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  • 06. Oktober 2010 39 2 Min.

Vergaß die homo­sexuellen Mitbürger in seiner Rede am 3. Oktober: Bundespräsident Christian Wulff

"Unser Land muss Verschiedenheit aushalten", sagte Bundespräsident Christian Wulff in seiner Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit. Auf Schwule und Lesben ging er jedoch nicht ein.

Von Jürgen Friedenberg

Die landauf, landab als patriotisch empfundene Rede des Bundespräsidenten zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit, die zunächst in der politischen Szene Zustimmung von ganz links bis halb rechts erhielt, stößt jetzt bei rechtsgerichteten Unions-Christen doch noch auf Widerspruch. Ausdrücklich distanzierte sich CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich von Christian Wulffs These, zu Deutschland gehöre nicht nur das Christentum und das Judentum, sondern inzwischen auch der Islam.

Auch andere Äußerungen des der CDU angehörenden Ersten Mannes im Staat dürften konservativen Politikern und ihren Anhängern nicht recht, das heißt, nicht rechts genug gewesen sein und in den Gremien der Union noch heftig diskutiert werden. So etwa Wulffs klares Bekenntnis zu Deutschland als Einwanderungsland und zu einer Integrationspolitik, die Vielfalt schätzen, Risse in unserer Gesellschaft heilen und das Auseinanderdriften der Lebenswelten
verhindern soll. In diesem Zusammenhang sprach er von "Lebenslügen" und geißelte die Politik, die die Herausforderungen und Probleme der Zuwanderung regelmäßig unterschätzt habe.

Verschiedenheit ohne die Vielfalt sexueller Orientierungen

"Unser Land muss Verschiedenheit aushalten" stellte der Bundespräsident fest und fügte hinzu: "Es muss sie sogar wollen." Damit könnte er auch die noch längst nicht vollzogene Anerkennung der Homosexuellen in Staat und Gesellschaft gemeint haben, aber gewiss ist das nicht. Zwar betonte Wulff, wer hier leben wolle, müsse die in der Verfassung festgeschrieben Werte achten und akzeptieren; ausdrücklich nannte er Menschenwürde, Meinungs-, Glaubens- und Gewissenfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Auch da liegt bekanntlich manches im argen.

Da aber Schwule und Lesben rechtlich noch immer diskriminiert, im Beruf benachteiligt und auf der Straße zusammengeschlagen werden und solange homosexuelle Schüler und homosexuelle Lehrer überkommenen Vorurteilen schutzlos ausgeliefert sind, wäre ein klares Wort des Bundespräsidenten, der sich wohl auch als Präsident der Schwulen und Lesben versteht, hilfreich gewesen.

-w-

#1 KameliendameEhemaliges Profil
  • 06.10.2010, 16:43h
  • MEIN Präsident ist DER ganz sicher nicht.
    Und er kann noch soviel labern.
    Die Taten, sein handeln das spricht Bände.

    Er gehört ganz klar zu den Leuten die Schwulen, Lesben und Transgendern gleiche Rechte verwehren.

    Er ist und bleibt nen armseliger CDU-Wicht.

    Sollt ich ihm mal begegnen kotz ich ihm direkt vor die Füße.

    Mahlzeit!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 bastapapsta
  • 06.10.2010, 17:52h
  • "Wulff im Schafspelz" war mal eine Überschrift, die ich irgendwo gelesen habe

    Was will man von diesem Mann, der sich für die Sekte "Pro Christ" einsetzt erwarten ?

    Fundamentalistische "Lebensschützer" in der CDU laufen amok

    www.kreuz.net/article.11963.html

    kreuz.net – Senioren-Union und Junge Union kritisieren hohe Abtreibungszahlen

    "Menschenwürde, Meinungs-, Glaubens- und Gewissenfreiheit sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau"

    Hat den Anschein als wolle er (Christ) mit Muslimen sogennante "Werte" / Dogmen, gegen Anderslebende politisch agieren. Der Mann ist auf der einen Seite hinterlistig, auf der anderern Seite fehlt ihm wohl das Bewusstsein bezüglich der Tragweite seiner Äusserungen.
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