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Elektronische Buchimitationen wie das I-Pad machen in den USA bereits jetzt knapp neun Prozent des Buchmarktes aus. (Bild: Rego/w3bdesign / flickr / by-sa 2.0)

Alyson Books wird nach 30 Jahren im Geschäft keine Bücher aus Papier mehr drucken - das Verlagshaus will nur noch E-Books herausbringen.

Die 1980 in Boston gegründete Firma gilt als ältester noch aktiver schwul-lesbischer Verlag in den Vereinigten Staaten. Er veröffentlichte sowohl Romane ("Latter Days") als auch Sachbücher ("The Bisexual's Guide to the Universe"), die in der Szene teils kontrovers diskutiert wurden. Zweimal wurde das Verlagshaus verkauft - in den Jahren 1995 und 2008. Inzwischen sind im Rahmen der Wirtschaftskrise und wegen des Wegsterbens schwul-lesbischer Buchhandlungen die Einnahmen weggebrochen.

Der Verlag kündigte an, auch künftig die "am meisten respektierten schwulen und lesbischen Autoren" anzubieten, allerdings nur noch via I-Pad, Kindle und Co., deren Anteil am Buchhandel nach Angaben der American Publishing Association derzeit bei rund neun Prozent liegt. Als entscheidender Vorteil für den Verlag gilt, dass er die hohen Druckkosten nicht mehr vorfinanzieren muss und das finanzielle Risiko beim Herausgeben von Büchern damit entfällt.

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Akzeptieren Autoren und Leser E-Bücher?

John Knoebel von Here Media, dem gegenwärtigen Besitzer von Alyson Books, kündigten an, alle Autoren des Verlags anzuschreiben und ihnen einen neuen Vertrag für eine elektronische Veröffentlichung anzubieten. "Wir hoffen, dass manche bei uns bleiben", so Knoebel. 24 Autoren hätten für den Verlag Bücher geschrieben, die noch nicht veröffentlicht worden sind. Sie haben nun die Möglichkeit, bei einem anderen Verlagshaus ihr Buch zu veröffentlichen, falls sie mit der ausschließliches E-Book-Veröffentlichung nicht einverstanden sind.

Knoebel erklärte, dass Schwule und Lesben Studien zufolge besonders schnell technischen Wandel annähmen. "Wir glauben fest daran, dass unsere Zielgruppe digitale Bücher akzeptiert", so Knoebel.

Auch in Deutschland haben Verlage damit begonnen, E-Bücher zu veröffentlichen, allerdings bislang nur zusätzlich zu ihrem gedruckten Programm (queer.de berichtete). Hierzulande ist der Markt für E-Bücher allerdings noch viel kleiner als in den Vereinigten Staaten. (dk)

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#1 schwulenaktivist
  • 04.10.2010, 13:02h
  • Es wäre schlau, sich für parallele elektronische Übersetzungen zu verbandeln. Allerdings braucht es dann wieder Korrektoren, denn auch hier auf QDE enthalten die selber getappelten Texte so manche Fehler...
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#2 FloAnonym
  • 04.10.2010, 15:24h
  • Eine sehr dumme Entscheidung.

    Wenn man auf einen neuen Hype aufspringt, okay. Aber ohne zu wissen, wie es damit weitergeht, sein traditionelles Geschäft aufzugeben ist fahrlässig.

    Dabe ist mittlerweile klar, dass die Bildqualität von E-Readern niemals die von gedrucktem Papier erzielen wird (siehe Habilitationsschrift M. Ziefle, RWTH Aachen). Außerdem kann mir ein Buch auch mal hinfallen, ich kann es am Strand lesen ohne Angst um eindringenden Sand zu haben, es funktioniert ohne Strom, etc. etc.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.10.2010, 15:50h
  • Hoffentlich leidet die Qualität der Bücher nicht unter der Umstellung. Wenn man sich von dem Artikel die Titelzeile durchliest, könnte man ja auch denken, daß der Verlag seine Tätigkeiten einstellt. Gott sei Dank ist das nicht der Fall.
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