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Kommentare zu:
Belgrad: Massendemo gegen Schwule und Lesben


#1 jochenProfil
  • 09.10.2010, 16:59hmünchen
  • Mir scheint , dass in Serbien noch viel Aufklärung not tut.
    Aufklärung und sichtbare Präsenz von Schwulen und Lesben .
    Und Kampf gegen Rechtsradikale und fundamentalistische orthodoxe Christen.

    Es wird deutlich , dass nur wenige Autostunden von unseren deutschen und westlichen liberalen Großstädten entfernt, ganz andere Verhältnisse herrschen.
    Das sollte uns aufmerksam und wachsam sein lassen - auch in unserem Land.

    Die emanzipatorische Homosexuellenbewegung muss noch internationaler werden.
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#2 nicki122Ehemaliges Profil
  • 09.10.2010, 17:38h
  • Wie kann man nur so verblendet sein?
    Als wären Schwule und Lesben eine "Gefahr für die traditionelle Familie."
    Und außerdem: Wo bleibt bei der serbisch-orthodoxen Kirche die christliche Nächstenliebe?
    Bestimmt nicht, indem man ein Verbot für den sog. "Marsch der Schande" fordert.
    Gut, dass sich wenigstens einige Politiker beim CSD zeigen werden...
    Aber es bleibt hier wirklich noch einiges zu tun...
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#3 VelvetAnonym
  • 09.10.2010, 18:07h
  • "aber auch Familien mit Kindern, schwenkten serbische Fahnen. Einige Teilnehmer riefen Slogans wie "Tod den Schwulen".

    Das ist das Schlimme, wenn Kinder für so etwas missbraucht werden. Bei den erwachsenen Teilnehmern ist Hopfen und Malz eh verloren, wenn sich etwas ändern soll dann muß man bei den sehr jungen Menschen, den Kinder vor allem, ansetzen.
    Wer in einem Elternhaus mit homophoben und/ oder rassistischen Eltern aufwächst, hat doch noch die Chance selber ein toleranterer, freidenkenderer Erwachsener zu werden, wenn bereits im Kindergarten und Schule das Thema Toleranz und Offenheit gegenüber "fremden" Kulturen und die verschiedenen sexuellen Ausrichtungen, angesprochen und aufgeklärt wird.

    Für mich als gebürtiger Serbe ist es unverständlich das ein Volk, welches vor nicht allzu vielen Jahren den ersten europäischen Krieg nach dem 2. Weltkrieg angezettelt hat, grausame Kriegsverbrechen inklusive, weiterhin so zahlreich mit seinem Hass gegen andere Kulturen und jetzt auch gegen Homosexuelle auf die Straße geht.
    Auch wenn ich weiß das natürlich nicht alle Serben so sind, schäme ich mich wenn ich sowas lese
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.10.2010, 18:12h
  • Das war doch klar, daß rechtsradikales Gesocks zu dieser Demo aufgerufen haben! Bei uns nennt man das Volksverhetzung!
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#5 gatopardo
  • 09.10.2010, 18:29h
  • Antwort auf #3 von Velvet
  • Wenn ich auch mit Deinem Kommentar übereinstimme, so sei Dir als Serben nur mal "ehrenrettend" gesagt, dass es die Tragik der Bündnismechanik war, die alle europ. Grossmächte in den Krieg zog und nicht die Alleinschuld Serbiens. Das Attentat in Sarajewo entsprach sicher auch einem verbreiteten slawischen Hass im Zwangs-Vielvölkerstaat gegen die k.+ k.-Monarchie, aber ich will mich hier nicht als Historiker aufspielen, denn es gibt verschiedene Theorien von kompetenten Leuten.
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#6 stephan
  • 09.10.2010, 18:34h
  • "Die OSCE ließ verlautbaren, das Wochenende sei ein Test, ob die serbische Demokratie erwachsen sei."

    Sehr gut! Aber ich würde das nicht bloß als einen Indikator für Demokratie sehen. Das Verhältnis der Staatsbürger zur ihren Minderheiten legt auch den Blick auf Toleranz bzw. Intoleranz, aufgeklärtes Denken bzw. ideologisch-relgiöse Verblendung, Wertschätzung der Menschenrechte u.v.m. frei. Alles in allem ist es ein Test, ob Serbien in absehbarer Zeit in Europa ankommen möchte. Die Angleichung der Wirtschaftsverhältnisse reicht dazu nämlich keinesfalls aus - wie man an Polen und den baltischen Staaten erkennen kann. Wer nicht bereit oder fähig ist, Toleranz und das Selbst- und Lebensrecht anderer als Wert zu akzeptieren, kann niemals zu unserer Werteordnung gehören! Bei einem Staat der nicht verhindert, dass der Pöbel Mordaufrufe skandierend durch die Straßen zieht, ist die Wertschätzung unserer Werte zumindest fraglich!
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#7 FloAnonym
  • 09.10.2010, 18:54h
  • Damit hat sich Serbien endgültig für eine EU-Aufnahme disqualifiziert!

    Wenn wir noch mehr Homohasser in die EU holen, werden die irgendwann in der Überzahl sein und der gesamten EU (auch den toleranteren Staaten) ihre Meinung diktieren können.

    Ich fürchte jedoch, dass auch diesmal die EU ihre Fehler wiederholt!
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#8 VelvetAnonym
#9 gatopardo
  • 09.10.2010, 18:57h
  • Antwort auf #3 von Velvet
  • ´Tschuldigung, hatte Dich falsch verstanden und den von Dir erwähnten jüngsten Krieg mit dem I.Weltkrieg verwechselt. "Freudsche Fehlleistung"
    von mir, da mich jene Mechanik und ihre Zusammenhänge immer brennend interessiert haben.
    Zum Angriff der NATO auf Jugoslawien würde ich mich dagegen niemals äussern !
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#10 Toleranz-TestAnonym
  • 09.10.2010, 19:05h

  • Es ist schon erschreckend wie homophob Osteuropa und speziell die Balkanregion noch ist. Auch wenn jeder Mensch eigenverantwortlich fuer seinen Toleranz-Lebel ist, so gibt es doch Erklaerungen warum gerade diese Regionen Europas noch so rueckstaendig sind. Da waere einmal der fruehere eiserne Vorhang, die starke Religioese Bindung eines großen Bevoelkerungsteils, sowie mangelde Bildung. Dieser gefährliche Mix fuehrt dazu, dass Menschen nicht selber denken koennen oder wollen und lieber gefuehrt werden wollen. Daher ja, ist es wirklich ein Demokratietest, aber natürlich auch ein Toleranztest.
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#11 schwulenaktivist
  • 09.10.2010, 19:09h
  • Ich empfehle, bei Magus Hirschfeld in seinem Buch über die Homosexualität, die homosexuelle Tradition der Serben nachzulesen! > Stichwortverzeichnis benutzen! Es ist wie bei den Islamisten, sie verschweigen ihre Geschichte!
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#12 MarekAnonym
  • 09.10.2010, 20:18h
  • Wenn man sieht, wie die Hass verbreiten und dafür sogar Kinder missbrauchen, kann einem nur übel werden!

    Nicht Schwule sind das Problem, sondern solche Faschisten!
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#13 AntifaschistAnonym
  • 09.10.2010, 21:47h
  • Auch hier, Christlich-Religiöse Fanatiker verbreiten ihr unwesen in der Bevölkerung.
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#14 SebiAnonym
  • 09.10.2010, 23:03h
  • Die vorschnelle Aufnahme Polens und der baltischen Staaten in die EU war schon ein historischer Fehler, der in den letzten Jahren die EU-Reform verhindert hat.

    Da braucht jetzt keiner auch noch irgendwelche Faschisten vom Balkan in der EU...
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#15 MarcAnonym
  • 10.10.2010, 10:09h
  • Was sind das für Barbaren, die Liebe verfluchen, aber Hass und Tyrannei verbreiten?!
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#16 PierreAnonym
  • 10.10.2010, 13:26h
  • Dass die Demonstration überhaupt stattfinden konnte und von der Polilzei gesichert wurde - es wurden auch Polizisten verletzt - zeugt dafür, dass Serbien auf einem langen und steinigen Weg zur Demokratie und Freiheit ist.
    Natürlich muss für die Bevölkerung noch mehr Information her und der Einfluss der orthodoxen Kirche ist ebenfalls gefährlich.
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#17 Benjamin MerklerAnonym
  • 11.10.2010, 11:52h
  • Die US-Rechtsanwältin Maya Rupert hat erst kürzlich einen interessanten Artikel zur Situation der Schwulenbewegung in den USA veröffentlicht, der auch gut auf andere Länder übertragbar ist:
    bit.ly/dsREyZ
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