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Kommentare zu:
Beim Sex gefilmt: Schwuler Student bringt sich um


#11 dawilliAnonym
  • 01.10.2010, 04:08h
  • Eines ist klar: Mann muss zu sich selbst stehen (manchmal auch offensiv)- sonst tut es keiner.
    Eltern sollten das ihrem nachwuchs schon früh vorleben u. erklären. Dann können solche kurzschlusshandlungen, wie die vom erwähnten studenten, nicht mehr so leicht passieren.
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#12 vingtans
#13 jojoAnonym
#14 vingtans
#15 stromboliProfil
  • 01.10.2010, 11:38hberlin
  • Antwort auf #8 von Flo
  • "Dann sollen sie sich selbst beim Sex veröffentlichen...

    nun, ein stück exibitionismus steckt drinnen in uns.
    was vieleicht auch erklärt , warum das "interesse" am andern sich keine regeln setzt!
    Die technik hilft !
    Flubs mal das handy , und gutbetuchte ihr iphone gezückt und auf strasse fotographiert was das zeug hält.
    Neulich in u-bahn, mir gegenüber ein mädchen, dass den neben mir sitzenden jungen unbedingt aufnehmen will wie er sich in der nase popelt.. ich neben an!
    Wie selbstverständlich ich mit auf dem bild gebannt und erstaunt, als ich sie auffordere, dass bild, mir sichtbar, zu löschen! Ich habe den beiden auch erklärt, dass ich , im falle sie hätten höfflich gefragt, nichts gegen die aufnahme incl. gehabt hätte, aber mich die ungefragte "einbeziehung" schon stört, sodass ich reagiere.

    Aber es ist nur die spitze des bilderberges!
    Wir gestalten uns zu einer miniaturausgabe der TV- sichtbarkeit des durchschnittbürgers.. digital abrufbar für jeden. Und wundern uns, wenn selbst die bescheuersten an und einsichten in unsere innenwelt herumgereicht werden wie sauerteig.

    Wenn eine geisteshaltung, die den spass auf kosten anderer als gesellschaftspiel versteht, wenn also basching zum "spielerischen" dissen wird und so vorgeblich die wort und erfindungsgabe der heranwachsenden fördert, dann gleicht unser gesellschaft einem schlachtfeld auf dem der kampf um rücksichtnahme verloren gegangen ist!

    Wir verlieren uns in larmoyanz, wenns um unsere träume geht und schustern uns ein bild der geliehenen geborgenheiten zurecht.
    Hierzu gibt es die verschiedensten beispiele ...
    Da wollen wir einerseits sexualität auskosten können , fordern aber rigide regeln neuer moralisch begründeter paartauglichkeit.
    Andererseits brauchen wir die komplizenhaftigkeit der uns umgebenden, wenn wir mal unseren druck loswerden wollen.
    Vertraulichkeit jedoch baut sich nicht aus dem gewohnheitsrecht des gemeinsamen schlüsselbesitzes auf. Auch der vertrauliche meinung- oder erfahrungsastausch braucht der schule des lebens: vertrauen , das sich aus erfahrung bildet; nicht aus gesellschaftsspielen!
    Auch das will von heranwachsenden, erwachsenen gelernt sein.

    Höre gerad mit halben ohr im tv folgenden satz: wenn das so weiter geht , bringen wir uns gegenseitig um!
    Kein drama , dass sich hier ankündigt; ein werbeclip, der auf die nächste koch-dinnerparty im schichtenfernsehen hinweist.
    Was witzig sein soll , benutzt eine wortwahl, die wenn, einen spannungskonflikt beschreibt der wortwörtlich genommen, eskalation ankündigt... was hat die plunz sonst noch sprachlich anzubieten ausser hysterie des totalen scheiterns...

    Damit will ich beschreiben, wie hochdramatisch wir uns inzenieren, wie zugespitzt wir uns wahrnehmen... selbst im lächerlichsten aller fälle; was praktizierter sex , besonders wenn man selbst ausführt oder die ausführenden kennt , immer der fall ist !
    Und hier liegt auch die fatale verletzlichkeit der opfer zutage.

    kleiner nachtrag der unterstreicht und zum lachen reizt wärs nicht so dramatisch: in brasilien fielen 4 menschen einem schwanzvergleich zum opfer...
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#16 angry manAnonym
  • 01.10.2010, 11:40h
  • Antwort auf #2 von ImanuelCortez
  • *Imanuel
    Deinen Kommentar find ich wahnsinnig daneben:
    Wie labil kann man denn drauf sein...
    Soll das jetzt noch ein Vorwurf sein? Selbst Schuld? Wie kann man denn auch nur so labil sein...tsts..
    Wie dumm kann man denn drauf sein sowas zu schreiben und anzunehmen.
    alleine die Schuld auf die Filmer zu schieben ist zu einfach...
    Wie differenziert willst Du es denn haben um die Verantwortung bei den Filmern und Veröffentlichern zu finden? Ach, er war ja vorher schon labil, also ist er selbst schuld...
    Wunderbar. Es passiert immer häufiger, dass Täter mehr verteidigt werden als die Opfer. Wenn ich so ein Pseudopsychogelaber lese könnte ich kotzen.
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#17 eMANcipation*Anonym
  • 01.10.2010, 12:06h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • Ich erwarte von einem demokratischen Rechtsstaat, dessen oberste Pflicht es angeblich ist, die Würde des Menschen zu schützen,

    dass er zunächst einmal - gewissermaßen als Notfallmaßnahme unter den herrschenden Bedingungen - den Teufelskreis homophober (und sonstiger rassistischer) Gewalt,

    der junge Menschen krankmacht und teilweise bis in den Suizid treibt,

    vor allem dort, wo das Zusammenleben dieser jungen Menschen zu einem Großteil stattfindet, wo sich ihre Peer Groups zu einem großen Teil konstituieren,

    von Anfang an durch eine aktive Bearbeitung und letztlich Beseitigung gewalttätiger und Gewalt befördernder Sprache schützt und somit gar nicht erst zulässt, dass dieser Müll sich in die Köpfe von Kindern und Jugendlichen hineinfrisst!

    Es macht einen großen Unterschied, ob es weiterhin als völlig "normal" und auch "cool" angesehen wird, sich einer solchen Sprache zu bedienen, oder ob es von kleinauf das klare Signal gibt: So nicht! Niemand hat das Recht, andere in dieser Weise anzugreifen und zu verletzen!

    Die herrschende Realität stellt sich so dar, dass schon frühpubertierende junge Männer, die noch gar keine Chance hatten, ihre eigene Sexualität wirklich unbefangen und angst-/gewaltfrei zu entdecken, sich zwanghaft dieser Sprache bedienen, um "dazuzugehören" und Anerkennung zu finden.

    Hier müssen ErzieherInnen und LehrerInnen und SchulleiterInnen endlich explizit in die Pflicht genommen werden, jeden einzelnen Akt dieser homophoben Sprache und Gewalt zu registrieren und klare Anweisungen zu deren Bearbeitung umzusetzen, über die sie dann ebenfalls Rechenschaft abzulegen haben.

    Die SchulleiterInnen haben wiederum regelmäßig den zuständigen Schulbehörden gegenüber zu dokumentieren, wie sich die Situation in ihrer Schule darstellt und welche Maßnahmen sie zur weiteren Bekämpfung von Homophobie und Rassismus implementieren.

    Es muss von Anfang deutlich werden: Wer andere Menschen in ihrer Sexualität oder wegen ihrer Hautfarbe oder ethnischen oder sozialen Herkunft oder wegen einer Behinderung verbal oder sonstwie angreift,

    ist alles andere als "cool", sondern er stellt sich selbst ins Abseits bzw. findet seinen Namen in einem Hass-Register wieder.

    Wobei es aber nicht in erster Linie um die "Bestrafung" derer, die sich einer solchen Sprache bedienen, geht (sind sie doch selbst Opfer der internalisierten, herrschenden Gewalt), sondern um Aufklärung und aktive Konfkliktbearbeitung!

    Gleiches gilt natürlich auch für die virtuellen sozialen Netzwerke, die in Wahrheit gigantische Apparate der sozialen Kontrolle darstellen, die schon Frühpubertierende dazu nötigen, sich auch zu intimsten Fragen ihres Lebens,

    natürlich vor allem zu ihrer Heterosexualität zu bekennen! Hier werden unter den herrschenden Bedingungen massiv Freiräume blockiert und "abweichendes Verhalten" wird umgehend und gnadenlos, teilweise brutal, sanktioniert.

    Dabei wären als minimaler Beitrag der Betreiber Begriffe wie "Schwuchtel" wären ebenso leicht technisch herauszufiltern - und auch das wäre immerhin ein Signal für die, die sich dieser Sprache bedienen - wie andere vergleichbare Schimpfwörter, die über die Kommunikation genau das befördern und zementieren, was am Ende der Fahnenstange zu grausamen Tragödien wie dem oben zitierten wesentlich beiträgt!
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#18 eMANcipation*Anonym
  • 01.10.2010, 13:57h
  • Antwort auf #15 von stromboli
  • "in brasilien fielen 4 menschen einem schwanzvergleich zum opfer..."

    Aus eigenem Erleben und eigener aktiver Teilnahme während zwei Jahren in Brasilien, in unterschiedlichsten sozialen Milieus,

    kann ich nur feststellen, dass Brasilianer da generell so locker sind, wie ich es bisher an keinem anderen Ort der Erde (Europa, Nordamerika) erlebt habe.

    Da stehen dann vor allem auch die Jüngeren und haben einfach spontan ihren Spaß - ob im Schnellrestaurant, im Shopping Center, auf der Uni-Toilette oder sonstwo.

    Es wird einfach sehr viel deutlicher und offener gezeigt, wenn sexuelles Interesse vorhanden und das Ganze ohne langes Getue in die Tat umgesetzt.

    Da habe ich etwas fürs Leben gelernt (allerdings nicht nur in diesem Punkt)!

    Am Sonntag wird übrigens trotz aller neokonservativer und neoliberaler Propaganda voraussichtlich eine Frau zur Präsidentin Brasiliens gewählt,

    die nicht nur der ersten Regierung Brasiliens angehörte, die effektiv einklagbare soziale Rechte für die Ärmsten und Armen geschafften und rund 30 Millionen von ihnen den Aufstieg in die mittlere Einkommenschicht ermöglich hat,

    sondern der gut informierte Kreise (schwule Bekannte und Freunde von mir) nachsagen, dass sie selbst dem eigenen Geschlecht zugeneigt ist. Nicht dass das politisch von Bedeutung wäre, aber geschadet haben ihr die Gerüchte offensichtlich nicht!
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#19 stromboliProfil
#20 contestAnonym
  • 01.10.2010, 15:29h
  • Antwort auf #17 von eMANcipation*
  • Polizisten im Penisvergleich-Fall zu 20 und 25 Jahren Haft verurteilt
    Brian S. und Leon S. hatten nach einem Streit in einem Pub vier Menschen erschossen

    Vor zwei Jahren war es im Merseyside Pub im südafrikanischen Umbilo angeblich deshalb zu einer Auseinandersetzung gekommen, weil sich ein Gast auf der Toilette herablassend über den Penis des neben ihm stehenden Mannes geäußert haben soll. Bei der darauf folgenden gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen indischstämmigen und weißen Südafrikanern kamen vier Menschen ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt.

    www.heise.de/tp/blogs/6/148480
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