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- 12. Oktober 2010 2 Min.

Lena Meyer-Landrut will auch 2011 wieder die Flagge schwingen.
Düsseldorf hat das Rennen um die Ausrichtung des Eurovision Song Contest 2011 gemacht, teilte der NDR am Dienstag mit.
Nach Frankfurt 1957 und München 1983 findet der Gesangswettbewerb damit zum dritten Mal in seiner Geschichte in Deutschland statt. Die NRW-Hauptstadt hat damit den Favoriten Berlin aus dem Rennen geworfen. Auch Hamburg und Hannover hatten sich für die Austragung der prestigeträchtigen Fernsehshow beworben.
"Düsseldorf konnte vor allem mit seiner Arena und ihrem Umfeld punkten. Mehr als 24.000 Zuschauer werden bei den beiden Halbfinals und dem großen Finale, aber auch bei den Generalproben dabei sein können", kommentierte Thomas Schreiber, der ARD-Koordinator für das Unterhaltungsprogramm die Entscheidung. "Uns war wichtig, dass wir im bevölkerungsreichsten Mitgliedsstaat der Europäischen Union den Fans aus Deutschland, aber auch den Fans aus unseren Nachbarländern die Möglichkeit geben können, den ESC live vor Ort zu erleben", so Schreiber. Ursprünglich hatte sich auch der ewige Düsseldorf-Konkurrent Köln um die Austragung beworben, die Heimatstadt des Lena-Machers Stefan Raab. Die Medienstadt musste ihre Bewerbung aber zurückziehen, da die Lanxess-Arena bereits gebucht war.
In seinem Eurovisionsblog vergleicht Jan Feddersen die Entscheidung für die Rhein-Metropole mit dem Austragungsort 1982, als Nicole erstmals für Deutschland den Grand Prix gewann: "Düsseldorf ist im Ausland so wenig bekannt wie es Harrogate Ende 1981 war - und das war ja nicht der schlechteste ESC-Ort überhaupt", so Feddersen. Im September hatte Feddersen Düsseldorf noch als "unwahrscheinlichste ESC-Stadt" bezeichnet: "Ein unwichtiger Fußballklub, viel Modegetue, Tote Hosen und eine Biersorte, die nach aufgeschäumtem Rheinwasser schmeckt" - in einem solchen Ort muss Lena Meyer-Landrut nun ihren Titel verteidigen. (dk)













