vor: schwul/homo darf nicht mehr ausgesprochen werden?
    Was sind wir dann; namenlose nichts?
    Was sollen lehrer/eltern unternehmen zum schutz eines schülers; einfordern dass der begriff fag-schwul nicht mehr verwendet wird... wird nicht damit auch die "richtigkeit" des schimpfbegriffes unterstützt?!!!
    Bereits in der "zwangsläufigkeit, mit der die selbsttöter sich einem sprachlichen verdikt unterworfen haben, spricht bände für die barbarische innere leere, die die amerikanische gesellschaft mittlerweile ausstrahlt &

    Bei aller wut und trauer über die fälle und ihre opfer; wir werden so der aufarbeitung nicht gerecht, verschieben nur mittels sprachtechnik unser eigenes bild hin in einen negativen rahmen.
    Und so werden wir uns auch der homophobischen ( ! ) haltung der opfer nicht bewusst, die auslöser ihrer selbsttötung wird.. ein shakespearesches drama
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#2 ImanuelCortezProfil
  • 30.09.2010, 17:35hKarlsruhe
  • naja gut.. also ein Zwangsouting dieser Kategorie ist natürlich heftig abzumahnen.

    Aber das sich ein junger Student deswegen umbringt war bestimmt nicht gewollt.
    Wie labil kann man denn drauf sein, die Story hat bestimmt viel mehr Vorlauf & alleine die Schuld auf die Filmer & ihre Veröffentlichung zu schieben ist sicherlich zu einfach.
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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.09.2010, 17:33h
  • Armer Tyler! Ich hoffe, daß die Spanner die ganze Härte des Gesetzes zu spüren bekommen! Wenn sie Schwule beim Sex beobachten wollen, dann sollen sie doch ins Pornokino gehen oder besser einen Schwulenporno im Internet ansehen!
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